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Lisa Wagner

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Lisa Wagner auf der Berlinale 2025

Lisa Wagner (* 22. April 1979 in Kaiserslautern) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörbuch- sowie Hörspielsprecherin, deren Karriere 2001 am Bayerischen Staatsschauspiel begann. Seit 2006 steht sie für Film und Fernsehen vor der Kamera. Einem breiten Publikum wurde sie in der Rolle der ehrgeizigen Pflichtverteidigerin Regina Zimmer in der mehrfach preisgekrönten Tatort-Folge Nie wieder frei sein und als eigensinnige Kommissarin Winnie Heller in der ZDF-Krimireihe Kommissarin Heller bekannt.

Privatleben

Lisa Wagner wurde im April 1979 als Tochter eines Akademiker-Ehepaars in Kaiserslautern geboren<ref name="Munzinger">Lisa Wagner im Munzinger-Archiv, abgerufen am 23. September 2025 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref><ref name="sternde16">Kester Schlenz: Die Frau, die Beate Zschäpe war. In: Stern.de. 27. Januar 2016, abgerufen am 27. Januar 2016.</ref> und wuchs in einem pfälzischen Dorf auf.<ref>Joachim Schmitz: Wochenend-Interview: Lisa Wagner: Nur nicht kneifen. In: Schweriner Volkszeitung. 18. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Januar 2024; abgerufen am 26. September 2024.</ref> Sie hat einen älteren und einen jüngeren Bruder.<ref name="Munzinger" /> Bereits im Alter von vier Jahren stand sie bei einem Sommerfest ihres Vaters auf der Bühne.<ref name="sternde16" /> In ihrer Kindheit und Jugend war sie Balletttänzerin.<ref name="Munzinger" /> Ab ihrem 14. Lebensjahr bis zum Abschluss des Abiturs sammelte sie als Statistin am Pfalztheater in Kaiserslautern erste schauspielerische Erfahrungen.<ref name="sternde16" /> Sie lebt gegenwärtig in München.<ref>Lisa Wagner. In: Filmmakers. Abgerufen am 16. Januar 2016.</ref>

Karriere

Ausbildung und Theater

Wagner studierte von 1999 bis 2003 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding.<ref name="Munzinger" /> In dieser Zeit spielte sie bei den Münchner Kammerspielen.<ref name="sternde16" /> Ab der Spielzeit 2001/2002 erhielt sie noch während ihrer Ausbildung unter Intendant Dieter Dorn ein festes Engagement am Bayerischen Staatsschauspiel, das im Jahr 2011 endete.<ref name="Munzinger" /> Unter Dorns Regie war sie u. a. als Antoinette Plucheux in Floh im Ohr nach dem Lustspiel von Georges Feydeau, in der Rolle der Kunigunde von Thurneck in Heinrich von Kleists Das Käthchen von Heilbronn und als Lavinia in Androklus und der Löwe nach der Vorlage von George Bernard Shaw zu sehen.<ref name="Munzinger" /> Hierneben spielte sie in Jens-Daniel Herzogs Bühneninszenierung Turandot nach der Nachdichtung von Friedrich Schiller in der Titelrolle und war unter Thomas Langhoff die stumme Tochter Kattrin in Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder.<ref name="Munzinger" />

2002 wurde sie als Mitglied des „Chors der kriegsgefangenen Frauen von Troja“ in der Tragödie Hekabe des Euripides’ mit dem Kurt-Meisel-Preis ausgezeichnet.<ref>Freunde des Residenztheaters – Kurt-Meisel-Preis und Förderpreise. Abgerufen am 23. September 2025.</ref> 2003 erhielt sie den Förderpreis des Vereins der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels und den Bayerischen Kunstförderpreis.

