Zum Inhalt springen

Freie Liste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. Dezember 2025 um 09:27 Uhr durch imported>McNamara (Positionen: Aktualisierung (Haas ist seit 2023 emeritiert)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Politische Partei

Datei:Freie Liste Logo.svg
Ehemaliges Logo der Freien Liste

Die Freie Liste (FL) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Sie wurde 1985 gegründet und charakterisiert sich als „sozial, demokratisch und ökologisch“.<ref>Freie Liste – sozial demokratisch ökologisch. In: freieliste.li. Abgerufen am 10. April 2022.</ref>

Positionen

Laut Parteiprogramm sind die zentralen Themen der Freien Liste Gleichstellung von Mann und Frau, soziale Gerechtigkeit und Solidarität, Umweltschutz, Verkehrspolitik und Integration von Ausländern. Sie setzt sich für die Einführung einer repräsentativen Monarchie im Fürstentum ein. Sie steht außerdem der liechtensteinischen Staatskirche und dem Erzbistum Vaduz kritisch gegenüber. Insbesondere wird der 2023 emeritierte Erzbischof Wolfgang Haas wegen dessen außergewöhnlich konservativen Haltungen kritisiert.

Geschichte

Die Freie Liste trat erstmals zur Landtagswahl 1986 an. Damals und auch bei der Wahl 1989 konnten sie die Sperrklausel nicht überwinden.

1993 überwand sie bei der Landtagswahl mit über 10 % erstmals die Acht-Prozent-Sperrklausel und konnte sich auch bei der vorgezogenen Wahl im selben Jahr mit 8,5 % konsolidieren, wobei dies seitdem das schlechteste Ergebnis blieb. 1997 auf über 11 % gesteigert und 2001 wieder etwas abgefallen, erreichte die Liste bei der Wahl 2005 den Rekordwert von 13,0 % der Stimmen und errang damit drei von insgesamt 25 Mandaten. Bei der Landtagswahl 2009 sank sie auf 8,9 Prozent und konnte nur mehr einen Sitz erringen. Bei der Wahl 2013 stieg ihr Anteil wieder auf über 11 Prozent, was der Partei wiederum drei Mandate einbrachte. Bei den Landtagswahlen am 5. Februar 2017 gewann die Freie Liste 1,5 % hinzu, dies brachte aber keine Änderung bei der Anzahl der Sitze.

An der Landtagswahl 2021 kam die Freie Liste auf 12,9 % und erreichte damit ein Plus von 0,3 %, die Anzahl der Sitze der Freien Liste blieb jedoch weiterhin gleich.

Kommunalpolitik

Seit den Gemeindewahlen 2019 ist die FL in sieben von elf Gemeinderäten vertreten. Sie stellt keinen Gemeindevorsteher.

Jugendorganisation

Datei:Junge Liste 2021.jpg
Logo der Jungen Liste

2019 wurde die Junge Liste (JL) als eine der Freien Liste verbundene Jungpartei gegründet.<ref>Michael Wanger: «Auch Junge haben Recht auf das höchste demokratische Gut». (PDF) In: ahv.li. Liechtensteinische AHV-IV-FAK, 7. Oktober 2020, abgerufen am 10. April 2022 (Artikel aus dem Liechtensteiner Volksblatt im Medienpiegel der AHV-IV-FAK (Liechtensteinische Versicherungen)).</ref> Im September 2020 stellte die Jugendorganisation auf der Generalversammlung der Freien Liste erstmals ihre Ziele vor.<ref>Petition der Jungen Liste für Wahlalter 16. In: Radio Liechtenstein. 9. Oktober 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juni 2023; abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref>

Im Oktober 2020 startete die Junge Liste eine Unterschriftensammlung für eine Petition mit dem Ziel, das Wahlalter in Liechtenstein auf 16 zu senken.<ref>Junge Liste startet Unterschriftensammlung. In: Liechtensteiner Vaterland. 6. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref><ref>Günther Meier: Das Stimmrechtsalter 16 wird auch in Liechtenstein immer mehr zum Thema. In: Neue Zürcher Zeitung. 2. November 2020, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref> Die Junge Liste richtete im Mai 2021 eine entsprechende Petition an den Landtag, der diese an die Regierung überwies.<ref>Dokumentation - Parlamentarische Eingänge. In: landtag.li. Landtag des Fürstentums Liechtenstein, abgerufen am 10. April 2022.</ref>

Im September 2021 konstituierte sich die Junge Liste als eigener Verein.<ref>Junge Liste konstituiert sich als eigener Verein. In: liewo.li. Liewo Sonntagszeitung, 28. September 2021, abgerufen am 10. April 2022.</ref>

An der Generalversammlung im August 2022 beschlossen die Mitglieder Daniel Lochner (Triesen) und Samuel Schurte (Balzers) in den Gemeindewahlen 2023 als Vorsteherkandidaten aufzustellen.<ref>Junge Liste stellt Vorsteherkandidaten für Triesen und Balzers auf. Abgerufen am 19. November 2022.</ref>

Nach eigenen Angaben hat die Junge Liste 60 Mitglieder (Stand September 2024).

Wahlergebnisse

Ergebnisse bei den Landtagswahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
1986 6'582 7,1 %
0/25
3.
1989 12'090 7,6 %
0/25
3.
1993 (Feb.) 16'724 10,4 %
2/25
3.
1993 (Okt.) 13'447 8,5 %
1/25
3.
1997 19'455 11,4 %
2/25
3.
2001 16'184 8,8 %
1/25
3.
2005 25'273 13,0 %
3/25
3.
2009 17'835 8,9 %
1/25
3.
2013 21'603 11,1 %
3/25
4.
2017 24'595 12,6 %
3/25
4.
2021 25'956 12,9 %
3/25
3.
2025 22'549 10,9 %
2/25
4.
Landtagswahlergebnisse der FL seit 1986
15%
10%
5%
0%
86
89
93
93
97
01
05
09
13
17
21
25

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein