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Evi Allemann

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Evi Allemann (2017)

Evi Allemann (* 16. Juli 1978 in Bern; heimatberechtigt in Köniz und Welschenrohr) ist eine Schweizer Politikerin (SP). Seit 2018 ist sie Mitglied der Berner Kantonsregierung. Im Amtsjahr 2024/2025 war sie Regierungspräsidentin. Von 2003 bis 2018 war sie Nationalrätin.

Leben

Evi Allemann wurde 1997 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP). Im April 1998 wurde sie in den bernischen Grossen Rat gewählt und war damit damals die jüngste je in einem schweizerischen Kantonsparlament vertretene Parlamentarierin. Neben ihrer Arbeit in der Justizkommission setzte sich Allemann im Grossen Rat vor allem für jugend- und bildungsspezifische Anliegen ein.

Nach einem viel beachteten, ungewöhnlichen Wahlkampf gelang Allemann bei den Wahlen vom Oktober 2003 der Sprung in den Nationalrat mit 56'118 Stimmen.<ref name="Staatskanzlei Bern">Staatskanzlei des Kantons Bern.</ref> Sie wurde damit als 25-Jährige jüngste Nationalrätin der Schweiz. An der konstituierenden Sitzung des Nationalrates am 1. Dezember 2003 durfte sie nach dem Alterspräsidenten Christoph Blocher als jüngstes der erstmals gewählten Mitglieder des Nationalrates (Art. 1 Abs. 2 Bst. a GRN) eine Eröffnungsrede halten.<ref>Mitteilungen des Präsidenten. In: Amtliches Bulletin der Bundesversammlung. Parlamentsdienste, 1. Dezember 2003, abgerufen am 5. Januar 2026 (mit Link zu Video zum Votum).</ref> Nach ihrer Wahl nahm sie zuerst Einsitz in der Kommission für Rechtsfragen (RK), später in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF), der Aussenpolitischen Kommission (APK) und der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrats. Trotz einem schlechten Resultat ihrer Partei wurde Allemann in den Nationalratswahlen 2007 mit einer Stimmenzahl von 85'259 wiedergewählt.<ref name="Staatskanzlei Bern" /> Bei den Wahlen vom 23. Oktober 2011 sowie vom 18. Oktober 2015 wurde sie erneut wiedergewählt. Nach ihrer Wahl in den Berner Regierungsrat trat sie auf den 28. Mai 2018 aus dem Nationalrat zurück.<ref>Evi Allemann auf der Website der Bundesversammlung.</ref> Nationalratspräsident Dominique de Buman würdigte bei ihrer Verabschiedung im Rat ihre Tätigkeit im Rat und hob die thematischen Schwerpunkte hervor: «Evi Allemann bearbeitete ein breites Spektrum an Themen. Besonders am Herzen lagen ihr eine nachhaltige Mobilität, die Berufsbildung, bezahlbarer Wohnraum und eine differenzierte Sicherheitspolitik.»<ref>Mitteilungen des Präsidenten. In: Amtliches Bulletin der Bundesversammlung. Parlamentsdienste, 28. Mai 2018, abgerufen am 5. Januar 2026 (mit Link zu Video zum Votum).</ref>

Allemann war zuletzt von 2013 bis zu ihrer Wahl in den Regierungsrat im März 2018 Präsidentin des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) sowie langjährige Präsidentin des Mieterinnenverbandes des Kantons Bern. Von 2004 bis 2011 war sie Präsidentin der Umweltorganisation Läbigi Stadt.<ref>Präsidiumswechsel: Nadine Masshardt ersetzt Evi Allemann. Website von Läbigi Stadt, 3. April 2011; abgerufen am 21. September 2011 (Archiv).</ref>

Am 25. März 2018 wurde sie in den Berner Regierungsrat gewählt, wo sie seit dem 1. Juni 2018 als Direktorin der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) amtet. Bei den Wahlen 2022 wurde sie im Amt bestätigt. Im Amtsjahr 2024/2025 war sie Regierungspräsidentin. Für die Wahlen 2026 wurde sie von ihrer Partei erneut nominiert.<ref>Naomi Jones: SP Kanton Bern: Reto Müller gewinnt Duell gegen Adrian Wüthrich. In: derbund.ch. 28. Juni 2025, abgerufen am 28. Juni 2025.</ref> Am 29. März 2026 wurde sie mit dem zweitbesten Resultat wiedergewählt.<ref>Regierungsratswahl vom 29. März 2026. Staatskanzlei des Kantons Bern, 29. März 2026, abgerufen am 29. März 2026.</ref> Am 1. Juni 2026 wird sie die Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) übernehmen.<ref>Direktionszuteilung des Regierungsrates. Kurzmitteilung der Regierungsrates. 1. April 2026, abgerufen am 1. April 2026.</ref>

Allemann kandidierte für die Bundesratswahl 2022 als Nachfolgerin der zurücktretenden Simonetta Sommaruga. Am 26. November 2022 beschloss die SP-Fraktion, Eva Herzog und Elisabeth Baume-Schneider auf ihren Wahlvorschlag an die Bundesversammlung aufzunehmen; Allemann erreichte den dritten Platz und wurde nicht nominiert.<ref>Herzog und Baume-Schneider auf SP-Zweierticket. In: SRF News. 26. November 2022, abgerufen am 6. Dezember 2022.</ref> Am 16. Oktober 2023 kündigte Allemann ihre Kandidatur für die Bundesratswahl 2023 an, als Nachfolgerin für Alain Berset.<ref>Charlotte Walser, Christoph Hämmann: Auch Evi Allemann will Alain Berset beerben. In: Tages-Anzeiger. 16. Oktober 2023, abgerufen am 16. Oktober 2023.</ref> Die SP-Fraktion entschied sich an ihrer Sitzung vom 25. November 2023 jedoch für das Zweierticket mit Beat Jans und Jon Pult.<ref>Bundesratswahlen 2023. SP nominiert Beat Jans und Jon Pult für die Landesregierung. In: SRF News. 25. November 2023, abgerufen am 25. November 2023.</ref>

Allemann wohnt in Bern, ist ausgebildete Juristin und Mutter zweier Kinder. Ihr Lebenspartner ist der SP-Grossrat und Burgdorfer Stadtpräsident Stefan Berger.<ref>Simon Thönen, Naomi Jones, Stefan Schnyder: Kantonale Wahlen 2026. Grosses Interesse an der Nachfolge von Christoph Ammann und Christine Häsler. In: Der Bund. 26. Februar 2025, abgerufen am 26. Februar 2025: «{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)»</ref>

Weblinks

Commons: Evi Allemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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[veraltet] Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach April 2026 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2026|04}} an. Christoph Ammann (SP) | Philippe Müller (FDP) | Christine Häsler (Grüne) | Pierre Alain Schnegg (SVP) | Evi Allemann (SP) | Astrid Bärtschi (Mitte) | Christoph Neuhaus (SVP)

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