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Zeche Klosterbusch

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Zeche Klosterbusch
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Datei:Bo Stiepel Zeche Klosterbusch 84-26 1200dpi + Luftbild Alt-Bochum Zeche Klosterbusch, Seilbahn, Querenburg, ca 1926-1938.jpg
Zeche Klosterbusch, am rechten Bildrand ist die Seilbahn zu erkennen, ca. 1926–1938
Förderung/Jahr ca. 400.000 t
Förderung/Gesamt 12.987.000 t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte ca. 1000
Betriebsbeginn 1918
Betriebsende 1961
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 26′ 21,1″ N, 7° 16′ 13,2″ OKoordinaten: 51° 26′ 21,1″ N, 7° 16′ 13,2″ O
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Zeche Klosterbusch (Regionalverband Ruhr)
Zeche Klosterbusch (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Klosterbusch
Standort Querenburg
Gemeinde Bochum
Kreisfreie Stadt (NUTS3) Bochum
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Klosterbusch war ein Steinkohlen-Bergwerk im Bochumer Stadtteil Querenburg. Es befand sich im unteren Lottental, südlich der heutigen Ruhr-Universität Bochum. Heute ist der Steinbruch noch weithin sichtbar.

Steinkohlenbergbau

Die bergrechtliche Gewerkschaft der Zeche „Vereinigte Klosterbusch“ geht auf die Eisenstein-Zeche Vereinigte Klosterbusch in Essen-Werden zurück. Diese Gewerkschaft erwarb 1918 die Steinkohlengewerkschaften Sonnenschein, Johann-Diedrich und Buchwald in (Bochum-)Querenburg.

In Querenburg wurden zunächst im Jahre 1918 zwei tonnlägige Schächte in Betrieb genommen, 1924 folgte ein seigerer (senkrechter) Förderschacht, 1937 ein Wetterschacht und 1955 ein weiterer Wetterschacht an der Haarstraße. Die Förderung erreichte eine Teufe von 368 Metern. Die Schachtanlage wurde am 31. Juli 1961 geschlossen, heute befindet sich in einem der tonnlägigen Schächte eine der beiden breitbandigen seismischen Messstationen der Ruhr-Universität, die gleichzeitig Bestandteil des Deutschen Seismologischen Regionalnetzes (GRSN) sind.

1926 wurde eine Jahresförderung von 350.000 Tonnen Esskohle erreicht, 1937 454.000 Tonnen Kohle und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Stilllegung im Jahre 1961 schaffte man wieder über 300.000 Tonnen jährlich, die im Wesentlichen dem Hausbrand dienten.

Jahresförderung und Belegschaft

Datei:Diagramm Klosterbusch.jpg
Verlauf der Steinkohleförderung und Entwicklung der Belegschaft
Jahr Geförderte Kohlemenge
in Tonnen
Anzahl Bergleute
1920 050.000 0270
1922 123.000 0753
1924 129.000 0739
1927 333.000 1159
1935 428.800 1035
1937 454.100 1198
1945 170.400 0882
1950 329.250 1288
1951 324.700 1387
1918–1961 12.9897.000

Tagesanlagen

Datei:Klosterbusch Panorama.jpg
Blick auf den Kalwes von der Hevener Straße – Die roten Pfeile zeigen die Fundamente der Seilbahn; Im Hintergrund die Wand des Steinbruchs Klosterbusch

Der Transport der geförderten Kohle erfolgte über eine im Jahr 1920 gebaute und inbetriebgenommene Seilbahn zu einer Verladestation an der Ruhrtalbahn bei der Zeche Holland in Herbede. Am linken Ruhrufer befanden sich auch Kohlenwäsche, Aufbereitung und das spätere Verwaltungsgebäude der Zeche. Die Fundamente der Stützenträger sind teilweise in den Feldern noch erkennbar.

Datei:Bochum, Zeche Klosterbusch, 2023-04 CN-02.jpg
Das noch erhaltene Werkstattgebäude mit Pferdeställen im UG der Zeche Klosterbusch (2023)

Die Tagesanlagen im Lottental sind noch zum Teil erhalten. Vor der Fertigstellung der entsprechenden Gebäude auf dem Campus befand sich im Bürogebäude und der anschließenden Waschkaue die Bibliothek der Ruhr-Universität Bochum. Weiterhin wurde es auch von Institutionen (z. B. Geologie) der Ruhr-Universität benutzt.<ref name=":0">Zeche Klosterbusch soll abgerissen werden. Warum? In: Bochumschau. Abgerufen am 25. April 2025.</ref> Zeitweise war in den auf dem Gesamtgelände benachbarten Verwaltungsgebäuden eine Wohngemeinschaft von studentischen Hausbesetzern ansässig. Nachdem die Gebäude von 1991 bis 1994 und im Oktober 1995 zum zweiten Mal besetzt wurden, stand diese danach wiederum lange Zeit leer.

Seit März 2014 wird die Zeche und der hiesige Bergbauwanderweg Ruhr-Universität auch in der Route der Industriekultur, Themenroute Bochum aufgeführt.

Die noch vorhandenen Gebäude stehen leer. Nach Plänen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW sollen die restlichen in einem Landschaftsschutzgebiet stehenden Hallen rückgebaut werden.<ref name=":0" />

Steinbruch

Datei:Klosterbusch 4a.jpg
Aufschluss an der ehemaligen Zeche Klosterbusch, die rote Linie verdeutlicht den Verlauf des „Stockumer Sattels“, einer Faltung des Gebirges


Der Steinbruch der Zeche Klosterbusch am Berg „Kalwes“ ist der größte geologische Aufschluss in Bochum, die Wand ist auf Grund ihrer geologischen Bedeutung als Naturdenkmal ND 2.5 unter Schutz gestellt worden.

Die Fläche vor dem Steinbruch wird als Versuchsfläche und zur Kompostierung von Schnittgut des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum genutzt. Eine öffentliche Zugänglichkeit besteht aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht, jedoch werden zu bestimmten Anlässen Führungen angeboten.

Literatur

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Wilhelm und Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. Langewiesche, Königstein im Taunus 1981, ISBN 3-7845-6990-0.
  • Karl-Heinz Bader, Karl Röttger: 250 Jahre märkischer Steinkohlebergbau. Ein Beitrag zur Geschichte des Bergbaus, der Bergverwaltung und der Stadt Bochum. Unter Mitarb. Studienverlag Brockmeyer, Bochum 1987, ISBN 3-88339-590-0.
  • Umweltamt der Stadt Bochum (Hrsg.): Tag des Geotops 2006 (Faltblatt).
  • Hans-Jürgen Lewer, Klaus Eichholz, Jörgen Beckmann: Die Gewerkschaft Klosterbusch in Querenburg und Herbede. Rückblick des Bergwerkdirektors Ewald Sonnenschein von 1918–1927. In: Quellen zur Hevener und Herbeder Geschichte, Heft 5, 2016.
  • Hans H. Hanke: Zeche Klosterbusch. In: Bochumer Zeitpunkte, Nr. 44 (Dezember 2023), S. 48–51.

Weblinks

Commons: Zeche Klosterbusch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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