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Lexus LFA

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Lexus
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LFA
Produktionszeitraum 12/2010–12/2012
Klasse Sportwagen
Karosserieversionen Coupé
Motoren Ottomotor:
4,8 Liter
(412–420 kW)
Länge 4505 mm
Breite 1895 mm
Höhe 1220 mm
Radstand 2605 mm
Leergewicht 1480–1580 kg

Der Lexus LFA ist ein zweisitziger Supersportwagen von Lexus. Das Fahrzeug ist nach dem IS-F das zweite Modell in der F Performance-Reihe.

Geschichte

Der erste Prototyp entstand 2003, 2004 folgten Tests auf dem Nürburgring.<ref name="focus-12976561">Stefan Grundhoff: LF-A: Der japanische Spitzensportler. In: Focus Online. 21. Februar 2021, abgerufen am 6. Januar 2022.</ref> Premiere hatte das erste Konzeptfahrzeug LF-A auf der North American International Auto Show im Jahr 2005, 2007 folgte eine zweite LF-A-Studie mit einem komplett eingerichteten Interieur; beide nahmen auch die Lexus-Designsprache L-Finesse auf.<ref>Thomas Imhof: Nur noch die Motoren flüstern bei Lexus. In: welt.de. 1. Oktober 2005, abgerufen am 4. Januar 2022.</ref><ref>rhi: Mit Finesse: Lexus auf der Tokyo Motor Show 2007. In: heise.de. 26. Oktober 2007, abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> Die dritte Studie, ein Roadster, wurde im Jahr 2008 gezeigt. Das Serienmodell des LFA wurde im Oktober 2010 auf der Tokyo Motor Show präsentiert.

Lexus stellte auf dem Genfer Auto-Salon im März 2011 ein Sondermodell mit Nürburgring-Performance-Paket vor. Von dieser Version sollen nur 50 Stück gebaut werden. Sie leistet 7 kW (10 PS) mehr als das Basismodell, ist 5 kg leichter und kostet 70.000 Euro Aufpreis.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Automobil-Produktion.de: Lexus: vom Hochleistungssportler bis zum Vollhybrid (Memento vom 3. Juni 2015 im Internet Archive) Original-Artikel vom 9. Februar 2011.</ref><ref name="focus-12976561" /> Zum Nürburgring-Paket gehören unter anderem eine strömungsgünstigere Karosserie, andere Räder und Reifen und spezielle Lackierungen in Mattschwarz, Schwarz, Weiß oder Orange.

Das Produktionsvolumen des LFA war auf insgesamt 500 Fahrzeuge begrenzt, wobei ein LFA pro Tag hergestellt wurde.<ref>Sportwagen: Lexus LFA gegen Mercedes SLS AMG. In: autozeitung.de. 15. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2022; abgerufen am 6. Januar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.autozeitung.de</ref> Am 14. Dezember 2012 hat der letzte Sportwagen der limitierten Auflage die Produktionsstätte Motomachi in der Präfektur Aichi in Japan verlassen.<ref>Christian Sauer: Der letzte Samurai: Lexus LFA Produktionsende. In: driversclubgermany.com. 1. Januar 2013, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Januar 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.driversclubgermany.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Eine Runde auf dem Nürburgring wurde mit 7 Minuten 14 Sekunden gemessen.<ref name="focus-12976561" />

Im August 2025 wurde auf der kalifornischen Monterey Car Week ein batterieelektrischer LFA Concept vorgestellt.<ref>Patrick Solberg: Toyota elektrifiziert weiter: Vorstellung Toyota GR GT und Lexus LFA Concept. In: heise.de. 5. Dezember 2025, abgerufen am 7. Januar 2026.</ref>

Technik

Datei:V10 1LR-GUE LFA model without-Logo.jpg
Der V10-Motor des LFA

Die Karosserie des 4,51 m langen Lexus LFA und ihr Gerüst bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CfK), lediglich der Hilfsrahmen ist aus Aluminium.<ref name="n-tv-025769">Patrick Broich, sp-x: Lexus LFA - aus einer anderen Epoche. In: n-tv.de. 1. Januar 2022, abgerufen am 27. Dezember 2023.</ref><ref name="focus-1830057">Bernhard Santer: Die Adrenalintherapie. In: Focus Online. 12. November 2013, abgerufen am 27. Dezember 2023.</ref> Die Vorderräder sind an Doppelquerlenkern, die Hinterräder an Quer- und Längslenkern aufgehängt.<ref name="auto-mot-10560">Jochen Übler: Lexus LFA im Test: V10-Supersportler mit 560 PS; samt Technischen Daten. In: auto-motor-und-sport.de. 1. September 2010, abgerufen am 6. Januar 2022.</ref>

