Betanin
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| Strukturformel von Betanin | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Betanin | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C24H26N2O13 | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 550,47 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr gut in Wasser<ref name="wo-bioc">Betanin. In: Lexikon der Biochemie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 1999.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Betanin (auch Betanoin, Betenrot oder umgangssprachlich Beetenrot) ist ein natürlich vorkommender roter Farbstoff. Strukturverwandte, niedermolekularere Verbindungen sind Chelidamsäure und 5,6-Dihydroxyindol-2-carbonsäure.
Vorkommen
Der Farbstoff findet sich vor allem in der Roten Rübe (Beta vulgaris), aber auch in den Blüten und Früchten anderer Pflanzen. Betanin zählt zur Gruppe der Betalaine und deren Untergruppe der Betacyane.
Eigenschaften und Verwendung
Das Glycosid Betanin ist ein gut wasserlöslicher Farbstoff, der empfindlich auf Licht und Wärme reagiert. Kinetische Untersuchungen zum Farbverlust beim Erhitzen in wässriger Phase deuten auf überwiegend oxidativen Abbau.<ref>G. Muschiolik, H. Schmandke: Zur Thermostabilität von Rote-Bete-Farbpulvern in wässriger Lösung. In: Nahrung. Band 22, Nr. 7, 1978, S. 637–641.</ref> Die Farbe einer Lösung der Verbindung in Wasser hängt vom pH-Wert ab und kann daher als pH-Indikator dienen: Im stark sauren pH bis 2 ist die Lösung violett; bei pH 4 erfolgt ein Farbumschlag nach rot<ref name="wo-bioc" />. Im stark basischen Bereich schlägt die Farbe unter Hydrolyse der glycosidischen Bindung in gelblich-braun um. Dabei entstehen das Aglycon Betanidin und Glucose.
Betanin ist unter der Bezeichnung „E 162“ als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen<ref>Eintrag zu Betalaine. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> und wird als Lebensmittelfarbe für Fruchtzubereitungen und -gelees, Molkereiprodukte (Joghurt), Saucen, Süßigkeiten (Kaugummi, Speiseeis), Würzmittel (Essig),<ref name="FoodAllergy">Dean D. Metcalfe, Hugh A. Sampson, Ronald A. Simon: Food Allergy: Adverse Reactions to Foods and Food Additives. 4. Auflage, Blackwell Publishing, 2009, ISBN 978-1-4051-5129-0, S. 416.</ref> Marmelade, Frühstücksgetreideprodukte u. a. Lebensmittel verwendet. Betanin hat nahezu kein Potenzial als allergieauslösender Stoff.<ref name="FoodAllergy" />
Struktur
Die erste Trennung, Kristallisation und Strukturanalyse des Betanins wurde 1957 von Hugo Wyler und André Dreiding berichtet.<ref>H. Wyler, A. S. Dreiding: Kristallisiertes Betanin. Vorläufige Mitteilung. In: Helvetica Chimica Acta. Band 40, Nr. 1, 1957, S. 191–192, doi:10.1002/hlca.19570400122.</ref> Frühere Versuche der Strukturaufklärung, unter anderem durch Robert Robinson, waren erfolglos geblieben.<ref>Das Geheimnis des roten Farbstoffs in Randen und Kakteen (Seite 15).</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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- Tetrahydropyridin
- Dicarbonsäure
- Indolin
- Pflanzenfarbstoff
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- Hydroxymethyloxan