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Linea alba

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Datei:Gray399.svg
Querschnitt durch die Bauchdecke
Zentral die Linea alba. Der laterale Musculus rectus abdominis (im Bild RECTUS) ist angeschnitten
Datei:Gray392.png
Musculus obliquus externus abdominis mit Linea alba links

Die Linea alba (lat. für „weiße Linie“) ist eine senkrechte Bindegewebsnaht in der Mitte des Bauches bei Säugetieren, die durch die Verflechtung der flächenhaften Sehnen („Sehnenplatten“) der seitlichen Bauchmuskeln entsteht. Sie reicht vom Processus xiphoideus bis zur Symphysis pubica. Oberhalb des Bauchnabels ist die Linea alba des Menschen etwa 1–2 cm breit, in Richtung Becken wird sie schmaler.<ref name="Platzer">Werner Platzer: Taschenatlas Anatomie. Band 1. Georg Thieme, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-13-492010-9, S. 84.</ref>

Die Linea alba setzt sich somit aus Sehnen folgender Muskeln zusammen:<ref name="Graumann">Walther Graumann: CompactLehrbuch Anatomie. Band 2. Schattauer, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-7945-2062-6, S. 64.</ref>

Seitlich der Linea alba liegt beidseitig der Musculus rectus abdominis. Seine Zwischensehnen (Intersectiones tendineae) sind in der Linea alba verankert. In der Bauchmitte liegt auf ihr der Nabel.<ref name="Graumann" />

Zumeist im Zuge einer Schwangerschaft kann sich die Liniea alba durch Melanineinlagerungen gelbbräunlich zur Linea fusca sive Linea nigra verfärben.<ref>Kurt J. G. Schmailzl, B.-Joachim Hackelöer: Schwangerschaft und Krankheit: Wechselwirkung, Therapie, Prognose. Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-89412-446-6, S. 492.</ref><ref>Peter Abrahams, Peter Webb: Klinische Anatomie diagnostischer und therapeutischer Eingriffe. Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-642-66848-7, S. 101.</ref>

Klinische Bedeutung

Bei einer Schwangerschaft oder bei starker Adipositas kann es zum Auseinanderweichen der beiden geraden Bauchmuskeln kommen (Rektusdiastase). Auch die Bildung einer kleinen Hernie im Bereich der Linea alba (Hernia epigastrica) ist möglich, die sich zu einem ventralen Bauchwandbruch entwickeln kann.<ref name="Platzer" />

Die Linea alba ermöglicht, da Bindegewebe nur spärlich durchblutet ist, einen wenig blutenden Zugang zur Bauchhöhle (Abdomen) bei der Laparotomie. Nahezu alle Bauchoperationen bei Kleintieren werden daher über diesen Zugang durchgeführt.<ref>Michaele Alef: Operationen an Hund und Katze. Georg Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8304-4172-4, S. 221.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />