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Cobalt(II)-sulfid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Cobalt(II)-sulfid
Vorlage:Farbe Co2+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/mmc (Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194<ref name="StrunzNickel" />

Gitterparameter

a = 338 pm, c = 520 pm<ref name="StrunzNickel" />

Allgemeines
Name Cobalt(II)-sulfid
Andere Namen
  • Jaipurit (Mineral)
  • Kobalt(II)-sulfid
  • Cobaltmonosulfid
  • Kobaltmonosulfid
Verhältnisformel CoS
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff<ref name="CRC_HANDBOOK" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-273-3
ECHA-InfoCard 100.013.886
PubChem 14832
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 91,00 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,45 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

> 1116 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (3,8 mg·l−1 bei 18 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.013.886">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 317​‐​334​‐​350i​‐​410
P: 261​‐​280​‐​302+352​‐​321​‐​363​‐​501<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Cobalt(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Cobaltverbindungen und Sulfide.

Vorkommen

Unter der Bezeichnung Syepoorit beschrieb James Nicol 1849 ein Cobaltsulfid mit der idealisierten Formel CoS und hexagonaler Symmetrie. Die Bezeichnung wurde 1873 von W. A. Ross in Jeypoorit und 1880 von F. R. Mallet schließlich in Jaipurit abgewandelt.<ref name="Chester" /> Der Name nimmt Bezug auf die Typlokalität des so bezeichneten Erzes, den Khetri Minen (Ketri Mine) im Bezirk Jhunjhunu in der Division Jaipur im indischen Bundesstaat Rajasthan.<ref name="TyplokalitätKhetriMine" /> Die Beschreibung von Jaipurit war allerdings unvollständig und die Untersuchung einer vom Britischen Museum zur Verfügung gestellten Probe durch Paul Ramdohr erwies sich als ein Gemenge aus vorwiegend Cobaltit und weiteren bereits bekannten Erzen.<ref name="Ramdohr" /> Der Status als eigenständiges Mineral ist beim Jaipurit damit zurzeit (Stand 2018) fraglich.<ref name="IMA-Liste" />

Gewinnung und Darstellung

α-Cobalt(II)-sulfid kann durch Reaktion von Cobalt(II)-nitrat mit Schwefelwasserstoff erzeugt werden.<ref name="Brauer" />

<math>\mathrm{Co(NO_3)_2 \cdot 6\ H_2O + H_2S \longrightarrow CoS + 2 \ HNO_3 + 6 \ H_2O}</math>

β-Cobalt(II)-sulfid kann durch direkte Synthese aus den Elementen gewonnen werden.<ref name="Brauer" />

<math>\mathrm{Co + S \longrightarrow CoS}</math>

Es kann auch durch Fällung einer mit Essigsäure versetzten Cobalt(II)-chlorid-Lösung mit Schwefelwasserstoff dargestellt werden.

Eigenschaften

Cobalt(II)-sulfid
Cobalt(II)-sulfid

Cobalt(II)-sulfid ist ein nicht brennbarer Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Er kommt in zwei verschiedenen Kristallformen vor. α-Cobalt(II)-sulfid ist ein schwarzes Pulver, welches in Salzsäure löslich ist und an Luft Co(OH)S bildet. β-Cobalt(II)-sulfid ist ein graues Pulver. Es ist in Säuren löslich und wandelt sich durch anhaltende Temperung bei 200 °C in eine komplizierter gebaute Modifikation um. Es besitzt eine Kristallstruktur des NiAs-Typs (Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194, a = 336,7, c = 516,0 pm) und ist nicht homogen stöchiometrisch aufgebaut, so dass sich eine Zusammensetzung von CoS1,04 bis CoS1,13 ergibt.<ref name="Brauer" />

Verwendung

Cobalt(II)-sulfid wird als Katalysator für die Hydrierung organischer Verbindungen unter Druck verwendet.<ref name="Brauer" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1667.</ref> <ref name="Chester"> Albert Huntington Chester: A dictionary of the names of minerals including their history and etymology. 1. Auflage. John Wiley & Sons, New York 1896, S. 137 (online verfügbar bei archive.org – Internet Archive). </ref> <ref name="CRC_HANDBOOK"> David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-61. </ref> <ref name="GESTIS"> Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich) </ref> <ref name="IMA-Liste"> Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Ramdohr"> Paul Ramdohr: Die Erzmineralien und ihre Verwachsungen. 4., bearbeitete und erweiterte Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1975, S. 660 (Jaipurit). </ref> <ref name="StrunzNickel"> Hugo Strunz, Ernest H. Nickel: Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S. 85. </ref> <ref name="TyplokalitätKhetriMine"> Typlokalität Khetri Mine im Mineralienatlas und bei Mindat </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Cobalt(II)-sulfid | Cobalt(II,III)-sulfid | Cobalt(III)-sulfid | Cobaltdisulfid Vorlage:Klappleiste/Ende