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Kuria District

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Kuria District
Einwohner
• Bevölkerungsdichte
151.887 Einw. <ref name="EinwohnerRef">statoids.com, abgerufen am 19. November 2010.</ref>
261 Einw./km²
Fläche 581 km²
Koordinaten 1° 12′ S, 34° 36′ OKoordinaten: 1° 12′ S, 34° 36′ O
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Ehemalige Provinz Nyanza
Kuria District (Kenia)
Kuria District (Kenia)

Kuria District war ein Distrikt in der Provinz Nyanza in Kenia. Die Distriktshauptstadt war Kehancha. Bis 1993 gehörte das Gebiet zum Migori District.<ref name=dp10/> Im Südosten grenzte der Distrikt an Tansania. Kuria District unterteilte sich in fünf Divisionen, Kehanancha, Masaba, Kegonga, Mabera und Ntimaru und bildete einen Wahlbezirk.<ref name=dp10/> Im Kuria District lebten viele Angehörige der gleichnamigen ethnischen Gruppe.<ref name=jf/>

Im Rahmen der Verfassung von 2010 wurden die kenianischen Distrikte aufgelöst. Das Gebiet gehört heute zum Migori County.

Wirtschaft

Die Menschen im Kuria District lebten von der Landwirtschaft und der Fischerei im Victoriasee. Es wurden hauptsächlich Kaffee, Mais, Tabak und Zuckerrohr angebaut. Die Viehzucht konzentrierte sich auf Rinder.<ref name=jf/>

Bildung

Der Kuria District verfügte 2005 über 164 Primary Schools und 17 Secondary Schools.<ref name=dp12/>

Gesundheitswesen

Der Distrikt verfügte über ein Krankenhaus und acht Gesundheitszentren. Auf einen Arzt kamen knapp 57.000 Patienten. Es wurden hauptsächlich Malaria, Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen behandelt. Die HIV-Prävalenz betrug 13 %. Die Säuglingssterblichkeit lag 2000 bei 9,4 %, 12,7 % der Kinder starben vor ihrem 5. Geburtstag.<ref name=dp14/> Im Kuria District fand trotz des offiziellen Verbotes nach wie vor im November und Dezember die Beschneidung weiblicher Genitalien statt. Die kenianische Frauenvereinigung Maendeleo Ya Wanawake ging davon aus, dass täglich bis zu 200 Mädchen beschnitten wurden.<ref name=bbc/> Seit Juni 2000 arbeitete die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit im Kuria District vor Ort mit dem District Health Management zusammen, um den Aktionsplan zur Abschaffung der weiblichen Beschneidung umzusetzen.<ref name=gtz/>

Einzelnachweise

<references> <ref name=dp10>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ncapd-ke.orgKuria District Plan 2005–2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF), S. 10; abgerufen am 19. November 2010</ref> <ref name=dp12>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ncapd-ke.orgKuria District Plan 2005–2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF), S. 12; abgerufen am 19. November 2010</ref> <ref name=dp14>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ncapd-ke.orgKuria District Plan 2005–2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF), S. 14; abgerufen am 19. November 2010</ref> <ref name=bbc>Girls flee circumcision in Kenya, Artikel auf bbc.co.uk vom 5. Dezember 2008, abgerufen am 19. November 2010.</ref> <ref name=gtz>Weibliche Genitalverstümmelung in Kenia (PDF), Artikel auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, abgerufen am 20. November 2010</ref> <ref name=jf>Jens Finke: Traditional Music & Cultures of Kenya, abgerufen am 20. November 2010.</ref> </references>