Zum Inhalt springen

Dai-Sua

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. März 2026 um 16:47 Uhr durch imported>J. Patrick Fischer.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dai-Sua
Datei:2019-08-19 Parque Dom Boaventura Luak.jpg
Statue von Dom Boaventura
Daten
Fläche 47,57 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive), abgerufen am 23. November 2016.</ref>
Einwohnerzahl 2.771 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2023.</ref>
Chefe de Suco Amorin da C. Sarmento
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Dai-Sua 637
Leço-Ai 301
Leço-Lau 176
Loti 657
Ria-Tu 948
Dai-Sua (Osttimor)
Dai-Sua (Osttimor)
Koordinaten: 9° 5′ S, 125° 41′ O
 {{#coordinates:−9,0777777777778|125,68694444444|primary
dim= globe= name= region=TL-MF type=city
  }}

Dai-Sua (Daisua, Daisula) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Same (Gemeinde Manufahi).

Geographie

Dai-Sua
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Aidaludo 9° 0′ 26″ S, 125° 37′ 9″ O
 {{#coordinates:−9,0072222222222|125,61916666667|
dim=300 globe= name=Aidaludo region=TL-MF type=city
  }}
649 m
Babulu 9° 4′ 19″ S, 125° 41′ 19″ O
 {{#coordinates:−9,0719444444444|125,68861111111|
dim=300 globe= name=Babulu region=TL-MF type=city
  }}
268 m
Dai-Sua 9° 4′ 40″ S, 125° 41′ 13″ O
 {{#coordinates:−9,0777777777778|125,68694444444|
dim=300 globe= name=Dai-Sua region=TL-MF type=city
  }}
165 m
Leço-Lau 9° 4′ 51″ S, 125° 41′ 2″ O
 {{#coordinates:−9,0808333333333|125,68388888889|
dim=300 globe= name=Leço-Lau region=TL-MF type=city
  }}
157 m
Loti 9° 4′ 57″ S, 125° 41′ 21″ O
 {{#coordinates:−9,0825|125,68916666667|
dim=300 globe= name=Loti region=TL-MF type=city
  }}
284 m
Ria-Tu (bei Aidaludo) 9° 0′ 22″ S, 125° 36′ 31″ O
 {{#coordinates:−9,0061111111111|125,60861111111|
dim=300 globe= name=Ria-Tu (bei Aidaludo) region=TL-MF type=city
  }}
700 m
Ria-Tu 9° 5′ 30″ S, 125° 41′ 35″ O
 {{#coordinates:−9,0916666666667|125,69305555556|
dim=300 globe= name=Ria-Tu region=TL-MF type=city
  }}
268 m
Datei:2020-06-02 komunidade Buirudu, aldeia Saisya, suku Dai-sua.jpg
Am Ufer des Caraulun

Dai-Suao liegt im Osten des Verwaltungsamts Same. Nördlich befinden sich die Sucos Letefoho und Babulo, südöstlich der Suco Betano und im Nordosten die Sucos Grotu und Rotuto. Im Südwesten grenzt Dai-Sua an das Verwaltungsamt Hato-Udo (Gemeinde Ainaro) mit seinem Suco Foho-Ai-Lico. Der Grenzfluss zwischen Manufahi und Ainaro ist der Aiasa, ein Nebenfluss des Caraulun, der durch den Südosten des Sucos fließt.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Dai-Sua hat eine Fläche von 47,57 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in fünf Aldeias Dai-Sua, Leço-Ai, Leço-Lau, Loti und Ria-Tu.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Der Ort Dai-Sua liegt im Südosten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 165 m, zwischen den Flüssen Aiasa und Caraulun, kurz vor ihrem Zusammenfluss. Hier trifft die Überlandstraße aus der Gemeindehauptstadt Same auf die hier weit im Inselinneren verlaufende südliche Küstenstraße. In Dai-Sua befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Dai-Sua.<ref name=UNMIT><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT-Landkarte von Manufahi, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 523 kB)</ref>

