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Philippa Marrack

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Datei:Philippa Marrack 1992 - National Jewish Health.jpg
Philippa Marrack, 1992

Philippa Charlotte Marrack (* 28. Juni 1945 in Ewell, Surrey, England) ist eine britisch-US-amerikanische Biochemikerin und Immunologin. Sie ist Professorin an der University of Colorado in Denver, Colorado.

Leben

Philippa Marrack erwarb an der University of Cambridge einen Bachelor und einen Master (1967) in Biochemie und einen Ph.D. in Biologie („Biological sciences“, 1970). Als Postdoktorandin arbeitete sie 1970/1971 am MRC-Labor für Molekulare Biologie in Cambridge und von 1971 bis 1973 bei Richard Dutton an der University of California, San Diego in La Jolla, Kalifornien.

1974 übernahm sie eine Stelle als Forschungsassistentin in der Abteilung für Mikrobiologie an der University of Rochester in Rochester, New York. Dort erhielt sie auch eine erste Juniorprofessur (Assistant Professor 1975, Associate Professor 1979). Ab 1976 forschte sie für die American Heart Association, ab 1979 – zum Teil in führender Position – für die National Jewish Health, eine führende Einrichtung der immunologischen und allergologischen Forschung mit Sitz in Denver, Colorado.

1980 wurde Marrack Associate Professor in der Abteilung für Biophysik, Biochemie und Genetik an der University of Colorado in Denver. Fünf Jahre später erhielt sie eine ordentliche Professur, die sie noch heute (Stand 2011) innehat.

Philippa Marrack ist eine Nichte des Immunologen John Marrack. Sie war in erster Ehe mit dem Biochemiker Tony Hunter verheiratet. Zahlreiche Arbeiten hat sie mit ihrem späteren Ehemann John W. Kappler veröffentlicht.

Wirken

Philippa Marrack hat gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Immunologen John W. Kappler, wichtige Erkenntnisse über die molekularen Grundlagen der Erkennung von Antigenen durch T-Zellen beigetragen. So konnten sie unter anderem zeigen, dass der T-Zell-Rezeptor aus zwei Untereinheiten besteht und sowohl MHC-Moleküle als auch Antigene erkennt. Sie beschrieben außerdem den T-Zell-Rezeptor und den zeitlichen Rahmen, in dem sein Gen-Rearrangement stattfindet, und konnten die Elimination von T-Zell-Klonen als zentralen Mechanismus der Selbsttoleranz identifizieren. Diese Erkenntnisse sind grundlegend für das Verständnis von Autoimmunkrankheiten, Allergien, Transplantatabstoßung und Impfungen. Darüber hinaus entdeckte Marrack die Superantigene, die besonders heftige Reaktionen des Immunsystems auslösen können.

Marrack ist in den wissenschaftlichen Beiräten zahlreicher Fachgesellschaften und -zeitschriften vertreten. In den Jahren 2000/2001 fungierte sie als Präsidentin der American Association of Immunologists.<ref name="AAI-PP">The American Association of Immunologists: AAI Past Presidents and Officers ; abgerufen am 7. Mai 2019.</ref> Seit 2019 zählt sie der Medienkonzern Clarivate zu den Favoriten auf einen Nobelpreis (Clarivate Citation Laureates).

Auszeichnungen (Auswahl)

Weblinks

Commons: Philippa Marrack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1978: George Davis Snell, Jean Dausset, Jon van Rood | 1979: Roger Sperry, Arvid Carlsson, Oleh Hornykiewicz | 1980: César Milstein, Leo Sachs, James L. Gowans | 1981: Barbara McClintock, Stanley Norman Cohen | 1982: Jean-Pierre Changeux, Solomon H. Snyder, James Whyte Black | 1983/4: nicht vergeben | 1984/5: Donald F. Steiner | 1986: Hayaishi Osamu | 1987: Pedro Cuatrecasas, Meir Wilchek | 1988: Henri-Géry Hers, Elizabeth F. Neufeld | 1989: John Gurdon, Edward B. Lewis | 1990: Maclyn McCarty | 1991: Seymour Benzer | 1992: Judah Folkman | 1993: nicht vergeben | 1994/5: Michael Berridge, Yasutomi Nishizuka | 1995/6: Stanley Prusiner | 1996/7: Mary Frances Lyon | 1998: Michael Sela, Ruth Arnon | 1999: Eric Kandel | 2000: nicht vergeben | 2001: Avram Hershko, Alexander Varshavsky | 2002/3: Ralph L. Brinster, Mario Capecchi, Oliver Smithies | 2004: Robert Allan Weinberg, Roger Tsien | 2005: Tony Hunter, Anthony Pawson, Alexander Levitzki | 2006/7: nicht vergeben | 2008: Howard Cedar, Aharon Razin | 2009: nicht vergeben | 2010: Axel Ullrich | 2011: Shin’ya Yamanaka, Rudolf Jaenisch | 2012: Ronald M. Evans | 2013: nicht vergeben | 2014: Nahum Sonenberg, Gary Ruvkun, Victor Ambros | 2015: John W. Kappler, Philippa Marrack, Jeffrey Ravetch | 2016: C. Ronald Kahn, Lewis C. Cantley | 2017: James P. Allison | 2018: nicht vergeben | 2019: Jeffrey M. Friedman | 2020: Emmanuelle Charpentier, Jennifer A. Doudna | 2021: Joan A. Steitz, Lynne E. Maquat, Adrian R. Krainer | 2022: nicht vergeben | 2023: Daniel J. Drucker | 2024: Botond Roska, José-Alain Sahel | 2025: Pamela J. Bjorkman Vorlage:Klappleiste/Ende

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