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Breiteneich

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Breiteneich (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Breiteneich
Verwaltungssprengel
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Horn
Koordinaten 48° 40′ 27″ N, 15° 41′ 34″ OKoordinaten: 48° 40′ 27″ N, 15° 41′ 34″ O
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Höhe 330 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 353 (2001)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3580f1
Vorwahl +43/02982f1
Ortsvorsteher Stefan Keuschf1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03963
Katastralgemeindenummer 10004
Zählsprengel/ -bezirk Breiteneich (31109 005)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Breiteneich ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Horn im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie

Der Ort liegt am östlichen Rand des Horner Beckens. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 330 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 8,76 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand: <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 03963">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).

Postleitzahl

In Horn finden verschiedene Postleitzahlen Verwendung. Breiteneich hat die Postleitzahl 3580.

Geschichte

Die Gegend von Breiteneich war bereits zur Jungsteinzeit besiedelt, wie verschiedene Funde belegen.<ref>Hermann Maurer: Zwei neue zoomorphe Plastiken der Linearkeramik aus Breiteneich, VB Horn, Niederösterreich. In: Fundberichte aus Österreich, 34. Jg. (1995), S. 435–436.</ref> Im Mittelalter wurde der Ort erstmals 1223 urkundlich erwähnt. Um 1400 ist ein Jörg der Praytenaycher nachweisbar und 1429 finden sich erste Hinweise auf eine Burganlage, die in einer Quelle Capella Castri Praittenaich genannt wird. 1541 errichteten Margarthe und Erasmus von Schneckenreith Schloss Breiteneich als eines der frühesten Renaissance-Schlösser Niederösterreichs.<ref>Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Auflage, Salzburg 1984, ISBN 3-900173-01-X, S. 85.</ref> Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 62 Häusern genannt, das nach Horn eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Breiteneich besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Horn ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Breiteneich und Stift Altenburg.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Breiteneich zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Sattler, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, ein Schuster, eine Spiritusbrennerei, ein Tischler und mehrere Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 216 (PDF).</ref> Am 1. Oktober 1938 wurde die Orts- und Katastralgemeinde Breiteneich nach Horn eingemeindet und am 10. Oktober 1945 wieder selbstständig. Seit 1. Januar 1970 gehört der Ort wieder zur Stadtgemeinde Horn.<ref>Herman Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs 2). Linz 1989, ISBN 3-900387-22-2, S. 151.</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Anzahl Einwohner
(Quelle: Historisches Ortslexikon Niederösterreich<ref>Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Niederösterreich Teil 2, Breiteneich, S. 46 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).</ref>)
Jahr 18301890192319511961197119912001
Einwohner 283384424377329328299353

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

In Breiteneich gibt es einen Kindergarten.<ref>Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref>

Verkehr

Breiteneich liegt an der Gemeindestraße von Horn nach Rodingersdorf und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Bedarfshaltestelle Breiteneich b. Horn. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt die Haltestelle Breiteneich-Ortsmitte der Linien 1251 (Retz-Jetzelsdorf), 1253 und 1255 (Horn-Retz), 1302 (Horn-Eggenburg), 1315 (Horn-Weitersfeld) und 9156 (Schweinburg-Horn) an.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Breiteneich - altes Schloss.JPG
Altes Schloss in Breiteneich
  • Schloss Breiteneich: Das Alte Schloss wurde 1541 errichtet, gelangte 1766 in den Besitz der Familie Hoyos und befindet sich heute nach mehreren Besitzwechseln in Privatbesitz. Das danebenliegende Neue Schloss wurde 1670 errichtet.<ref name="Eppel">Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, ISBN 3-900173-01-X, S. 85.</ref>
  • Preußenfriedhof: Außerhalb des Ortes befindet sich der Preußenfriedhof. Ein Denkmal erinnert an die Ereignisse im Jahr 1866 nach einer Cholera-Epidemie während des Österreichisch-Preußischen Kriegs bestatteten Soldaten der Preußischen Armee.
  • An der Straße nach Horn steht an der rechten Seite die ehemalige Schlosstaverne, deren Bauweise dem Alten Schloss ähnelt. Sie ist ein zweigeschoßiges Gebäude mit einem schön verzierten Rundbogenportal. Die sechs Fenster im Obergeschoß werden von wuchernden Sgraffitibahnen geschmückt. Zwei gesattelte Pferde dominieren die Fassade, sie erwecken den Eindruck, als hätten sie ihre Reiter gerade abgeworfen. Zweimal scheint die Jahreszahl 1583 auf.

Literatur

  • Erich Rabl: Breiteneich im Spiegel von landeskundlichen Publikationen. In: Horner Kalender. Band 141 (2012) S. 59–66.
  • Erich Rabl: Die Volksschule von Breiteneich im Jahr 1945. In: Horner Kalender. Band 146 (2017) S. 99–101.
  • Erich Rabl: Breiteneich – einst und jetzt. Projekt „Heimatbuch Breiteneich“. In: Horner Kalender. Band 147 (2018) S. 81–88.
  • Erich Rabl: Breiteneich: Streiflichter aus der Geschichte des Ortes. In: Horner Kalender. Band 147 (2018) S. 89–93.
  • Erich Rabl: Die Lebensgeschichte der Breiteneicherin Maria Winkelhofer, geboren 1927. In: Horner Kalender. Band 150 (2021) S. 177–180.
  • Erich Rabl: Maria Pia von Roretz (1922–2019) – Von Breiteneich in die Welt hinaus und zurück. In: Horner Kalender. Band 151 (2022) S. 125–132.
  • Erich Rabl: Die Geschichte Breiteneichs bei Horn anhand von zehn Objekten. In: Horner Kalender. Band 153 (2024) S. 79–89.
  • Erich Rabl: Geschichte von Breiteneich im Horner Becken.
    • Band 1: Ortsentwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dorferneuerungsverein Breiteneich 2023.
    • Band 2: Wirtschaft – Kultur – Personen. Dorferneuerungsverein Breiteneich 2023.
  • Erich Rabl: Der lange Weg zum Breiteneich-Buch. In: Horner Kalender. Band 154 (2025) S. 173–179.
  • Vorlage:Austria Topographie Weiskern

Weblinks

Commons: Breiteneich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Katastralgemeinden und Ortschaften: Breiteneich | Doberndorf | Horn | Mödring | Mühlfeld

Stadt: Horn | Dörfer: Breiteneich • Doberndorf • Mödring • Mühlfeld | Siedlung: Hangsiedlung Rotte: Waldschenke | Zerstreute Häuser: Taffatal | Sonstige Ortslagen: Schloss Breiteneich • Schloss Hoyos • Raschmühle

Zählsprengel: Horn-Altstadt | Horn-Nord | Horn-Ost | Horn-Süd | Horn-West | Mödring | Doberndorf | Breiteneich | Mühlfeld | Wohnanl. Mödringer Str.

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