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Jacqueline Pfeifer

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Jacqueline Pfeifer Vorlage:SportPicto
Jacqueline Lölling (2020)
Nation DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 6. Februar 1995 (31 Jahre)
Geburtsort Siegen, Deutschland
Größe 178 cm
Gewicht 74 kg
Karriere
Disziplin Skeleton
Verein RSG Hochsauerland
Trainer Kathi Wichterle
Nationalkader seit 2010
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 3 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Olympische Jugendspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-Weltmeisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche Meisterschaften 3 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Silber 2018 Pyeongchang Einzel
Bronze 2026 Mailand-Cortina Einzel
Bronze 2026 Mailand-Cortina Mixed
 Skeleton-Weltmeisterschaften
Silber 2015 Winterberg Einzel
Bronze 2016 Igls Team
Gold 2017 Königssee Einzel
Gold 2017 Königssee Team
Silber 2019 Whistler Einzel
Gold 2020 Altenberg Mixed
Silber 2021 Altenberg Einzel
Silber 2021 Altenberg Mixed
Bronze 2024 Winterberg Mixed
 Skeleton-Europameisterschaften
Gold 2017 Winterberg Einzel
Silber 2018 Igls Einzel
Bronze 2019 Igls Einzel
Bronze 2026 St. Moritz Einzel
 Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2012 Innsbruck Einzel
 Skeleton-Junioren-WM
Bronze 2012 Igls Einzel
Gold 2014 Winterberg Einzel
Gold 2015 Altenberg Einzel
Deutsche Meisterschaften
Gold 2012 Winterberg Einzel
Gold 2015 Winterberg Einzel
Silber 2016 Altenberg Einzel
Gold 2017 Königsee Einzel
Silber 2019 Altenberg Einzel
Silber 2020 Königsee Einzel
Platzierungen im WC/EC/NAC/IC
Skeleton-Ranking 1. (16/17, 17/18)
Debüt im Weltcup 27. November 2015 in Altenberg
Weltcupsiege 15
Gesamtweltcup 1. (16/17), (17/18), (19/20)
Debüt im Europacup 16. November 2010 in Cesana
Europacupsiege 6
Debüt im Interconti-Cup 8. Dezember 2011 in Lillehammer
Interconti-Siege 3
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Weltcup Einzel 14 10 8
 Weltcup Mixed 1 1 2
letzte Änderung: 15. Februar 2026

Jacqueline „Jacka“<ref>Jacqueline Lölling: „Die Kugeln sehen schon sehr schön aus“. Westfalenpost, 9. Juli 2020, abgerufen am 26. Februar 2021.</ref> Pfeifer (* 6. Februar 1995 in Siegen als Jacqueline Lölling) ist eine deutsche Skeletonpilotin. Sie ist dreifache Weltmeisterin sowie Europameisterin in ihrem Sport und gewann weitere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. 2018 gewann sie die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, 2026 gewann sie sowohl im Einzel- wie auch im Mixed-Wettbewerb die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina.

Werdegang

Juniorenbereich

Pfeifer begann 2007 mit dem Skeletonsport und gab ihr nationales Debüt im Leistungsbereich bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Winterberg, bei denen sie den 14. Platz belegte. Das internationale Debüt folgte zum Beginn der Saison 2010/11 auf der Bahn in Cesana Pariol im Rahmen des Skeleton-Europacups im Alter von 15 Jahren. Pfeifer gewann auf Anhieb ihre beiden ersten Rennen vor Tina Hermann sowie Olga Korobkina beziehungsweise Laura Malaika. Sie fuhr noch zweimal auf Rang drei und belegte auch in der Gesamtwertung den dritten Rang hinter Tina Hermann und Elizabeth Yarnold.

