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Darnebeck

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Darnebeck
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(47)&title=Darnebeck 52° 40′ N, 11° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(47) 52° 40′ 6″ N, 11° 4′ 24″ O
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Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 4,54 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 47 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Jeeben
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Lage von Darnebeck in Sachsen-Anhalt
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Darnebeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

<mapframe latitude="52.669" longitude="11.0734" zoom="15" width="300" height="200" align="right" /> Darnebeck, ein leicht gebogenes kurzes Straßendorf mit Kirche, liegt vier Kilometer südlich von Beetzendorf und sieben Kilometer nordwestlich der Stadt Klötze in der Altmark am Alten Wasser, einem Zufluss der Jeetze.<ref name="HOB-12" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Tangeln im Westen, Wohlgemuth und Beetzendorf im Norden, Jeeben im Nordosten, Bandau im Osten, Ristedt im Süden und Neu-Ristedt im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis 19. Jahrhundert

Das Dorf wurde im Jahre 1357 als Darnebeck erstmals urkundlich erwähnt, als die von Bartensleben dem Markgrafen Ludwig Hebungen aus verschiedenen Dörfern geben.<ref name="Riedel-17" /> Weitere Nennungen sind 1420 dacz dorff czu dermbecke, 1500 darmke, 1608 Dernebegk, 1687 Darnebeck<ref name="HOB-12" /> sowie auch 1804 Darnebeck, ein Dorf mit einem Rademacher.<ref name="Bratring-1" />

Das Dorf brannte 1837 fast ganz ab.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Im Jahre 1838 wurde der Lehrer Carl August Klaer als Küster und Schullehrer der neu „fundierten“ Schulstelle in Darnebeck bestellt.<ref name="AB-RB-Magdeburg-1838" />

Das Großsteingrab Darnebeck wurde spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Herkunft des Ortsnamens

Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf das germanische Wort „darni“ für „heimlich“ zurück. Der Ortsname könnte „verborgener Bach“ bedeuten.<ref name="Friske 2021" />

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark, 1807 bis 1808 zum Kanton Klötze, anschließend bis 1813 zum Kanton Jübar im napoleonischen Königreich Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Darnebeck aus dem Landkreis Salzwedel die Gemeinde Jeeben eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />

Nach der Eingemeindung der Gemeinde Jeeben in Beetzendorf am 1. Januar 2009 wurde Darnebeck ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 83
1774 96
1789 77
1798 95
1801 96
1818 73
Jahr Einwohner
1840 104
1864 110
1871 109
1885 117
1892 [00]116<ref name="Zahn-1928" />
1895 120
Jahr Einwohner
1900 [00]111<ref name="Zahn-1928" />
1905 113
1910 [00]119<ref name="Zahn-1928" />
1925 157
1939 114
1946 180
Jahr Einwohner
2015 [00]53<ref name="EW-2018" />
2018 [00]50<ref name="EW-2018" />
2020 [00]50<ref name="EW-2021" />
2021 [00]48<ref name="EW-2021" />
2022 [00]48<ref name="EW-2022" />
2023 [0]47<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Darnebeck, die früher zur Pfarrei Jeeben gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Dorfkirche in Darnebeck ist kleiner Ziegelfachwerkbau aus dem Jahre 1865<ref name="Altmarkkirchen" /> mit einer spätgotischen Glocke.<ref name="Friske 2021" /> Das Bauwerk endet in einem fünfseitigen Schluss und trägt einen Dachreiter über dem Westteil. Eine Instandsetzung des Inneren erfolgte in den Jahren 1992/93. Innen ist das Bauwerk flachgedeckt mit einer 1931 eingebauten Westempore.

Ein Schnitzaltarretabel stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, die Figuren sind zum Teil älter, möglicherweise aus der Mitte des 14. Jahrhunderts; sie wurden vermutlich aus einer Nachbargemeinde hierher gebracht. Im Mittelschrein ist eine geschnitzte Figurengruppe aus Anna selbdritt zwischen den beiden seitlich sitzenden Heiligen Katharina und Barbara sowie den beiden stehenden Ritterheiligen Mauritius und Georg zu sehen. In den Flügeln sind links die Heiligen Stephanus, Nikolaus (?) und Laurentius, rechts ein Relief mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt. Auf dem Schrein ist ein nicht zugehöriges Kruzifix zwischen zwei vollplastischen Schnitzfiguren (Johannes der Evangelist und Muttergottes) aus der Zeit um 1500 zu sehen. Die übrige Ausstattung stammt aus der Zeit um 1866.<ref>Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 160.</ref>

Sage aus Darnebeck

Alfred Pohlmann überlieferte 1901 eine Sage über eine spukende schwarze Sau mit ihren 63 Ferkeln, die sich an einem großen Feldstein auf einem Fußsteig zwischen Darnebeck und Ristedt aufhielt. Sie stellte sich den zur Nachtzeit Vorübergehenden in den Weg. Ihre Ferkel bildeten einen Kreis um den Wanderer, kletterten an ihm hoch und quälten ihn, bis er wahnsinnig oder tot war. Es soll an der Stelle ein Mord an einer armen Witwe und ihren 7 Kindern verübt worden sein.<ref name="Pohlmann-Sagen" /> Hanns H. F. Schmidt erzählte die Sage im Jahre 1994 unter dem Titel „Unheimliche Schweinerei“ nach. Er ergänzte, dass der Findling inzwischen zerschlagen wurde.<ref name="Schmidt-Sagen-T1" />

Weblinks

Literatur

  • Vorlage:BibOCLC
  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 1: A–K. In: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). 2 Bände, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Darnebeck wnw Klötze, S. 481–483.
  • Vorlage:BibOCLC

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg-1838">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1838, ZDB-ID 3766-7, S. 147 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10014856~SZ%3D00175~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 370 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000392~SZ%3D00393~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="Friske 2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pohlmann-Sagen">Alfred Pohlmann: Sagen aus der Wiege Preußens und des Deutschen Reiches, der Altmark. Franzen & Große, Stendal 1901, S. 60, II. Die spukende Sau zwischen Darnebeck und Riestedt (archive.org).</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beetzendorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 6. Mai 2023.</ref>

<ref name="Riedel-17">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Schmidt-Sagen-T1">Hanns H. F. Schmidt: Das große Sagenbuch der Altmark. Teil 1 von A wie Abbendorf bis K wie Kläden. dr. ziethen verlag, Oschersleben 1994, ISBN 3-928703-40-4, S. 60.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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