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Haghani-Schule

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Die Haghani-Schule (auch Haghani-Seminar und Haqqani-Zirkel;<ref name="chain-murderers" /> persisch مدرسه حقانی, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine schiitische Ausbildungsstätte in der iranischen Stadt Ghom. Aus ihr hervorgegangen sind hochrangige Politiker und Kleriker in Iran, die vielfach als extremistisch eingestuft werden.

Geschichte

Die 1964 von den Ajatollahs Mesbah Yazdi, Ahmad Dschannati, Mohammad Beheschti, Sadoughi und Taleghani gegründete Haghani-Schule entstand aus dem früheren Haghani-Seminar, eine Vorläuferinstitution wurde Muntashiriya genannt. Nach dem erfolgten Mordanschlag auf die einflussreichen Ali Qudusi und Mohammad Beheschti wurde der offizielle Name in Shahidayn-Seminar (Märtyrer-Seminar) geändert.

Ursprüngliches Ziel war die Stärkung der Philosophie innerhalb des Hawza-Lehrplans. Zu diesem Zweck wurde Allameh Tabatabai beauftragt, zwei Einführungen zu schreiben, die er 1975 abschloss:

  • Bidayat al-Hikmah (1970)
  • Nichayat al-Hikmah (1975)

Heute wird in dem Seminar sowohl ein traditioneller als auch ein moderner Lehrplan unterrichtet, einschließlich der Fächer Naturwissenschaften, Medizin, Politik sowie westliche nicht-islamische Philosophie.

Das Seminar wird als eine Art École nationale d’administration der Islamischen Republik beschrieben, dessen Alumni das Rückgrat jenes Klerus stellt, welcher an den Schlüsselstellen der Politik sowie der Sicherheitsorgane Irans sitzen. Unter dem Präsidenten Ahmadineschad wurden zahlreiche einflussreiche Positionen mit haghani-Schülern besetzt.<ref>Ali Schirasi: Iran: Die heimliche Regierung tritt aus dem Schatten. Fahrt im Dunkeln ohne Licht - die Taktik der iranischen Hisbollah</ref> Während in Iran Wahlen stattfinden, ist es üblich, dass zu wählende Kandidaten Qom besuchen, um Ehrengeld an die religiösen Führer des Haghani zu zahlen, auch um ihren Segen zu erreichen.<ref>Nasr, Vali, The Shia Revival, (Norton, 2006), S. 215</ref> Nach anderen Quellen, dienen die, so der Mitbegründer der iranischen Revolutionsgarde, später als Reformpolitiker agierende und nach einer Haftstrafe in die USA ausgewanderte<ref>Natalie Amiri: Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran. Aufbau, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03880-9; Taschenbuchausgabe ebenda 2022, ISBN 978-3-7466-4030-3, S. 113.</ref> Sazegara, „meisten Haghani-Absolventen entweder in den Sicherheitsbehörden oder im Militär“.<ref>Mohsen Sazegara: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iran on the eve of the presidential elections. 23. Mai 2005 (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive) (PDF-Datei; 49 kB)</ref>

Der Journalist Tim Rutten beschreibt die "Haghani als besonders aggressive Schule eines radikalen Schia-Islams, die in der Erwartung des baldigen Erscheinens des Mahdi leben". Der Mahdi ist eine Art islamischer Messiahs, welcher Frieden und Gerechtigkeit verbunden mit universalem Islamischem Recht, der ganzen Welt bringen wird. Mitglieder dieser Schule – so Rutten – glauben, dass sie das Kommen des Mahdis beschleunigen müssen.<ref>Ahmadinejad walks away with a win - Los Angeles Times, Tim Rutten, 29. September 2007</ref>

Mitglieder

Zahlreiche bekannte Theologen und einflussreiche Personen der iranischen Politik nach der Revolution 1979 waren Lehrer oder Studenten der Haghani-Schule.

Siehe auch

Belege

<references />