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Gesellschaft zu Pfistern

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Datei:Bern Zunfthaus zu Pfistern 2.jpg
Gesellschaftshaus zu Pfistern in Bern, Kramgasse
Datei:Procedur 1732.jpg
Die berufsbedingte Aufnahme in eine Gesellschaft wurde 1692 vom bernischen Rat beschlossen, führte jedoch mehrfach zu Streitigkeiten wie die Verweigerung der Aufnahme des Tuchhändlers Emanuel Hübner durch die Gesellschaft zu Kaufleuten. Titelblatt der gedruckten Prozessakten (1732)

Die Gesellschaft zu Pfistern ist eine der 13 Gesellschaften und Zünfte in der Stadt Bern und durch die Verfassung des Kantons Bern<ref>Staatskanzlei des Kantons Bern: Verfassung des Kantons Bern. SR 131.212. In: Systematische Rechtssammlung SR. Stimmvolk des Kantons Bern, 6. Juni 1993, abgerufen am 14. Juni 2018 (Artikel 107 in Abschnitt 7 Gemeinden; Stand am 11. März 2015).</ref> garantierte öffentlich-rechtliche Körperschaft. Sie ist eine burgerliche Korporation im Sinn der bernischen Gemeindegesetzgebung<ref>Staatskanzlei des Kantons Bern: Gemeindegesetz des Kantons Bern. BSG 170.11. In: Systematische Rechtssammlung des Kantons Bern BSG. Grosser Rat des Kantons Bern, 16. März 1998, abgerufen am 14. Juni 2018 (Artikel 117 in Abschnitt 2.2 Burgergemeinden und burgerliche Korporationen; Stand am 1. Januar 2014).</ref> und untersteht der Aufsicht der kantonalen Behörden. Als Personalkörperschaft hat sie kein eigenes Territorium und ist steuerpflichtig. Sie umfasst alle Burgerinnen und Burger von Bern, die das Gesellschaftsrecht zu Pfistern besitzen.

Geschichte

Die Gesellschaft zu Pfistern (lat. pistor) erscheint in den Quellen erstmals im 14. Jahrhundert und umfasste die Bäcker und Müller. Damals gab es eine Stube zu Niederpfistern und eine zu Oberpfistern (nach der Lage in der Stadt). Ab dem 15. Jahrhundert musste einer der vier Venner Berns Stubengeselle zu Pfistern sein. Die aufstrebenden Geschlechter der Vennergesellschaften Pfistern, Schmieden, Metzgern und Gerwern hatten damit ein politisches Vorrecht. Zahlreiche Familien widmeten sich zunehmend der Politik und bildeten in der Neuzeit das Berner Patriziat. Dies erklärt die hohe Anzahl regierender Familien auf Pfistern.

Personen

Nicht abschliessende Liste mit Angehörigen der Gesellschaft zu Pfistern, über welche ein deutschsprachiger Wikipedia-Artikel existiert.

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Literatur

  • Rudolf Bernhard Bay: Bericht über den im Jahr 1849 begonnenen Neubau des Gesellschaftshauses zu Pfistern in Bern. Bern 1849 (google.ch [abgerufen am 21. Mai 2025]).
  • François de Capitani: Adel, Bürger und Zünfte im Bern des 15. Jahrhunderts. Stämpfli, Bern 1982, ISBN 3-7272-0491-5.
  • Gesellschaft zu Pfistern (Hrsg.): Pfistern. Benteli, Bern 1996, ISBN 3-7165-1058-0.
  • Friedrich Jäggi: Die Pfistern-Stuben im sechszehnten Jahrhundert. In: Freunde vaterländischer Geschichte (Hrsg.): Berner Taschenbuch. Band 17. Bern 1868, S. 356–387, doi:10.5169/seals-122290 (e-periodica.ch [abgerufen am 1. März 2025]).
  • Johanna Strübin: Das ehemalige Gesellschaftshaus zu Pfistern in Bern, ein Werk von Daniel Heintz dem Älteren. In: Schweizerisches Nationalmuseum (Hrsg.): Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte. Band 44. Zürich 1987, S. 171–187, doi:10.5169/seals-168864.
  • Philipp Thormann u. a.: Die Gesellschaft zu Pfistern in Bern. Gesellschaft zu Pfistern, Bern 1966.
  • Robert Ludwig Wyss: Handwerkskunst in Gold und Silber. Das Silbergeschirr der bernischen Zünfte, Gesellschaften und burgerlichen Vereinigungen, Bern 1996.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Gesellschaft zu Pfistern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 46° 56′ 51,9″ N, 7° 27′ 6,4″ O; CH1903: 601000 / 199630

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