Wagner ist seit 2017 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.<ref>Lisa Wagner bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, abgerufen am 18. August 2022.</ref>

Film und Fernsehen

Ihr Filmdebüt gab Wagner 2006 als Mitglied des Hauptensembles in Ralf Westhoffs Kino-Episodenfilm Shoppen, wo sie die Rolle der Irina verkörperte, einer jungen Frau, die in München an einem Speed-Dating teilnimmt, bei dem neun Frauen und neun Männer aufeinander treffen.<ref name="prisma">Lisa Wagner. In: prisma. Abgerufen am 26. Januar 2020.</ref> Diesem Film schlossen sich verschiedene kleinere Rollen in Fernsehfilmen an, unter anderem neben Wotan Wilke Möhring und Tim Bergmann in dem Fernsehdrama Ein riskantes Spiel und 2010 in Michael Gutmanns Beziehungsdrama Die letzten 30 Jahre.<ref name="prisma" /> In der Münchner Tatort-Folge Nie wieder frei sein war sie im Dezember 2010 in der Episodenhauptrolle der ehrgeizigen Pflichtverteidigerin Regina Zimmer zu sehen.<ref name="prisma" /> Für ihre dortige schauspielerische Leistung wurde sie mit dem Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und einem Sonderpreis beim Deutschen Fernsehkrimifestival 2011 ausgezeichnet.<ref name="prisma" /> 2012 spielte sie in der Polizeiruf 110-Folge Die Gurkenkönigin eine der beiden Töchter der von Susanne Lothar verkörperten Gurkenfabrikantin Luise König.<ref>Tilmann P. Gangloff: Vertretung: Schrecklich nette Familie. In: Der Tagesspiegel. 15. April 2012, abgerufen am 15. April 2012.</ref> In Matthias Tiefenbachers Gestern waren wir Fremde war sie im selben Jahr als zielstrebige, junge Bauingenieurin Sophie Ferber, deren Leben durch ein dunkles Familiengeheimnis eine dramatische Wendung nimmt, in der Hauptrolle zu sehen.<ref>ala/spot: Lisa Wagner: „Ich mag klare Ansagen“. In: Abendzeitung. 21. August 2013, abgerufen am 21. August 2013.</ref>

2013 bekam Wagner mit der ZDF-Krimireihe Kommissarin Heller eine eigene Fernsehserie; darin verkörperte sie die Titelfigur der eigensinnigen Kommissarin Winnie Heller.<ref>Kommissarin Heller. In: ZDF. 19. Dezember 2014, abgerufen am 12. Mai 2018.</ref> Für die Pilotfolge Tod am Weiher erhielt sie den Hessischen Fernsehpreis als beste Schauspielerin. Am 7. Dezember 2020 wurde bekannt, dass die Krimireihe nach der zehnten Episode Panik (ausgestrahlt am 16. Januar 2021) auf Wunsch der Hauptdarstellerin beendet wird.<ref>Glenn Riedmeier: „Komissarin Heller“: ZDF-Krimireihe endet überraschend. In: wunschliste.de. Imfernsehen, 7. Dezember 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.</ref><ref>ZDF-Kommissarin schmeißt hin und teilt gegen Fernsehbranche aus: „Könnte länger und sorgfältiger gearbeitet werden“. In: tz.de. 19. Januar 2021, abgerufen am 19. Januar 2021.</ref> Von Mai 2014<ref>Der Münchner „Tatort“ mit neuen Gesichtern. In: Das Erste, abgerufen am 15. April 2014.</ref> bis Oktober 2016<ref>Stefanie Thyssen: Personalwechsel beim Münchner „Tatort“. In: Merkur. 12. Oktober 2016, abgerufen am 19. April 2019.</ref> gehörte sie als Leiterin der Operativen Fallanalyse zum Team des Münchner Tatorts.

Unter der Regie von Christine Hartmann übernahm sie 2014 in dem Fernsehfilm Elly Beinhorn – Alleinflug die Rolle der deutschen Fliegerin Marga von Etzdorf. In Friedemann Fromms Fernsehdrama Momentversagen war sie im selben Jahr als schwangere Ehefrau des von Felix Klare dargestellten untreuen Staatsanwalts Manuel Bacher zu sehen. In der Filmkomödie Vorstadtrocker, dem Debütfilm von Martina Plura, übernahm sie 2015 an der Seite von Fabian Busch die Rolle der Familienmutter Alex. Von September 2015 bis Mai 2018 gehörte sie zum festen Schauspielerensemble der Fernsehserie Weissensee. Sie war ab Folge 13 in der Rolle der Journalistin Katja Wiese zu sehen.<ref>Lisa Wagner als Katja Wiese. In: Weissensee. ARD | Das Erste, 29. September 2018, abgerufen am 29. September 2018.</ref> 2016 spielte sie in dem Dokudrama Letzte Ausfahrt Gera – Acht Stunden mit Beate Zschäpe die Rechtsextremistin Beate Zschäpe<ref name="sternde16" /> und in dem ebenfalls dokumentarischen Film Erich Kästner – Das andere Ich Kästners Lebensgefährtin Luiselotte Enderle.<ref>Erich Kästner – Das andere Ich. In: Norddeutscher Rundfunk. 28. November 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. September 2017; abgerufen am 28. November 2020.</ref> In Wolfgang Murnbergers österreichisch-deutscher Tragikomödie Nichts zu verlieren übernahm sie die Rolle der Trauerbegleiterin Irma Anders.<ref>Frank Jürgens: TV-Programm am Mittwoch: Trauer mal anders: Gute Tragikomödie: „Nichts zu verlieren“ in der ARD. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 29. August 2018, abgerufen am 29. August 2018.</ref> Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Wagner und Murnberger erfolgte 2020 mit der Filmkomödie Schönes Schlamassel, in der sie mit Verena Altenberger als deren beste Freundin Laura Lorenz vor der Kamera stand.<ref>Schönes Schlamassel: Fragen an Verena Altenberger und Lisa Wagner. In: Bayerischer Rundfunk. 20. Juli 2020, abgerufen am 20. Juli 2020.</ref> In dem am Ende des Zweiten Weltkrieges spielenden Filmdrama Das Glaszimmer war sie ebenfalls 2020 als Mutter des Protagonisten Felix zu sehen.<ref>Svenja Runciman: GOKA-Preisträgerin Lisa Wagner dreht „Das Glaszimmer“. In: goldenekamera.de. 3. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. August 2021; abgerufen am 3. Juni 2019.</ref>

Von 2021 bis 2023 war Wagner in der Fernsehserie Die Wespe an der Seite von Florian Lukas als dessen untreue Ehefrau Manu Frotzke zu sehen.<ref>Bernhard Blöchl: Sky-Serie "Die Wespe": Auf eine Partie Darts mit Schauspielerin Lisa Wagner. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Dezember 2023, abgerufen am 1. Dezember 2023.</ref> Die Rolle brachte ihr 2022 den Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie „Schauspieler in einer komödiantischen Rolle“ ein.<ref>"Die Wespe" Lisa Wagner gewinnt Deutschen Schauspielpreis | Gaumont. In: Gaumont GmbH. 10. September 2022, abgerufen am 10. September 2022.</ref> Doris Dörrie besetzte sie 2022 neben Andrea Sawatzki und Nilam Farooq in ihrer Komödie Freibad als resolute Freibadmeisterin Rocky, die in Bayern das einzige Frauenfreibad Deutschlands leitet.<ref>Neu im Kino: 'Freibad' – Sommerkomödie von Doris Dörrie. In: halloherne.de. 31. August 2022, abgerufen am 31. August 2022.</ref> In Andreas Dresens vielfach preisgekrönter Filmbiografie In Liebe, Eure Hilde, die im Oktober 2024 uraufgeführt wurde, übernahm sie an der Seite von Liv Lisa Fries die Rolle der Gefängniswärterin Anneliese Kühn.<ref>Pamela Jahn: Andreas Dresen über IN LIEBE, EURE HILDE: “Wann ist der Moment, wo ich den Mund aufmache und mich auflehne?” In: cineville.de. 14. Oktober 2024, abgerufen am 14. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>In Liebe, Eure Hilde | Emotionale Widerstandsgeschichte von Andreas Dresen. In: kunstundfilm.de. 15. Oktober 2024, abgerufen am 15. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der achtteiligen deutsch-dänischen Serie Die Affäre Cum-Ex, die im Februar 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere hatte, verkörperte sie die Staatsanwältin Lena Birkwald.<ref>Marcus Jung: Die deutsch-dänische Serie „Die Affäre Cum-Ex“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. März 2025, abgerufen am 22. März 2025.</ref><ref>Sarah Hegemann: Lisa Wagner über „Die Affäre Cum-Ex“: „Der Zuschauer ist mit der Sympathie beim Täter, doch das kippt dann irgendwann“. In: Prisma. 15. April 2025, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Filmografie

Kurzfilme

  • 2006: Li
  • 2010: Nebeneinander
  • 2015: A Photo of Us
  • 2017: Krampus

Kinofilme

Fernsehen

Fernsehfilme

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Fernsehserien und -reihen

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Theater (Auswahl)

Residenztheater München

Sprechrollen (Hörspiel/Hörbuch)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

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