In der Saison 2011/12 startete Pfeifer erstmals im Skeleton-Intercontinentalcup. Sie fuhr bereits im ersten Rennen auf Rang drei und konnte dies im letzten Saisonrennen wiederholen, womit sie in der Gesamtwertung den fünften Platz belegte. 2011 wurde sie in Winterberg überraschend Deutsche Meisterin 2012. Im Jahr 2012 gewann sie die Goldmedaille bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck. Wenige Tage später gewann sie bei ihrer ersten Junioren-WM die Bronzemedaille. Im Januar 2013 startete sie bei zwei Europacup-Rennen und fuhr auf die Ränge drei und eins. Im Winter 2013/14 kehrte sie in den Intercontinentalcup zurück und belegte nach vier Podestplätzen in der Gesamtwertung den zweiten Rang hinter Tina Hermann. Im Januar 2014 wurde sie in Winterberg Junioren-Weltmeisterin vor Elisabeth Vathje und Maria Mazilu. Auch 2014/15 startete Pfeifer zunächst im Intercontinentalcup und wurde in den ersten vier Saisonrennen einmal Zweite und dreimal Siegerin. Bei den Deutschen Meisterschaften 2015 gewann sie zum zweiten Mal den Titel. Anschließend startete sie im Januar 2015 bei den letzten drei Saisonrennen des Europacups, die sie allesamt für sich entscheiden konnte, womit sie noch Neunte im Gesamtklassement wurde. Im Februar 2015 wiederholte Pfeifer ihren Sieg bei der Junioren-WM in Altenberg, bei der sie in beiden Läufen jeweils einen neuen Bahnrekord erzielte. Damit qualifizierte sie sich als Juniorenweltmeisterin auch für die Weltmeisterschaft in Winterberg. Im März des Jahres gewann Pfeifer dort überraschend die Silbermedaille hinter der amtierenden Olympiasiegerin Elizabeth Yarnold.

In der Weltspitze angekommen

Zur Saison 2015/16 qualifizierte Pfeifer sich erstmals für den Weltcup und fuhr als Dritte in Altenberg sowie Zweite in Winterberg und Königssee bereits bei ihren ersten drei Rennen auf das Podest. Ende 2015 gewann sie als Titelverteidigerin bei den Deutschen Meisterschaften Silber hinter Tina Hermann. Bei der Europameisterschaft 2016 in St. Moritz verpasste sie als Vierte nur um eine Hundertstelsekunde die Podestränge; bei der Weltmeisterschaft in Igls wurde sie Neunte. Beim letzten Weltcuprennen des Winters wurde sie in Königssee erneut Zweite und belegte letztlich als Weltcupneuling im Gesamtweltcup einen schon sensationell anmutenden zweiten Rang hinter Tina Hermann.

In der Saison 2016/17 gewann Pfeifer alles was es zu gewinnen gab. Am 6. Januar 2017 gelang ihr in Altenberg ihr erster Weltcupsieg.<ref>IBSF | Standings. In: www.ibsf.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Januar 2017; abgerufen am 6. Januar 2017.</ref> Nur eine Woche später errang sie auf ihrer Heimbahn in Winterberg durch einen zweiten Platz im Weltcuprennen den Titel der Europameisterin.<ref>Bernd Eberwein: Skeleton-Europameisterschaft in Winterberg – Skeleton – Wintersport – sportschau.de. 15. Januar 2017 (sportschau.de [abgerufen am 15. Januar 2017]).</ref> Mit drei Weltcupsiegen und insgesamt fünf Podestplätzen in acht Rennen gewann Pfeifer ihren ersten Gesamtweltcup. Auch den Saisonhöhepunkt mit den Weltmeisterschaften in Königssee konnte Pfeifer erfolgreich gestalten. Sie gewann sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb die Goldmedaille.

Olympisches Edelmetall

In der Olympiasaison 2017/18 konnte Pfeifer den Gewinn des Gesamtweltcups mit vier Siegen in acht Rennen wiederholen. Darüber hinaus gewann sie bei den Europameisterschaften in Igls die Silbermedaille. Mit diesen Erfolgen galt Pfeifer als eine der Favoritinnen auf den Olympiasieg bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang. Beim Wettkampf selbst musste sich Pfeifer der Britin Elizabeth Yarnold, die ihren Sieg von 2014 wiederholte, geschlagen geben und errang die Silbermedaille. In einem sehr wechselhaften Wettbewerb lag Pfeifer nach dem ersten Wettkampftag noch auf Rang eins, allerdings mit nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Österreicherin Janine Flock und eine Zehntelsekunde vor der überraschend starken Olympiasiegerin Yarnold. Am zweiten Wettkampftag verlor Pfeifer auf Yarnold im dritten Lauf allerdings 18 Hundertstel, im vierten Lauf sogar 37 Hundertstel. Auch Flock wurde noch auf Rang vier durchgereicht während Yarnolds Teamkollegin Laura Deas noch Bronze gewann. Im Juni 2018 erhielt Pfeifer für Olympiasilber dafür das Silberne Lorbeerblatt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.<ref>Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes: … Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet am 7. Juni 2018 die deutschen Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele 2018 mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus …, eingefügt am 10. Juni 2018</ref>

