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Ancar

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Ancar (Ancar Automóveis de Angola, S.A.) war ein angolanisches Privatunternehmen, das im Jahre 2001 ein Joint-Venture mit der Škoda Auto zur Etablierung eines Fahrzeug-Montagewerks in Angola gründete.<ref>Ancar kommt nicht vom Fleck. In: nexus. 7. Juli 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. September 2012; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Volkswagen to build assembly plant in Angola (englisch)</ref> Ancar galt als Ableger der Tarnfirma Ancar World Wide Investments Holding, einem dubiosen Finanzunternehmen mit europäischem Kapital, das in den Vereinigten Staaten von Amerika registriert ist. Ancar Angola gibt es jedoch inzwischen nicht mehr und das Projekt wurde, sowohl auf deutscher, als auch auf angolanischer Seite, wegen schwerwiegender Korruptionsvorwürfe gegen die damaligen Hauptverantwortlichen eingestellt.<ref>Michael Fröhlingsdorf, Dietmar Hawranek, Sven Röbel: Das Schattenreich. In: Der Spiegel. 24. Juli 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. Oktober 2024]).</ref>

Vorgeschichte

Die Initiatoren des damaligen Projektes waren der ehemalige Škoda-Auto-Vorstand Helmuth Schuster<ref>Geschäftspartner des Skoda-Personalvorstands Schuster war gesuchter Betrüger. VW wusste seit Jahren von Machenschaften. In: Wirtschaftswoche. 14. Juli 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Februar 2013;.</ref> sowie der von der spanischen Guardia Civil mit Haftbefehl gesuchte Serienbetrüger Johann Johannsen.<ref>NDR: Presseerklärung: VW-Skoda war rechtzeitig vor dubiosen Geschäftspartnern des Vorstands Schuster gewarnt. Abgerufen am 23. Oktober 2024.</ref> Aufgrund dubioser Geschäftspraktiken der beiden machte der NDR am 14. Juli 2005 in seinem Politmagazin Panorama auf die VW-Korruptionsaffäre aufmerksam. Entsprechend dieser Nachrichten reagierte der Verwaltungsrat von Volkswagen mit einer Entlassung des Vorstandsmitgliedes und erwirkte zusätzlich, den Bau des Werkes zu beenden. Der gute Ruf von Volkswagen stand in Afrika auf dem Spiel. Man befürchtete, es handele sich bei dem Partnerunternehmen um eine Scheinfirma.<ref>Guido Heinen: "Vertrauensspesen". In: WELT. 12. November 2005, abgerufen am 23. Oktober 2024.</ref> Volkswagen führte weitere Verhandlungen erst nach einer ausgiebigen Überprüfung der Firma fort und stellte daraufhin das Projekt ein.

Heutiger Stand

Volkswagen kündigte jedoch überraschend am 28. Juni 2008 in einer Pressemitteilung eine Fortführung der Bauarbeiten sowie die Werkseröffnung für 2009 an.<ref>VW goes Africa. Produktion demnächst auch in Angola. In: N24. SevenOne Intermedia GmbH, 28. Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juni 2008;.</ref> Dafür wurde eine Investition in Höhe von 15 Millionen US-Dollar vorgesehen, einschließlich zum Aufbau eines landesweiten Händlernetzwerkes. Ein anderes angolanisches Unternehmen, ASGM, wollte sich mit einem Kapital in Höhe von 48 Millionen US-Dollar beteiligen.<ref>Afrika-Investition: VW startet Produktion in Angola. Abgerufen am 23. Oktober 2024.</ref><ref>VW baut Standort in Angola aus - Bau von Polo, Jetta und Passat. In: finanzen.net. finanzen.net GmbH, 29. Juni 2008, abgerufen am 21. Oktober 2024.</ref> Die Infrastruktur mit dem dazugehörigen Händlernetzwerk ist momentan der Volkswagen of South Africa unterstellt.

Der gegenwärtige Stand ist tatsächlich so, dass es beim Volkswagenkonzern derzeit keinerlei Überlegungen gibt, an diesem Projekt weiterzuarbeiten (Stand Februar 2011).

Nach den ursprünglichen Plänen, die in den Jahren 2001 bis 2005 gültig waren, hätte es sich bei dem Werk lediglich um einen Montagebetrieb gehandelt, der in Lissabon, Portugal zerlegte Fahrzeuge wieder zusammenbaut und dem Betreiber hohe Gewinne versprach. Angolanische Gesetze hätten dies ermöglicht, weil man sich mit dieser Verfahrensweise neue Arbeitsplätze für die Menschen in dem aufstrebenden Land versprach.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der VW-Skandal (Memento vom 7. Januar 2017 im Internet Archive)</ref>

China baut

Das Projekt der Volkswagen AG ist inzwischen vorläufig eingestellt worden.<ref>VW postpones plant plans in Angola (englisch) 16. Februar 2009</ref> Die Regierung von Angola hat aufgrund der Verwicklungen, die bis in höchste Regierungskreise führten, (Welwitschia dos Santos war an Ancar beteiligt und ist eine Tochter von Staatspräsident José Eduardo dos Santos), davon öffentlich Abstand genommen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.botschaftangola.deWebseite Angolanische Botschaft Berlin (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2015. Suche im Internet Archive )</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volkswagen Ancar Assembly Plant Project Angola - Korruptionsvorwürfe haben dieses Projekt beendet (Memento vom 7. Oktober 2012 im Internet Archive) (englisch)</ref> Stattdessen wurde auf dem vorgesehenen Gelände, dem Pólo Industrial de Viana, in Viana ein vom China International Fund finanziertes Joint-Venture-Projekt unter dem Namen CSG Automóvel fabricado em Angola<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CSG Auto Fabrikgelände in Viana (Memento vom 24. September 2010 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Angola: The New Detroit? (Memento vom 10. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch)</ref> errichtet. Hier werden bereits Yumsun Nissan-Modelle gebaut (Stand 2011).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chinesen planen Autoproduktion in Afrika (Memento vom 24. Januar 2010 im Internet Archive)</ref>

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Einzelnachweise

<references />

Weblinks