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Wolf Steidle

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Wolf Steidle (* 2. März 1910 in Stuttgart; † 6. März 2003 in München) war ein deutscher Klassischer Philologe.

Wolf Steidle, der Sohn eines Buchhändlers, studierte an den Universitäten zu Würzburg, Kiel und Berlin Klassische Philologie. Am 18. April 1939 wurde er mit einer Dissertation über die Ars poetica des Horaz promoviert (Referenten waren Johannes Stroux und Christian Jensen). Anschließend arbeitete er am Institut für Indogermanische Geistesgeschichte in München, das von Richard Harder geleitet wurde. Daneben hielt er vom Wintersemester 1941/1942 bis zum Wintersemester 1944/1945 als Lehrbeauftragter lateinische Grundkurse an der Universität München ab.<ref>Gerhard Schott: Richard Harder, Klassischer Philologe, erster Interpret der Flugblätter der „Weißen Rose“, und das „Institut für Indogermanische Geistesgeschichte“. In: Elisabeth Kraus (Hrsg.): Die Universität München im Dritten Reich. Aufsätze. Band 2, München 2008. S. 413–500 (hier S. 448).</ref>

Nach Kriegsende arbeitete Steidle an der Universität Würzburg, wo er sich 1951 mit einer Schrift über Suetons Biographien habilitierte. 1958 wurde er an die Universität Innsbruck zum beamteten außerordentlichen Professor für Klassische Philologie berufen und 1962 zum ordentlichen Professor ernannt. 1963 wechselte er an die Universität Frankfurt am Main, wo er bis zu seiner Emeritierung wirkte (1975).

Steidle war hauptsächlich Latinist. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehörten die griechische und römische Geschichtsschreibung, Poetik, Rhetorik, Tragödie und Komödie. Er befasste sich mit allen Epochen der römischen Literatur von der Republik bis zur Spätantike.

Literatur

  • Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 18. Ausgabe (2001), S. 3144
  • Robert Muth: Acta philologica Aenipontana. Band 2 (1967), S. 98–99 (Bild und Schriftenverzeichnis)
  • Wilfried Stroh: Nachruf auf Wolf Steidle (1910–2003). In: Die Alten Sprachen im Unterricht 50, 2+3/2003, S. 10–12.

Weblinks

Einzelnachweise

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Erster Lehrstuhl: Anton Müller (1819–1825) | Johann Niederstetter (1825–1834) | Alois Flir (1835–1855) | Antoni Małecki (1853–1856) | Karl Schenkl (1858–1863) | Bernhard Jülg (1863–1886) | Friedrich Stolz (1887–1912) | Julius Jüthner (1912–1936) | Karl Jax (1936–1957) | Wolf Steidle (1958–1963) | Paul Händel (1964–1993) | Otta Wenskus (1994–2023)

Zweiter Lehrstuhl: Karl Kopetzky (1851–1870) | August Wilmanns (1871–1873) | Anton Zingerle (1874–1910) | Ernst Diehl (1911–1925) | Erich Thummer (1973–1996) | Karlheinz Töchterle (1997–2007) | Martin Korenjak (seit 2009)

Dritter Lehrstuhl: Johannes Müller (1865–1902) | Ernst Kalinka (1903–1935) | Albin Lesky (1936–1949) | Robert Muth (1950–1986) | Glenn W. Most (1987–1991) | Wolfgang Kofler (seit 2012)

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Schwerpunkt Gräzistik: Hans von Arnim (1914–1921) | Karl Reinhardt (1923–1941) | Walter Nestle (1944–1945) | Karl Reinhardt (1946–1951) | Harald Patzer (1952–1978) | Gustav Adolf Seeck (1981–1999) | Thomas A. Schmitz (1999–2003) | Thomas Paulsen (seit 2005)

Schwerpunkt Latinistik: Walter F. Otto (1914–1934) | Erwin Wolff (1935–1962) | Walther Ludwig (1964–1970) | Christoff Neumeister (1972–2002) | Hans Bernsdorff (seit 2003)

Dritter Lehrstuhl: Wolf Steidle (1963–1975)

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