Von Pyeongchang bis Peking

Die nacholympische Saison 2018/19 lief für Pfeifer im Weltcup an sich nicht schlecht. Bei sechs Wettbewerben stand sie fünf Mal auf dem Podest, gewann zwei Wettbewerbe davon. Da sie aber aus familiären Gründen nicht an den beiden Weltcups in Calgary Saisonende teilnahm fehlten ihr bei ihrer Leistungsstärke mindestens 150 Punkte in der Gesamtwertung. So blieb am Ende der fünfte Platz. Bei internationalen Meisterschaften könnte Pfeifer jedoch wieder Medaillen gewinnen. Bei den Weltmeisterschaften in Whistler gewann sie im Einzel die Silbermedaille, den Teamwettbewerb ließ sie aus. Zuvor hatte sie bereits Mitte Januar 2019 bei den Europameisterschaften in Igls Bronze gewonnen.

Die Saison 2019/20 war von einem Vierkampf Pfeifer, Flock, Nikitina und Hermann geprägt. Pfeifer stand in sechs von acht Rennen auf dem Podest und gewann zwei Weltcups. Da Nikitina und Hermann aber je drei Weltcups gewannen und Flock bei sieben Rennen auf dem Podest stand, war der Sieg im Gesamtweltcup bis zum letzten Rennen in Sigulda hart umkämpft. Zwar lag Pfeifer vor dem letzten Rennen mit 53 Punkten Vorsprung vor Mannschaftskollegin Tina Hermann vorn, doch die beiden Deutschen erwischten in Sigulda einen rabenschwarzen Tag. Pfeifer wurde Achte, Hermann gar 15. Am Ende gewann Pfeifer mit 18 Punkten vor Flock, die mit einem Tagessieg den Gesamtweltcup gewonnen hätte. Tina Hermann fiel noch auf den vierten Platz zurück. Da der letzte Weltcup zugleich als Europameisterschaft gewertet wurde, belegte Pfeifer bei dieser einen mäßigen achten Platz. Besser lief es bei den Weltmeisterschaften in Altenberg. Während es im Einzel mit Platz vier noch nicht für eine Medaille reichte, gewann Pfeifer zusammen mit Alexander Gassner den erstmals ausgetragenen Mixed-Wettbewerb. Das als Deutschland II startende Duo gewann dabei den Wettbewerb mit dem kleinstmöglichen Vorsprung von einer Hundertstelsekunde vor dem überraschend starken kanadischen Duo Channell/Greszczyszyn.

In der Coronasaison 2020/21 fehlten bei Pfeifer im Weltcup anfangs die Podestplätze, insgesamt gelangen ihr bei sieben Starts drei Podestplätze, darunter ein Weltcupsieg. Der Verzicht auf den letzten Weltcup in Igls verhinderte eine bessere Platzierung im Gesamtweltcup als Rang vier, letztlich fehlten fünf Punkte zum dritten Platz. Bei den Europameisterschaften in Winterberg belegte Pfeifer in einem sehr engen Wettkampf den undankbaren vierten Platz mit nur sieben Hundertstelsekunden Rückstand auf Bronze. Die erneut in Altenberg ausgetragenen Weltmeisterschaften sahen nach dem ersten Wettkampftag Pfeifer mit 11 Hundertsteln Vorsprung auf Platz eins. Am zweiten Tag verabschiedete sich die Russin Nikitina bereits im dritten Lauf mit einem indiskutablen 16. Platz vom Kampf um den Titel. Mannschaftskollegin Tina Hermann fuhr hingegen in beiden Läufen Bestzeit. Während Pfeifer nach drei Läufen noch mit 17 Hundertsteln führte, nahm ihr Hermann im letzten Lauf 28 Hundertstelsekunden ab und gewann Gold. Pfeifer wurde zum zweiten Mal Vizeweltmeisterin und gewann auch im Mixed-Wettbewerb mit Alexander Gassner hinter Hermann/Grotheer Silber.

Die weiterhin von Corona-Beschränkungen geprägte Olympiasaison 2021/22 verlief für Pfeifer eher mäßig. Nur in drei von acht Rennen platzierte sie sich in den Top Ten, erkämpfte dabei in Winterberg einen Podestplatz. Diese Ergebnisse bedeuteten am Saisonende Rang zehn in der Weltcupgesamtwertung. Bei den Europameisterschaften in St. Moritz, der letzten Standortbestimmung vor den Olympischen Spielen, belegte sie den siebten Platz. Beim Olympischen Skeletonwettbewerb in Yanging selbst ließ zumindest der erste Lauf mit der viertbesten Zeit noch Medaillenhoffnungen zu. Nach dem ersten Wettkampftag platzierte sich Pfeifer auf Rang sieben, fiel aber vor allem durch den letzten Lauf mit Platz 14 noch auf den achten Platz zurück. Olympiasiegerin wurde eher überraschend ihre erst 21-jährige Mannschaftskollegin Hannah Neise.

Rückschläge

Nach der eher schwachen Olympiasaison kam bei den Ausscheidungswettkämpfen für die Weltcupnominierung der nächste Nackenschlag für Pfeifer. Sie verlor das mannschaftsinterne Duell gegen Susanne Kreher und startete zunächst im Intercontinentalcup.<ref>Deutsches Team für Skeleton-Weltcup nominiert in News vom 5. November 2022 auf ibsf.org</ref> In dieser Wettbewerbsserie belegte Pfeifer in sieben von acht Rennen einen Podestplatz und gewann drei Wettbewerbe. Zum Saisonende gewann sie damit knapp vor Corinna Leipold die Intercontinental-Gesamtwertung. Die guten Ergebnisse von Pfeifer bewogen die deutsche Mannschaftsführung dazu, sie für die Weltmeisterschaften in St. Moritz zu nominieren. Pfeifer startete nur im Einzelwettbewerb und belegte den siebten Platz.

Zurück in die Weltspitze

Für die Saison 2023/24 wurde Pfeifer nach ihrer guten Saison im Intercontinentalcup wieder für den Weltcup zusammen mit Hannah Neise, Susanne Kreher und Tina Hermann nominiert. Sie ließ den Weltcupauftakt in Yanging noch aus und fuhr danach in den restlichen sieben Wettbewerben beständig in die Top Ten, ohne in den Einzelwettbewerben einen Podestplatz erzielen zu können. In der Weltcupgesamtwertung belegte sie direkt hinter Tina Hermann als zweitbeste deutsche Athletin den sechsten Platz. In dieser Saison wurden im Weltcup auch erstmals Mixed-Wettbewerbe ausgetragen. Bei der Premiere am 12. Januar 2024 in St. Moritz belegte Pfeifer zusammen mit Felix Keisinger erstmals seit Januar 2022 mit dem dritten Platz wieder einen Podestplatz im Weltcup. Bei den Europameisterschaften in Sigulda belegte Pfeifer den siebten Rang. Auf ihrer Heimbahn in Winterberg belegte Pfeifer bei den Weltmeisterschaften 2024 im Einzel in einem wechselhaften Wettbewerb den fünften Platz. Allerdings betrug der Rückstand auf Bronze nur 7 Hundertstel, auf Silber betrug er auch nur 11 Hundertstel. Selbst die neuntplatzierte Kimberley Bos hatte nur eine halbe Sekunde Rückstand auf die Weltmeisterin Hailie Clarke. Die gute Form stellte Pfeifer im Mixed-Wettbewerb erneut unter Beweis. Bei den Frauen fuhr sie die beste Zeit, im Duo mit Axel Jungk gewann sie mit Bronze erstmals wieder seit 2021 eine internationale Medaille.

Die Saison 2024/25 begann für das deutsche Skeletonteam schon in der Vorbereitung mit einem Paukenschlag. Die mehrfache Weltmeisterin Tina Hermann verkündete im Oktober 2024 ihren Rücktritt vom Leistungssport, so dass Pfeifer als erfahrenste Athletin im deutschen Weltcup-Aufgebot wieder mehr in den Fokus rückte. Für Hermann rückte Corinna Leipold im Weltcup nach. Zunächst startete aber die gesamte Weltspitze beim neu geschaffenen Format Asiencup Anfang November 2024 im südkoreanischen Pyeongchang. Beim zweiten Rennen auf der Olympiabahn von 2018 belegte Pfeifer den dritten Platz. Reichlich eine Woche später folgte auch der Weltcupauftakt an gleicher Stelle, bei dem Pfeifer im zweiten Wettkampf knapp das Podest verfehlte. In der Folge fuhr Pfeifer eine durchschnittliche Saison, ohne im Einzel Podestplätze erzielen zu können. Zum Saisonende bedeutet dies für Pfeifer in der Weltcupgesamtwertung Rang fünf ganz knapp hinter Britin Amelia Coltman. Bei den Mixed-Weltcups konnte Pfeifer zusammen mit Axel Jungk den dritten Wettkampf in St. Moritz gewinnen. Während Pfeifer bei den Europameisterschaften in Lillehammer den fünften Platz belegen konnte, lief es bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid im Einzel für sie nicht so gut. Auf der schwierig zu fahrenden Olympia-Bobbahn Mount Van Hoevenberg war für Pfeifer bereits nach der ersten Fahrt mit Rang 17 ein gutes Abschneiden in weite Ferne gerückt. Nach dem ersten Tag auf Rang 16 liegend konnte sie dieses Ergebnis auch nicht mehr verbessern und hatte am Ende über zweieinhalb Sekunden Rückstand auf die Weltmeisterin Kimberley Bos. Besser lief es im Mixed-Wettbewerb. Im Duo mit Christopher Grotheer belegte sie unter 17 Teams den vierten Platz.
Die Olympiasaison 2025/26 begann Pfeifer mit einem großen Achtungszeichen. Auf der neugebauten Olympiabahn in Cortina d’Ampezzo gewann sie den ersten Weltcup vor Teamkollegin Hannah Neise. Im Mixed-Wettbewerb wurde sie mit Axel Jungk Zweite. In der Folge belegte Pfeifer im Weltcup beständig Plätze in den Top Ten und gewann das Abschlussrennen in Altenberg. Dies bedeutet für sie in der Weltcupgesamtwertung den zweiten Platz hinter Kim Meylemanns. Pfeifer belegte damit erstmals seit ihrem letzten Gesamtsieg in der Saison 2019/20 wieder einen Podestplatz in der Gesamtwertung. Bei den vier ausgetragenen Mixed-Wettbewerben belegte Pfeifer zusammen mit Axel Junk dreimal einen Podestplatz, was Platz zwei in der Gesamtwertung bedeutete. Die in St. Moritz ausgetragenen Europameisterschaften brachten Pfeifer eine weitere internationale Medaille ein. Mit nur 2 Hundertstelsekunden Rückstand auf Silber gewann sie die Bronzemedaille. Als bestplatzierte deutsche Skeletonathletin war ihre Nominierung für die Olympischen Winterspiele 2026 letztlich eher Formsache.<ref>Das Team Deutschland für die Olympischen Winterspiele 2026 in Aktuelles vom 20. Januar 2026 auf dosb.de</ref>

Bei den Olympischen Spielen gewann Pfeifer zunächst in der Einzel-Konkurrenz hinter Olympiasiegerin Janine Flock und Teamkollegin Susanne Kreher die Bronzemedaille. Am nächsten Tag startete sie zusammen mit Christopher Grotheer in der Team-Staffel als Team Deutschland II. In einem engen Wettkampf gewannen beide Bronze hinter den Olympiasiegern Weston/Stoecker und mit nur einer Hundertstelsekunde Rückstand hinter den Silbermedaillengewinnern Susanne Kreher/Axel Jungk.

Platzierungen nach Saison

Saison Weltcup WM EM OS
Einzel Mixed Einzel Mixed Einzel Mixed Einzel Mixed
2015/16 2. 9. 3. 4.
2016/17 1. 1. 1. 1.
2017/18 1. 2. 2.
2018/19 5. 2. 3.
2019/20 1. 4. 1. 8.
2020/21 4. 2. 2. 4.
2021/22 10. 7. 8.
2022/23 25. 7.
2023/24 6. 5. 3. 7.
2024/25 5. 16. 4. 5.
2025/26 2. 3. 5. 3. 3.

