Queenstown (Südafrika)
| Komani | ||||||
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| Koordinaten | 31° 54′ S, 26° 52′ O
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Südafrika | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Ostkap | |||||
| Distrikt | Chris Hani | |||||
| ISO 3166-2 | ZA-EC | |||||
| Gemeinde | Enoch Mgijima | |||||
| Einwohner | 43.971 (2011) | |||||
Rathaus von Komani
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Komani, bis 2016 Queenstown, ist eine Stadt in Südafrika in der Gemeinde Enoch Mgijima, Provinz Ostkap und ist Handels-, Verwaltungs- und Schulzentrum einer landwirtschaftlich geprägten Region. Sie wurde nach der britischen Königin Victoria benannt. Komani liegt rund 100 Kilometer von der Küstenstadt KuGompo City entfernt.
Geographie
2011 hatte die Stadt 43.971 Einwohner.<ref>Queenstown, abgerufen am 18. April 2018</ref> Die unmittelbar benachbarten Townships Mlungisi und Ezibeleni hatten 24.901<ref>Mlungisi, abgerufen am 18. April 2018</ref> bzw. 30.113<ref>Mlungisi, abgerufen am 18. April 2018</ref> Einwohner.
Der Innenstadtbereich hat eine gute Infrastruktur mit großen Häusern, von Bäumen gesäumten und asphaltierten Straßen. Die ehemaligen Townships verfügen über eine schlechte Infrastruktur, die Regierung hat jedoch Kapital zur Verfügung gestellt, um sie zu verbessern und Unterkünfte zu errichten. Um 2000 wurden mehr als 3.000 kleine Häuser errichtet.
Komani liegt in einem Tal, umgeben von Hügeln. Das Klima ist gemäßigt. Am Rande der Siedlung ist nach Plänen des Landschaftsarchitekten Walter Everitt eine Gartenanlage (Walter Everitt Sunken Garden) mit Wasserflächen errichtet worden. Komani gilt auch wegen ihrer zahlreichen grünen Grundstücke als Gartenstadt im Ostkap.
Die Stadt wurde um einen sechseckigen Platz herum gebaut, in dessen Mitte eine feuerbereite Kanone stand. Sechs Straßen verlaufen sternförmig vom Zentrum aus – sie sollten ursprünglich als freie Flugbahn für das Kanonenfeuer dienen. Das Frontier Museum beherbergt eine Sammlung, die Zeugnis über den Lebensstil der Pioniere in den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts gibt.
Geschichte
Früher war Queenstown, wie alle südafrikanischen Städte, in einen von Weißen bewohnten Bereich geteilt, der viele Annehmlichkeiten bot, und den schwarzen Bereich, auch Township genannt, der vernachlässigt wurde. Zu der Zeit der Wahl 1994 lebten rund 20.000 Weiße und Coloureds in Queenstown. In den Townships lebten etwa 80.000 Schwarze. Nach dem Ende der Apartheid zogen einige Schwarze in das ehemals „weiße“ Viertel. Zugleich verließen viele Weiße die Stadt. Infolge dieser Entwicklungen waren gemäß der Volkszählung 2011 von 43.971 Einwohnern 81,8 % der Bevölkerung Schwarze, 10 % Couloureds, 6,5 % Weiße, 1,1 % Asiaten und 0,1 % anderer Herkunft.
Wirtschaft und Infrastruktur
Es gibt keine Industriebetriebe in der Region, und die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Komani liegt an der Bahnstrecke von Johannesburg nach KuGompo City und ist über die Nationalstraße N6 erreichbar.
Komani ist Bischofssitz des römisch-katholischen Bistums Queenstown und besitzt einen Campus der Walter-Sisulu-Universität.
Umgebung
In unmittelbarer Nähe der Stadt liegt das Lawrence-de-Lange-Naturreservat an den Hängen des Madeira Mountain. Dort gibt es unter anderem Blessböcke, Springböcke und Zebras. Der Bongolo-Damm bietet viele Möglichkeiten für Wassersport. In den umliegenden Bergen findet man zahlreiche Felszeichnungen der San.
Söhne und Töchter der Stadt
- Todd Matshikiza (1921–1968), Journalist, Komponist und Jazzpianist
- Harry Schmidt (1916–1977), Moderner Fünfkämpfer
- Charles Winslow (1888–1963), Tennisspieler
Persönlichkeiten
- Maria Kunz (1899–1985), Schweizer Ärztin und Entwicklungshelferin
Weblinks
- South African History Online: Queenstown, now known as Komani. auf www.sahistory.org.za (englisch)
Einzelnachweise
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