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Ofermod

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Ofermod
Allgemeine Informationen
Herkunft Norrköping, Schweden
Genre(s) Black Metal, Death Metal
Aktive Jahre
Gründung 1998
Auflösung
Website
Gründungsmitglieder
Michayah Belfagor
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre
JK
Michayah Belfagor
E-Bass
R.Fjäll
Schlagzeug
S.Samuelsson
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Shiva
E-Gitarre
Atum
E-Bass
Tehôm
Gesang
Moloch<ref name=holyunion>The Holy Union of OFERMOD. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Oktober 2007; abgerufen am 30. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
E-Bass
Rudra<ref name=metalde36950>Stahlschrulle: Ofermod - Interview.</ref>
Gesang
Leviathan Nebiros

Ofermod (ang. ‚Übermut‘) ist eine Black-/Death-Metal-Band aus Norrköping, Schweden.

Geschichte

Die Band wurde 1996 von Michayah Belfagor gegründet, der daraufhin seine alte Band Nefandus einstellte.<ref name="fmoh">Ofermod. In: Funeral Maelstrom Of Hate, Nr. 6, 2004.</ref> Im Januar 1998 nahm die nun aus ihm und Sänger Nebiros bestehende Band im Necromorbus-Studio die 7"-EP Mystérion tés anomias (griechisch μυστήριον τῆς άνομίας ‚Mysterium der Gesetzlosigkeit‘) auf, die über Pounding Metal Productions veröffentlicht wurde. Als Nachfolger war ursprünglich das Debütalbum Mystery of Iniquity geplant, das jedoch nie erschien.<ref>Shadow Records: Close-up add with the Weltmacht (Shadow 005) and Ofermod (Shadow 006) covers which never was released. Facebook, 9. Februar 2012, abgerufen am 23. Juli 2012 (englisch).</ref> 2000 zog sich Belfagor von seinen musikalischen Aktivitäten zurück, um sich vollständig seinen okkulten Studien und Praktiken zu widmen.<ref name="mta05">Ofermod: Mystérion tés anomias, Norma Evangelium Diaboli 2005.</ref>

2003 nahm Belfagor während einer Haftstrafe seine Aktivitäten als Gitarrist wieder auf und begann, erneut zu komponieren. Er wurde im Frühling 2004 entlassen und reanimierte Ofermod mit dem ursprünglichen Sänger Leviathan Nebiros und dem neuen Schlagzeuger Shiva im Sommer 2004.<ref name="mta05"/> Nach einer erneuten Haftstrafe<ref name="mta05"/> kam Belfagor mit Atum von Dödfödd<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biography (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Juli 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hammemit.wordpress.com.</ref> in Kontakt und durch diesen mit Tehôm<ref name="mta05"/>, und konnte so die Besetzung komplettieren. Im Dezember 2004 nahm die Band im Necromorbus-Studio zwei Lieder auf, die 2005 auf der Wiederveröffentlichung der EP erschienen.<ref name="mta05"/> Laut Belfagor waren Atum und Tehôm, entgegen den Angaben auf der EP<ref name="mta05"/> und der früheren Ofermod-Seite<ref name=holyunion/>, jedoch nicht an den Aufnahmen beteiligt<ref name=metalde36950/>. Atum wirkte unter anderem bei Emit mit<ref name=mminterview><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New MM interview (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Januar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hammemit.wordpress.com.</ref>, konvertierte später zum Katholizismus<ref name=mminterview/> und spielt in der Band Reverorum ib Malacht<ref name=mminterview/>.

Für den Dezember 2005 kündigte die Band an, im Necromorbus-Studio ihr Debütalbum Pentagrammaton aufzunehmen, wobei Sänger Leviathan Nebiros sich den Gesang mit Moloch teilen werde; dieser sei ein spiritueller Bruder und unter einem anderen Namen im spanischen Black-/Death-Metal-Untergrund bekannt.<ref name=holyunion/> Die Aufnahmen für das Pentagrammaton-Album blieben zunächst unveröffentlicht. Ofermods Debütalbum erschien 2008 unter dem Titel Tiamtü und wurde wieder ausschließlich von Belfagor und Nebiros aufgenommen; Belfagor von Ofermod verkündete jedoch, dass Moloch weiterhin mit seiner Band arbeiten und bei Konzerten den Gesang übernehmen werde, sollte Nebiros verhindert sein.<ref name=metalde36950/> Moloch habe die Hälfte des Textes des Textes zu Eu Angélion verfasst<ref name=metalde36950/>; im Beiheft des Albums wird er als “frater Nasko of Teitanblood genannt<ref>Ofermod: Tiamtü, Norma Evangelium Diaboli 2008.</ref>. Für Juni 2020 wurde schließlich die Veröffentlichung von Pentagrammaton angekündigt.<ref>Pentagrammaton - Helter Skelter Productions</ref>