Weltcupsiege

Einzel Mixed
Nr. Datum Ort Bahn
01. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Altenberg Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg
02. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Königssee Kunsteisbahn Königssee
03. Vorlage:DatumZelle Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Pyeongchang Olympic Sliding Centre
04. Vorlage:DatumZelle KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Whistler Whistler Sliding Centre
05. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Winterberg Veltins-Eisarena
06. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Altenberg Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg
07. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Königssee Kunsteisbahn Königssee
08. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Winterberg Veltins-Eisarena
09. Vorlage:DatumZelle Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lake Placid Olympia-Bobbahn Mount Van Hoevenberg
10. Vorlage:DatumZelle Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lake Placid Olympia-Bobbahn Mount Van Hoevenberg
11. Vorlage:DatumZelle OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Igls Olympia Eiskanal
12. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Königssee Kunsteisbahn Königssee
13. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Cortina d’Ampezzo Cortina Sliding Centre
14. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Altenberg Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg
Nr. Datum Ort Bahn Partner
01. Vorlage:DatumZelle SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg St. Moritz Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina Axel Jungk

Privates

Jacqueline Pfeifer stammt aus Brachbach, Kreis Altenkirchen, im Siegerland. Geboren ist sie im Siegener Stadtteil Weidenau. Ihr Abitur legte sie am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Winterberg ab.<ref>https://www.gymnasium-winterberg-medebach.de/aktivitaeten/rueckblick/olympisches-edelmetall/386.html</ref> Sie startet für die RSG Hochsauerland und ist seit 2014 Beamtin bei der Bundespolizei (Sportfördergruppe).<ref>Spitzensport: Sportlerporträt Jacqueline Lölling. Bundespolizei, 1. April 2025, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Jacqueline Pfeifer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1997: Steffi Hanzlik | 1998: Maya Bieri | 1999: Steffi Hanzlik | 2000: Alexandra Hamilton | 2001: Alexandra Coomber | 2002: Alexandra Coomber | 2003: Michelle Kelly | 2004: Lindsay Alcock | 2005: Noelle Pikus-Pace | 2006: Mellisa Hollingsworth-Richards | 2007: Katie Uhlaender | 2008: Katie Uhlaender | 2009: Marion Trott | 2010: Mellisa Hollingsworth | 2011: Anja Huber | 2012: Shelley Rudman | 2013: Marion Thees | 2014: Elizabeth Yarnold | 2015: Janine Flock | 2016: Tina Hermann | 2017: Jacqueline Lölling | 2018: Jacqueline Lölling | 2019: Jelena Nikitina | 2020: Jacqueline Lölling | 2021: Janine Flock | 2022: Kimberley Bos | 2023: Tina Hermann | 2024: Kimberley Bos;| 2025: Janine Flock | 2026: Kim Meylemans Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2008: Lindsay Alcock | 2009: Katharina Heinz | 2010: Kathleen Lorenz | 2011: Sophia Griebel | 2012: Rose McGrandle | 2013: Katharina Heinz | 2014: Tina Hermann | 2015: Donna Creighton | 2016: Katie Uhlaender | 2017: Lanette Prediger | 2018: Lanette Prediger | 2019: Anna Fernstädt | 2020: Kelly Curtis | 2021: Susanne Kreher | 2022: Susanne Kreher | 2023: Jacqueline Pfeifer Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2000: Steffi Hanzlik | 2001: Maya Pedersen-Bieri | 2003: Michelle Kelly | 2004: Diana Sartor | 2005: Maya Pedersen-Bieri | 2007: Noelle Pikus-Pace | 2008: Anja Huber | 2009: Marion Trott | 2011: Marion Thees | 2012: Katie Uhlaender | 2013: Shelley Rudman | 2015: Elizabeth Yarnold | 2016: Tina Hermann | 2017: Jacqueline Lölling | 2019: Tina Hermann | 2020: Tina Hermann | 2021: Tina Hermann | 2023: Susanne Kreher | 2024: Hallie Clarke | 2025: Kimberley Bos Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeister im Bob/Skeleton-TeamwettbewerbVorlage:Navigationsleiste Mixed-Weltmeister im SkeletonVorlage:Klappleiste/Anfang 2003: Monique Riekewald | 2004: Diana Sartor | 2005: Kerstin Jürgens | 2006: Maya Pedersen-Bieri | 2007: Anja Huber | 2008: Anja Huber | 2009: Shelley Rudman | 2010: Anja Huber | 2011: Shelley Rudman | 2012: Anja Huber | 2013: Jelena Nikitina | 2014: Janine Flock | 2015: Elizabeth Yarnold | 2016: Janine Flock | 2017: Jacqueline Lölling | 2018: Jelena Nikitina | 2019: Janine Flock | 2020: Jelena Nikitina | 2021: Jelena Nikitina | 2022: Kimberley Bos | 2023: Tina Hermann | 2024: Kim Meylemans | 2025: Janine Flock | 2026: Kim Meylemans Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

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