Der LFA hat einen hinter der Vorderachse eingebauten V10-Motor, der in Kooperation mit Yamaha von Grund auf entwickelt wurde; sein Zylinderbankwinkel beträgt 72 Grad.<ref name="auto-mot-Lexus_LF">Jochen Übler: Lexus LF-A im Fahrbericht: Fahrdynamische Kostprobe vom Feinsten. In: auto-motor-und-sport.de. 8. Mai 2010, abgerufen am 6. Januar 2022.</ref> Der nicht aufgeladene<ref name="n-tv-025769"/> Motor des LFA mit 4,8 Litern Hubraum erzeugt eine Leistung von 412 kW (420 kW mit dem Nürburgring-Paket<ref name="autobild-160049">Jan Götze: Exklusive Ausfahrt im Eine-Million-Euro-Lexus. In: autobild.de. 21. Juni 2025, abgerufen am 21. Juni 2025.</ref>) und erreicht eine Höchstdrehzahl von 9000/min. Er liefert ein maximales Drehmoment von 480 Newtonmetern bei 6800/min. Die Ventile und Pleuel bestehen aus Titan.<ref name="auto-mot-Lexus_LF" /> Der Motor ist mit variabler Ventilsteuerung (VVT-i) für Ein- und Auslass, 12-Loch-Hochdruck-Einspritzdüsen und Fächerkrümmer versehen, die dazu beitragen, dass mindestens 90 % des maximalen Drehmoments im Bereich zwischen 3700 und 9000/min abgegeben werden können.

Die Leistung des 200 kg schweren<ref name="auto-mot-Lexus_LF" /> V10-Motors wird über ein automatisiertes sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe (ASG) über ein Torsen-Sperrdifferenzial an die Hinterräder übertragen. Durch das unmittelbar an der Hinterachse angeordnete Getriebe (Transaxle) ergibt sich eine Achslastverteilung von 48:52 zugunsten der Hinterachse. Das automatisierte Schaltgetriebe hat vier Fahrmodi (Auto, Sport, Normal und Nass), die über einen Drehschalter am Instrumententräger wählbar sind. Mit jeweils speziellen Schaltprofilen hat jeder Modus eine eigene Motor- und Bremskontroll-Charakteristik, die dem Fahrer die Anpassung an die jeweiligen Fahrbahnverhältnisse ermöglicht. Die Schaltgeschwindigkeit kann in sieben Stufen von 0,2 Sekunden für sportliches Fahren bis zu 1,0 Sekunde für bequemes Gleiten über einen Wählschalter geändert werden. Die Bremsanlage arbeitet mit Bremsscheiben aus Carbon-Keramik.<ref name="focus-1830057"/>

Technische Daten

Datei:Lexus LFA 1101.JPG
LFA, Motorraum
Lexus LFA
Motorbauart:  längs eingebauter V10-Frontmotor
Hubraum:  4805 cm³
Bohrung × Hub: 88 × 79 mm
Verdichtung: 12,0:1
Leistung:  412 kW (560 PS) bei 8700/min
Drehmoment:  480 Nm bei 6800/min
Getriebe: automatisiertes sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe (ASG)
Antrieb: Hinterradantrieb
Reifen v/h: 265/35ZR20 (95Y)
305/30ZR20 (99Y)
Bremse v/h: 390 mm Innenbelüftete und gelochte zweiteilige Bremsscheiben aus Karbon-Keramikmaterial (CCM) mit 6-Kolben-Bremssätteln
360 mm Innenbelüftete und gelochte zweiteilige Bremsscheiben aus Karbon-Keramikmaterial (CCM) mit 4-Kolben-Bremssätteln
Vmax 325 km/h
0–100 km/h:  3,7 s
Verbrauch
l/100 km:
11,8 (Normrunde)<ref name="auto-mot-10560"/>
18,6 SuperPlus
Tankinhalt:  73 l
Leergewicht:   1485 kg
Preis (Deutschland):   375.000 Euro

Zulassungszahlen

In Deutschland wurden 2011 vier, 2012 drei und 2014 sieben Lexus LFA neu zugelassen.

Vorlage:Datenbalken

LFA Concept (2025)

Im Jahr 2025 präsentierte Lexus die 4,69 Meter lange Studie LFA Concept, die einen Ausblick auf einen batterieelektrisch angetriebenen Sportwagen zeigen soll.<ref name="insideev-780910">Stefan Leichsenring: Lexus LFA als nur 1,20 Meter hohe Elektroauto-Studie vorgestellt. In: insideevs.de. 5. Dezember 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Lexus LFA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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