Cobalt(II)-sulfid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Strukturformel von Cobalt(II)-sulfid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Co2+ Vorlage:Farbe S2− | ||||||||||||||||
| Kristallsystem |
hexagonal | |||||||||||||||
| Raumgruppe |
P63/mmc (Nr. 194)<ref name="StrunzNickel" /> | |||||||||||||||
| Gitterparameter |
a = 338 pm, c = 520 pm<ref name="StrunzNickel" /> | |||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Cobalt(II)-sulfid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | CoS | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
schwarzer Feststoff<ref name="CRC_HANDBOOK" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 91,00 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
5,45 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
> 1116 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser (3,8 mg·l−1 bei 18 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Cobalt(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Cobaltverbindungen und Sulfide.
Vorkommen
Unter der Bezeichnung Syepoorit beschrieb James Nicol 1849 ein Cobaltsulfid mit der idealisierten Formel CoS und hexagonaler Symmetrie. Die Bezeichnung wurde 1873 von W. A. Ross in Jeypoorit und 1880 von F. R. Mallet schließlich in Jaipurit abgewandelt.<ref name="Chester" /> Der Name nimmt Bezug auf die Typlokalität des so bezeichneten Erzes, den Khetri Minen (Ketri Mine) im Bezirk Jhunjhunu in der Division Jaipur im indischen Bundesstaat Rajasthan.<ref name="TyplokalitätKhetriMine" /> Die Beschreibung von Jaipurit war allerdings unvollständig und die Untersuchung einer vom Britischen Museum zur Verfügung gestellten Probe durch Paul Ramdohr erwies sich als ein Gemenge aus vorwiegend Cobaltit und weiteren bereits bekannten Erzen.<ref name="Ramdohr" /> Der Status als eigenständiges Mineral ist beim Jaipurit damit zurzeit (Stand 2018) fraglich.<ref name="IMA-Liste" />
Gewinnung und Darstellung
α-Cobalt(II)-sulfid kann durch Reaktion von Cobalt(II)-nitrat mit Schwefelwasserstoff erzeugt werden.<ref name="Brauer" />
- <math>\mathrm{Co(NO_3)_2 \cdot 6\ H_2O + H_2S \longrightarrow CoS + 2 \ HNO_3 + 6 \ H_2O}</math>
β-Cobalt(II)-sulfid kann durch direkte Synthese aus den Elementen gewonnen werden.<ref name="Brauer" />
- <math>\mathrm{Co + S \longrightarrow CoS}</math>
Es kann auch durch Fällung einer mit Essigsäure versetzten Cobalt(II)-chlorid-Lösung mit Schwefelwasserstoff dargestellt werden.
Eigenschaften
Cobalt(II)-sulfid ist ein nicht brennbarer Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Er kommt in zwei verschiedenen Kristallformen vor. α-Cobalt(II)-sulfid ist ein schwarzes Pulver, welches in Salzsäure löslich ist und an Luft Co(OH)S bildet. β-Cobalt(II)-sulfid ist ein graues Pulver. Es ist in Säuren löslich und wandelt sich durch anhaltende Temperung bei 200 °C in eine komplizierter gebaute Modifikation um. Es besitzt eine Kristallstruktur des NiAs-Typs (Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194), a = 336,7, c = 516,0 pm) und ist nicht homogen stöchiometrisch aufgebaut, so dass sich eine Zusammensetzung von CoS1,04 bis CoS1,13 ergibt.<ref name="Brauer" />
Verwendung
Cobalt(II)-sulfid wird als Katalysator für die Hydrierung organischer Verbindungen unter Druck verwendet.<ref name="Brauer" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="Brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1667.</ref> <ref name="Chester"> Albert Huntington Chester: A dictionary of the names of minerals including their history and etymology. 1. Auflage. John Wiley & Sons, New York 1896, S. 137 (online verfügbar bei archive.org – Internet Archive). </ref> <ref name="CRC_HANDBOOK"> David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-61. </ref> <ref name="GESTIS"> Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich) </ref> <ref name="IMA-Liste"> Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Ramdohr"> Paul Ramdohr: Die Erzmineralien und ihre Verwachsungen. 4., bearbeitete und erweiterte Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1975, S. 660 (Jaipurit). </ref> <ref name="StrunzNickel"> Hugo Strunz, Ernest H. Nickel: Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S. 85. </ref> <ref name="TyplokalitätKhetriMine"> Typlokalität Khetri Mine im Mineralienatlas und bei Mindat </ref> </references>
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- Sulfid