Über zwei Brücken überquert die südliche Küstenstraße die Flüsse Aiasa und Caraulun. An ihr liegen auch die Orte Ria-Tu (Riatu), Loti (Lotin), Babulu und Leço-Lau (Lesulau). An der sehr abgelegenen Nordwestgrenze gibt es einen weiteren Ort namens Ria-Tu (Riatu), in dem es ebenfalls eine weitere Grundschule gibt, und das Dorf Aidaludo. Außerdem gibt es im Suco eine Polizeistation. In Luak befindet sich der Dom-Boaventura-Park und ein Friedhof für die Helden und Märtyrer des Befreiungskriegs gegen Indonesien.<ref name=UNMIT/>

In Loti befindet sich am Fluss Aiasa mit der Felswand von Haot Meta eine geologische Besonderheit. Natürliche, sechseckige Basaltsäulen haben hier eine Wand gebildet, die an Bienenwaben erinnert. An einem Felsen im Fluss, dem Haot Meta Mane, finden sich Petroglyphen.<ref>FATUK HAOT META IHA MOTA AISA, SIMPANG TIGA, DAISUA - SAME//13.03.2026. In: Youtube. SENTRU INFORMASAUN SUKU ROTUTO, 13. März 2026, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>HAOT META MAEN = FATUK METAN MANE. In: Facebook. Sentru Informasaun Suku Rotutu, 14. März 2026, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einwohner

In Dai-Sua leben 2.771 Einwohner (2022), davon sind 1.398 Männer und 1.373 Frauen. Im Suco gibt es 618 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Fast 74 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. 15 % sprechen Tetum Prasa, 8,5 % Bunak (um Loti), Minderheiten Tetum Terik oder Kemak.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dai-Sua (tetum; PDF; 8,4 MB)</ref>

Geschichte

Datei:Jardim dos Heróis, Same.jpg
Heldenfriedhof in Dai-Sua

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Am Ende der Rebellion von Manufahi wurden am Berg Leolaco (333 m), nordwestlich des heutigen Ortes Dai-Sua, mehr als 12.000 aufständische timoresische Männer, Frauen und Kinder von den portugiesischen Kolonialtruppen in einem 35 km² großen Gebiet eingekreist. Beim Ausbruchsversuch zwischen dem 8. und 10. August 1912 konnte der Rebellenführer Boaventura mit Tausenden seiner Anhänger entkommen. Mehr als 3000 zurückgebliebene Kämpfer und Zivilisten sollen aber in den zwei folgenden Tagen und Nächten von den Portugiesen abgeschlachtet worden sein. Es war eines der größten Massaker in der portugiesischen Kolonialgeschichte.<ref name="Sengstock">Steve Sengstock, Faculty of Asian Studies, Australian National University, Canberra</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />History of Timor – Technische Universität Lissabon (Memento vom 24. März 2009 im Internet Archive) (englisch; PDF; 824 kB)</ref>

Während der indonesischen Besetzung Osttimors (1975 bis 1999) wurden Einwohner des Berglandes des Sucos aus ihrer Heimat vertrieben und im Ort Dai-Sua und in benachbarten Sucos angesiedelt, wohin sie familiäre Beziehungen hatten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pyone Myat Thu: Community resilience in rural East Timor, Human Geography Department, Research School of Pacific and Asian Studies, Australian National University. (Memento vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) (PDF; 330 kB)</ref> Man wollte sie damit besser von den Widerstandskämpfern der FALINTIL trennen und kontrollieren.<ref name="CAVR7.3"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

Politik

Datei:2022-07-22 Amorin da C. Sarmento.jpg
Amorin da C. Sarmento (2022)
Datei:2019-08-19 Parque Dom Boaventura Luak 2.jpg
Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Unabhängigkeitsreferendums (2019)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Alexandrinho Tilman zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2009 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2016 gewann Amorin da C. Sarmento.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Dai-Sua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Die administrativen Grenzen innerhalb Osttimors haben sich 2015 geändert. Dieser Artikel muss daher geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Siehe Neue administrative Grenzen.

Vorlage:Klappleiste/Ende