Zum Inhalt springen

Freie Volksschule Solothurn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Februar 2025 um 20:37 Uhr durch imported>L. aus W. (Kategorie genauer).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Freie Volksschule Solothurn
Schulform Basisstufe, Primarschule, Orientierungsstufe
Gründung 1988
Schließung 2010
Ort Biberist
Kanton Solothurn
Staat Schweiz
Koordinaten 609265 / 226952Koordinaten: 47° 11′ 36″ N, 7° 33′ 39″ O; CH1903: 609265 / 226952
 {{#coordinates:47,193452777778|7,5608861111111|primary
dim=500 globe= name= region=CH-SO type=building
  }}
Schüler wechselnd, etwa 10 bis 30

Die Freie Volksschule Solothurn (FVS) war eine reformpädagogische Schule im Raum Solothurn in der Schweiz.

Geschichte

Die Schule wurde in den Jahren 1987 und 1988 konzipiert und gegründet. Zu den Gründern gehörten die Lehrerinnen Rita Brotschi und Suzanne Stauffer, die auch später die Schule pädagogisch mitgeprägt haben.

Im April 1988 wurde zuerst die Primarschule (1.–6. Klasse) angeboten, ab 1996 auch die Orientierungsstufe bis zur 9. Klasse. 2008 wurde die Basisstufe eingeführt für Kinder von vier bis etwa acht Jahren. Im Juli 2010 wurde der Schulbetrieb wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen.

Pädagogisch orientierte sich die Schule an Célestin Freinet und Maria Montessori. Zum Konzept gehörte: Tagesschule mit Blockzeiten, Beurteilungsgespräche ohne Noten, kleine jahrgangsübergreifende Lerngruppen, Mittagstisch mit Unterstützung der Eltern, Religionsunterricht in der Form einer jährlichen Religionswoche, Projektarbeiten im Sachunterricht sowie regelmässige geschlechtergetrennte Lektionen und Projektwochen.

Der Schulbetrieb fand nacheinander in mehreren Häusern statt: Zuerst in der «Hexenburg» in Solothurn, dann an der Gartenstrasse in Langendorf und ab 2007 im Gotthelfhaus in Biberist. Träger der Schule war der gemeinnützige Verein Freie Volksschule Solothurn.

Vorreiterrolle Tagesschule

Die FVS wurde von Anfang an als Tagesschule konzipiert. Im Jahr 1991 erwähnte der Schuldirektor der Stadt Solothurn, angesprochen auf die Freie Volksschule, dass ein Bedürfnis, allerdings «nicht riesig», für eine Tagesschule vorhanden sei.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fvs-so.chOffen für neue Wege. Gespräch mit Heinrich Marti, Schuldirektor der Stadt Solothurn. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Solothurner Nachrichten. 11. Juni 1991. Abgerufen am 28. März 2011.</ref> Auch überregional wurde von der FVS als Modellschule berichtet<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fvs-so.chDie Lust am Lernen kann man lernen. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Cash. 30. Dezember 1994, S. 18 ff. Abgerufen am 28. März 2011.</ref>. Obwohl die Erziehungdirektorin des Kantons Solothurn die Vorteile von Tagesschulen anerkannt hatte<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fvs-so.chBrief von Regierungsrätin Ruth Gisi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, 21. Juni 2002.</ref>, war die FVS im 2002 immer noch die einzige Tagesschule für die ganze obligatorische Schulzeit im Kanton. Seit 2008 bietet die Stadt Solothurn Tagesschulen an.

Geschlechterspezifischer Unterricht

Im September 1992 führte die Schule erstmals eine geschlechtergetrennte Mädchen- und Bubenwoche durch.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fvs-so.chEndlich!/Enfin! (Zeitschrift des VfSS) 1/93, S. 9 ff. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Ab 1999 wurden diese Wochen alljährlich durchgeführt. Es gab auch wöchentliche geschlechterspezifische Lektionen.

Rezeption

Zu den öffentlichen Werken der Schule gehören:

  • der illustrierte zweisprachige Pyramidenroman «Mille Chemins - Viele Wege führen zum Ziel», mit einem Anfang und 23 Enden<ref>«Mille Chemins - Viele Wege führen zum Ziel», Ecole de La Grande Ourse und Freie Volksschule Solothurn, Druckerei Gerteis AG, Bern 2001.</ref>. Im 2001 wurde er von Schülern der FVS und der «École de La Grande Ourse» in La Chaux-de-Fonds geschrieben.

Förderpreis

Im Jahr 2002 hat die Schule vom Verband der KindergärtnerInnen Solothurn (jetzt Fraktion Kindergartenlehrpersonen des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Solothurn LSO) den Förderpreis «Sprungfeder» für ihre nachhaltige Arbeit zu Gunsten einer geschlechtergerechten Schule erhalten.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fvs-so.chErmutigung für Gleichstellung zu kämpfen. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Solothurner Zeitung. 17. Juni 2002. Abgerufen am 28. März 2011.</ref>

Einzelnachweise

<references />