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Ali Abunimah

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Ali Abunimah während eines Vortrages im Hampshire College in 2014

Ali Hasan Abunimah (* 29. Dezember 1971 in Washington, D.C.) ist ein palästinensisch-amerikanischer Journalist. Abunimah gründete die Electronic Intifada im Jahr 2001. Die Plattform berichtet aus einer palästinensischen Perspektive über Ereignisse im Nahen Osten, und Abunimah tritt regelmäßig in großen Mediennetzwerken auf, um die palästinensische Sicht zu vertreten.

Leben

Geboren in Washington, D.C., als Sohn palästinensischer Eltern aus dem Westjordanland. Abunimahs Mutter kommt ursprünglich aus Lifta in der Nähe von Jerusalem und wurde während der Nakba 1948 ein Flüchtling. Sein Vater stammt aus Battir, einem Dorf im Westjordanland; er war ein jordanischer Diplomat, der als Abgesandter der Vereinten Nationen diente.<ref name="imeu"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ali Abunimah: Commentator and author (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive), IMEU. Abgerufen am 30. Januar 2011.</ref> Abunimah ist ein Absolvent der Princeton University und der University of Chicago sowie ein häufiger Kommentator zum Thema Naher Osten. Regelmäßig erstellt er Beiträge für den Chicago Tribune und die Los Angeles Times.

Er ist Co-Gründer der Electronic Intifada (siehe auch: Intifada), einer propalästinensischen Nachrichtenseite, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, „proisraelischen Schlagseite in den amerikanischen Mainstreammedien“ entgegenzuwirken, indem sie „Informationen aus einer palästinensischen Perspektive“ anbietet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Introducing the Electronic Intifada (Memento vom 29. Dezember 2010 im Internet Archive), Electronic Intifada. Abgerufen am 13. Januar 2011.</ref> Des Weiteren war er Vize-Präsident des Arab American Action Network. Er lebt in Chicago, Illinois.<ref name=imeu/>

Abunimah ist Unterstützer der Boycott, Divestment and Sanctions-Kampagne.<ref>Toward Palestine's 'Mubarak moment', Al Jazeera, 24. Februar 2011. Abgerufen am 25. Februar 2011.</ref> Im Juli 2024 wurde gegen ihn ein Betätigungsverbot in Deutschland ausgesprochen.<ref>Doris: Pressestatement Palästina-Kongress im Exil: Betätigungsverbot von Ali Abunimah. In: Palästina-Solidarität. 26. Juli 2024, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

Im Januar 2025 wollte er auf Einladung von propalästinensischen Organisationen in Zürich in der Schweiz auftreten, doch erwirkte die Kantonspolizei Zürich eine Einreisesperre gegen ihn, worauf er nach Ankunft in Zürich verhaftet und später abgeschoben wurde.<ref>Verhaftung in Zürich-Wipkingen: Kantonspolizei unterbindet Auftritt von Israel-Hasser. 25. Januar 2025, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Das Zürcher Verwaltungsgericht entschied im Dezember 2025 dieses Vorgehen als widerrechtlich, das Zürcher Migrationsamt wurde zur Bezahlung einer Entschädigung von 9500 Franken verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Abunimah war zuvor auf der Plattform X mit israel- und judenfeindlichen Posts aufgefallen.<ref>Zeno Geisseler: Anti-Israel-Aktivist gewinnt vor dem Zürcher Verwaltungsgericht gegen das Migrationsamt. In: Neue Zürcher Zeitung, 9. Januar 2026.</ref>

Veröffentlichungen

Abunimah ist Autor des im Oktober 2006 veröffentlichten Buches One Country: A Bold Proposal to End the Israeli-Palestinian Conflict, in welchem er eine Einstaatenlösung propagiert. In seinen Publikationen kritisiert er die israelische Politik in den besetzten Gebieten, Westjordanland, Ostjerusalem, Gazastreifen und Golanhöhen scharf.

Weblinks

Commons: Ali Abunimah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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