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Legendre-Konstante

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Datei:Legendre's constant.svg
<math>a_n = \ln n \!-\! \tfrac{n}{\pi(n)}</math>, die ersten 100.000 Glieder der Folge:
Die Funktion Vorlage:Farbe deutet eine Konvergenz gegen 1,08366 Vorlage:Farbe an ...
Datei:Legendre's constant 10 000 000.svg
<math>a_n = \ln n \!-\! \tfrac{n}{\pi(n)}</math>, die ersten 10 Millionen Glieder der Folge:
... die sich bei weiterer Betrachtung nicht so richtig bestätigen will.
Verlauf von <math>\ln n \!-\! \tfrac{n}{\pi(n)}</math> bis <math>n = </math> 1029
<math>n</math> <math>\ln n \!-\! \tfrac{n}{\pi(n)}</math> <math>n</math> <math>\ln n \!-\! \tfrac{n}{\pi(n)}</math>
1010 −0,19741 1016 1,02966
1020 0,60517 1017 1,02776
1030 0,95537 1018 1,02609
1040 1,07364 1019 1,02460
1050 1,08757 1020 1,02328
1060 1,07633 1021 1,02209
1070 1,07098 1022 1,02102
1080 1,06395 1023 1,02005
1090 1,05663 1024 1,01916
1010 1,05037 1025 1,01835
1011 1,04513 1026 1,01761
1012 1,04087 1027 1,01692
1013 1,03735 1028 1,01629
1014 1,03438 1029 1,01570
1015 1,03184

Die Legendre-Konstante ist eine mathematische Konstante, die in einer 1798<ref name="L" /> von Adrien-Marie Legendre aufgestellten Formel auftritt, welche die Anzahl der Primzahlen abschätzt, die nicht größer als eine gegebene Zahl <math>n</math> sind. Ihr Wert wurde später als genau 1 bestimmt.

Geschichte

Legendre vermutete auf Grund seiner Überlegungen zur Häufigkeit von Primzahlen, dass der folgende Grenzwert existiert:

<math>\lim_{n \to \infty} \biggl(\!\ln n - \frac{n}{\pi(n)}\biggr) = B,</math>

dabei ist <math>\ln n</math> der natürliche Logarithmus von <math>n</math>, <math>\,\pi(n)</math> die Anzahl der Primzahlen, die nicht größer als <math>n</math> sind, und <math>B</math> die Legendre-Konstante, welche Legendre mit Hilfe von Berechnungen bis zunächst <math>n = 400.000</math> und später bis <math>n = 1.000.000</math>, auf etwa <math>1{,}08366</math> schätzte. Aus der Existenz der Konstanten folgt, unabhängig von deren genauem Wert, der Primzahlsatz.

1849 bewies aber Pafnuti Lwowitsch Tschebyschow, dass dieser Grenzwert <math>B</math>, sofern er existiert<ref>Edmund Landau: Handbuch der Lehre von der Verteilung der Primzahlen, Third (corrected) edition, two volumes in one, Chelsea 1974, S. 17.</ref>, den Wert 1 haben muss. Ein einfacher Beweis wurde 1980 von János Pintz veröffentlicht.<ref>János Pintz: On Legendre’s prime number formula. In: American Mathematical Monthly, Jg. 87 (1980), S. 733–735.</ref>

Auch eine Berechnung der Funktion für größere <math>n</math> zeigt, dass sie für größere <math>n</math> wieder fällt, sich zunehmend von <math>1{,}08366</math> entfernt und eher durch <math>1\! +\! \tfrac{1}{\ln n}</math> approximiert werden kann, was letztendlich gegen 1 konvergiert (siehe Tabelle rechts).

Es ist eine direkte Folgerung des Primzahlsatzes, in folgender präziser Form von Charles de La Vallée Poussin,<ref>La Vallée Poussin, C. Mém. Couronnés Acad. Roy. Belgique 59, 1–74, 1899</ref>

<math> \pi(x)={\rm Li} (x) + \mathcal{O}\!\left(x \mathrm{e}^{-a\sqrt{\ln x}}\right) \quad\text{wenn } x \to \infty</math>

(für eine positive Konstante <math>a</math>, wobei <math>\mathcal{O}(\dotso)</math> das Landau-Symbol ist), dass <math>B</math> tatsächlich existiert und 1 ist. Der Primzahlsatz wurde 1896 unabhängig von Jacques Hadamard<ref>Sur la distribution des zéros de la fonction <math>\zeta(s)</math> et ses conséquences arithmétiques, Bulletin de la Société Mathématique de France, Vol. 24, 1896, pp. 199–220 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online (Memento vom 17. Juli 2012 im Internet Archive)</ref> und Charles de La Vallée Poussin<ref>« Recherches analytiques sur la théorie des nombres premiers », Annales de la société scientifique de Bruxelles, vol. 20, 1896, S. 183–256 und 281–361</ref> (ohne Restabschätzung) bewiesen.

Literatur und Quellen

<references> <ref name="L">Adrien-Marie Legendre: Essai sur la théorie des nombres, Duprat, Paris 1798, S. 19; 2. Auflage, Courcier, Paris 1808, S. 394; Théorie des nombres (Band 2), 3. Auflage, Didot, Paris 1830, S. 65 (französisch)</ref> </references>

Weblink