Hintergrund

Die Band beruft sich auf die Kräfte von Sitra Achra (סטרא אחרא). Belfagor schreibt die Texte in Verbindung mit Meditation oder nach Astralreisen, bei denen er sich den Kräften annähert, über die er schreibt, und komponiert in Semi-Trance, wobei die Kompositionen hauptsächlich auf seiner Gitarrenarbeit basieren. Die Klänge, auf die er bei Astralreisen in das Reich der Kräfte des Chaos trifft, sind Belfagor zufolge sehr schwer zu duplizieren, weshalb er versucht, das Gefühl und die Atmosphäre dieser Klänge und eine klangliche Form seiner astralen Visionen in seinen Kompositionen einzufangen.<ref name="um39"/> Ofermods Stil gilt als eigenständig, „nicht leicht zugänglich“<ref name=metalde11035>Stahlschrulle: Ofermod - Tiamtü - Review.</ref> und als Inspiration für andere schwedische Bands wie Watain und Ondskapt<ref name=metalde11035/><ref>Nathan T. Birk: OFERMOD. 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Oktober 2005; abgerufen am 30. August 2012 (englisch).</ref><ref>OFERMOD. Season of Mist, 11. September 2012, abgerufen am 4. Januar 2013 (englisch).</ref>. Ofermod spielte anfangs rohen Black Metal<ref name=metalcentre>Darren Cowan: MARDUK. Interview with guitarist Morgan Håkansson. Metal Centre, 2009, abgerufen am 4. Januar 2013 (englisch).</ref>, der an Mayhems De Mysteriis Dom Sathanas erinnert<ref>Stewart Voegtlin: Ofermod - Mystérion Tés Anomias. Dusted Reviews, 30. April 2006, abgerufen am 4. Januar 2013 (englisch).</ref>, nahm später aber auch Death-Metal-Einflüsse im Stil von Morbid Angel auf<ref name=metalcentre/>. Auf dem zweiten Album Thaumiel sind Doom-Metal-Elemente und Parallelen zu Samaels Frühwerk zu hören.<ref>Robert Müller: Ofermod. Thaumiel. In: Metal Hammer, Januar 2013, S. 100, abgerufen am 29. März 2013.</ref>

Die Band selbst bezeichnete ihre Musik anfangs als „Orthodox Black Metal“. Die Aufnahmen für die Wiederveröffentlichung der EP bezeichnet sie hingegen als „Orthodox Death Metal“, da sie das Wort Satan nicht mehr verwandte, sondern seine heiligste Essenz unbenannt belassen wollte, die noch vor dem Kosmos existiert habe.<ref name="mta05"/> Aufgrund seiner okkulten Erfahrungen kam Belfagor vor den anderen Mitgliedern zu dieser Sichtweise, während diese 2004 noch religiöse Teufelsanbeter waren.<ref name="fmoh"/> Die Band bezieht sich insbesondere auf die Kabbala und steht für das Chaos als dunkle Gegenseite zur Schöpfung, die sie als das eigentliche Böse ansieht.<ref name="um39">Terry Demeter: Ofermod. Breath of the Dragon. In: Unrestrained Magazine, Nr. 39, S. 74f.</ref> Die Materialisierung der Existenz müsse und werde wieder umgekehrt werden, da dies ein Fluch sei, den das Leben durch seine Manifestation auf sich selbst genommen habe.<ref name="fmoh"/> Die Band verwendet Begriffe wie böse aber auch für die eigene Anschauung aus kosmischer Perspektive.<ref name="um39"/>

Vermutlich wegen früherer kontroverser Aussagen Belfagors wurde dessen andere Band Nefandus in die Nähe des Neonazismus gerückt. Er selbst betont jedoch, Freunde aller Hautfarben zu haben, und diese Behauptungen deshalb als beleidigend anzusehen. Er habe jedoch auch Kontakte zu Neonazis und anderen Rassisten, aber nicht wegen ihrer politischen Ansichten; mit diesen teile er das Interesse an Kampfsport und nordischer Mythologie.<ref name="fmoh"/><ref name="um39"/>

Diskografie

  • 1998: Mystérion tés anomias (EP, 7"-Vinyl; Pounding Metal Productions)
  • 2008: Tiamtü (Album, CD/12"-Vinyl, Norma Evangelium Diaboli, MC, Satanic Propaganda Records)
  • 2012: Thaumiel (Album, CD, Spinefarm Records; 12"-Vinyl, I Hate Records; MC, Inferna Profundus Records)
  • 2014: Serpents’ Dance (EP, 7"-Vinyl; The Ajna Offensive)<ref>Ofermod - Serpents' Dance (Vinyl) at Discogs. In: discogs.com. Abgerufen am 7. Juli 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2017: Sol Nox (Album, CD, Shadow Records; 12"-Vinyl/MC, Helter Skelter Productions)
  • 2019: Black Metal Terror mit Triumphator, Watain und Malign (Split-EP, 4x7"-Vinyl, Shadow Records)
  • 2020: Pentagrammaton (Kompilation, 2xCD/2x12"-Vinyl/MC, Shadow Records)
  • 2021: Mysterium Iniquitatis (Album, CD/MC, Shadow Records; LP, Regain Records)
  • 2022: Ofermodian Litanies (EP, CD/12"-Vinyl, Shadow Records)
  • 2023: Drakonian Elitism mit Black Altar und Αχέροντας (Split-Album, CD/2x12"-Vinyl/MC, Odium Records)

Einzelnachweise

<references/>