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Geldbaum

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Geldbaum
Datei:Yaiza Femés - Plaza San Marcial - Crassula ovata 02 ies.jpg

Geldbaum (Crassula ovata)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Crassuloideae
Gattung: Dickblatt (Crassula)
Art: Geldbaum
Wissenschaftlicher Name
Crassula ovata
(Mill.) Druce
Datei:Crassula ovata, winter, a, Pretoria.jpg
Blüten
Datei:Crassula portulacea var cristata.jpg
Das Cultivar Crassula ovata 'Gollum'

Der Geldbaum (Crassula ovata), auch Pfennigbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dickblatt (Crassula). Sie ist ein Florenelement der Kapflora (Capensis).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Crassula ovata wächst als aufrechter, gerundeter, dickstämmiger, stark verzweigter, immergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu 2,5 Meter. Die Basis ist meist nur spärlich verzweigt. Manchmal wird ein einzelner Hauptstamm von bis zu 6 Zentimeter Durchmesser ausgebildet. Die sukkulenten Triebe sind graugrün. Die Rinde älterer Zweige schält sich in horizontalen, bräunlichen Streifen ab.<ref name="jaarsveld">Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 66.</ref>

Die gegenständig angeordneten, aufsteigenden bis ausgebreiteten, grünen Laubblätter sind mit bis zu 5 Millimeter kurz gestielt. Die fleischige, kahle, verkehrt-eiförmige, an der Basis keilförmige Blattspreite ist 3 bis 9 Zentimeter lang und 1,8 bis 4 Zentimeter breit. Die Spreitenspitze ist zugespitzt und trägt häufig ein aufgesetztes Spitzchen. Die scharfkantigen Blattränder sind oft rötlich gefärbt.<ref name="jaarsveld" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt in Südafrika in den kühlen Wintermonaten von Juni bis August.<ref name="plantzafrica" /> Der endständige Blütenstand ist ein oben runder Thyrsus mit zahlreichen Dichasien. Er weist eine Länge sowie einen Durchmesser von etwa 5 Zentimeter auf. Der Blütenstandsstiel besitzt eine Länge von 15 bis 18 Millimeter und einen Durchmesser von 2 Millimeter. Die Blütenstiele sind 5 Millimeter lang.<ref name="jaarsveld" />

Die süßlich duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="plantzafrica" /> Die fünf etwa 2 Millimeter langen Kelchblätter sind an ihrer Basis miteinander verwachsen. Die rosafarbene oder weiße Blütenkrone ist sternförmig und weist einen Durchmesser von etwa 15 Millimeter auf. Ihre lanzettlichen Kronblätter sind 7 Millimeter lang und 2,5 Millimeter breit. Die Staubfäden weisen eine Länge von 5 Millimeter auf.<ref name="jaarsveld" />

Die Balgfrüchte<ref name="jaarsveld" /> enthalten viele winzige Samen.<ref name="plantzafrica" />

Vorkommen

Crassula ovata ist in den südafrikanischen Provinzen Ostkap und KwaZulu-Natal im „Valley Bushveld“ auf Felsen verbreitet.<ref name="jaarsveld" /> Das Verbreitungsgebiet reicht von Willowmore bis East London und nordwärts bis Queenstown und KwaZulu-Natal.<ref name="plantzafrica">Christien Malan, Alice Notten: Crassula ovata bei PlantzAfrica. (abgerufen am 31. Oktober 2011).</ref> Crassula ovata wächst vergesellschaftet mit Aloe-, Euphorbia-Arten, Portulacaria afra und anderen sukkulenten Pflanzenarten.<ref name="plantzafrica" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung als Cotyledon ovata erfolgte 1768 durch Philip Miller.<ref>The Gardeners Dictionary. 8. Auflage 1768 (online)</ref> George Claridge Druce stellte die Art 1917 in die Gattung Crassula.<ref>Botanical Society and Exchange Club of the British Isles 1917. 1917, S. 617.</ref> Ein nomenklatorisches Synonym ist Toelkenia ovata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mill.) P.V.Heath (1993). Weitere Synonyme sind Crassula argentea <templatestyles src="Person/styles.css" />Thunb. (1778), Crassula portulacea <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. (1786), Crassula obliqua <templatestyles src="Person/styles.css" />Aiton (1789), Crassula articulata <templatestyles src="Person/styles.css" />Zuccagni (1806), Crassula nitida <templatestyles src="Person/styles.css" />Schönland (1903) und Crassula lucens <templatestyles src="Person/styles.css" />Gram (1941).<ref name="jaarsveld" />

Nutzung

Der Geldbaum wird mit einigen Ausleseformen als Zierpflanze in subtropischen Gärten und als Zimmerpflanze verwendet. Cultivare von Crassula ovata sind beispielsweise „Gollum“ und „Hobbit“.<ref name="plantzafrica" />

Die Khoi und andere afrikanische Völker aßen die Wurzeln gegart. Die Blätter wurden in Milch gekocht in der Volksmedizin eingesetzt.<ref name="plantzafrica" />

Nachweise

Literatur

  • Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 66.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Geldbaum (Crassula ovata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Geldbaum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen