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Trinitroanisol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von 2,4,6-Trinitroanisol
Allgemeines
Name Trinitroanisol
Andere Namen
  • 2,4,6-Trinitroanisol
  • Trisol
  • Trinol
  • Nitrolit
  • Pikrinsäuremethylester
Summenformel C7H5N3O7
Kurzbeschreibung

weiße bis hellgelbe Kristalle<ref name="Explosivstoffe">J. Köhler, R. Meyer, A. Homburg: Explosivstoffe. 10., vollständig überarbeitete Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-527-32009-7, S. 328.</ref><ref name="Explosivstoffe2">Explosivstoffe. Wasag-Chemie, Essen 1961, S. 164.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 620-419-8
ECHA-InfoCard 100.149.212
PubChem 11817
ChemSpider 11324
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 243,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,61 g·cm−3 (20 °C)<ref name="Explosivstoffe" /><ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

68 °C<ref name="Explosivstoffe" /><ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

in Wasser unlöslich, löslich in Diethylether und heißem Ethanol<ref name="Explosivstoffe" /><ref name="Explosivstoffe2" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.149.212">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 201​‐​332​‐​312​‐​302​‐​411
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Das Trinitroanisol (2,4,6-Trinitroanisol) bildet weiße bis hellgelbe Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 68 °C. Es leitet sich sowohl vom Anisol (Methoxybenzol) als auch vom Nitrobenzol ab. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Methoxygruppe (–OCH3) und drei Nitrogruppen (–NO2) als Substituenten. Es ist ein Explosivstoff.<ref>Datenblatt des US Government.</ref>

Darstellung

Die Darstellung erfolgt aus 2,4-Dinitrochlorbenzol durch Umsetzung mit Methanol in Gegenwart von Natriumhydroxid und Weiternitrierung des Zwischenprodukts,<ref name="Explosivstoffe2" /> oder direkt aus Trinitrochlorbenzol gleichfalls durch Umsetzung mit Methanol in Gegenwart von Natriumhydroxid.

Eigenschaften

Trinitroanisol ist ein kristalliner Feststoff. Die Verbindung ist im trockenen Zustand durch Schlag, Reibung, Wärme und andere Zündquellen besonders explosionsgefährlich<ref name="Roth-Weller">L. Roth, U. Weller: Gefährliche Chemische Reaktionen. 65. Ergänzungslieferung. ecomed-Verlag, 2011.</ref> und fällt im Umgang unter das Sprengstoffgesetz.<ref name="SprengG">Sprengstoffgesetz, Anhang I, Liste der explosionsgefährlichen Stoffe (BGBl. 1975 I S. 853), auf die das Gesetz in vollem Umfang anzuwenden ist.</ref>

Tabelle mit wichtigen explosionsrelevanten Eigenschaften:
Sauerstoffbilanz −62,5 %<ref name="Explosivstoffe" />
Stickstoffgehalt 17,29 %<ref name="Explosivstoffe" />
Normalgasvolumen 1001 l·kg−1<ref name="Explosivstoffe" />
Explosionswärme 3715 kJ·kg−1 (H2O (l))
3601 kJ·kg−1 (H2O (g))<ref name="Explosivstoffe" />
Spezifische Energie 968 kJ·kg−1 (98,7 mt/kg)<ref name="Explosivstoffe" />
Bleiblockausbauchung 29,5 cm3·g−1<ref name="Explosivstoffe" />
Detonationsgeschwindigkeit 6800 m·s−1<ref name="Explosivstoffe" />
Verpuffungspunkt 285 °C<ref name="Explosivstoffe" />
Stahlhülsentest Grenzdurchmesser 12 mm<ref name="Explosivstoffe" />
Schlagempfindlichkeit 20 Nm<ref name="Explosivstoffe" />
Reibempfindlichkeit bis 353 N Stiftbelastung keine Reaktion<ref name="Explosivstoffe" />

Einzelnachweise

<references />