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Trinitroanilin

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Strukturformel
Strukturformel von 2,4,6-Trinitroanilin
Allgemeines
Name Trinitroanilin
Andere Namen
  • 2,4,6-Trinitroanilin
  • Pikramid
  • TNA
Summenformel C6H4N4O6
Kurzbeschreibung

orangerote Kristalle<ref name="Explosivstoffe">Köhler, J.; Meyer, R.; Homburg, A.: Explosivstoffe, zehnte, vollständig überarbeitete Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 2008, S. 328, ISBN 978-3-527-32009-7.</ref><ref name="Explosivstoffe2">Explosivstoffe, Wasag-Chemie, Essen 1961, S. 163.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 207-703-3
ECHA-InfoCard 100.007.004
PubChem 10271
ChemSpider 9852
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 228,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,72 g·cm−3<ref name="Explosivstoffe"/><ref name="Explosivstoffe2"/>

Schmelzpunkt

188 °C<ref name="Explosivstoffe"/><ref name="Explosivstoffe2"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Das Trinitroanilin (2,4,6-Trinitroanilin, Pikramid) ist orangerote Kristalle bildendes Anilin mit einem Schmelzpunkt von 188 °C. Es leitet sich sowohl vom Anilin als auch vom Nitrobenzol ab. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Aminogruppe (–NH2) und drei Nitrogruppen (–NO2) als Substituenten. Trinitroanilin ist, ebenso wie viele andere Trinitrobenzol-Derivate, explosiv.

Darstellung

Die Darstellung erfolgt aus Trinitrochlorbenzol durch Umsetzung mit Ammoniak oder durch Nitrierung von p-Nitroanilin.<ref name="Explosivstoffe"/><ref name="Explosivstoffe2"/>

Eigenschaften

Trinitroanilin ist ein kristalliner Feststoff. Die Verbindung ist im trockenen Zustand durch Schlag, Reibung, Wärme und andere Zündquellen besonders explosionsgefährlich<ref name="Roth-Weller">Roth, L.; Weller, U.: Gefährliche Chemische Reaktionen, 65. Ergänzungslieferung, ecomed-Verlag 2011.</ref> und fällt im Umgang unter das Sprengstoffgesetz.<ref name="SprengG">Sprengstoffgesetz, Anhang I, Liste der explosionsgefährlichen Stoffe (BGBl. 1975 I S. 853), auf die das Gesetz in vollem Umfang anzuwenden ist.</ref>

Tabelle mit wichtigen explosionsrelevanten Eigenschaften:
Sauerstoffbilanz −56,1 %<ref name="Explosivstoffe"/>
Stickstoffgehalt 24,56 %<ref name="Explosivstoffe"/>
Normalgasvolumen 972 l·kg−1<ref name="Explosivstoffe"/>
Explosionswärme 3592 kJ·kg−1 (H2O (l))
3498 kJ·kg−1 (H2O (g))<ref name="Explosivstoffe"/>
Spezifische Energie 972 kJ·kg−1 (68,1 mt/kg)<ref name="Explosivstoffe"/>
Bleiblockausbauchung 31,0 cm3·g−1<ref name="Explosivstoffe"/>
Detonationsgeschwindigkeit 7300 m·s−1<ref name="Explosivstoffe"/>
Verpuffungspunkt 346 °C<ref name="Explosivstoffe"/>
Stahlhülsentest Grenzdurchmesser 3,5 mm<ref name="Explosivstoffe"/>
Schlagempfindlichkeit 15 Nm<ref name="Explosivstoffe"/>
Reibempfindlichkeit bis 353 N Stiftbelastung keine Reaktion<ref name="Explosivstoffe"/>

Literatur

  • James R. Holden, Charles Dickinson, Charles M. Bock: „Crystal structure of 2,4,6-trinitroaniline“, J. Phys. Chem., 1972, 76 (24), S. 3597–3602 (doi:10.1021/j100668a017).

Einzelnachweise

<references/>