Zum Inhalt springen

Fibronektin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. April 2026 um 13:23 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Fibronektin
[[Datei:|250x200px|Fibronektin]]
Fibronektin
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 2355 Aminosäuren
Isoformen 15
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen

Fibronektin (von lateinisch: fibra für „Faser“; nexus für „Verknüpfung“) ist ein Glykoprotein der extrazellulären Matrix, das in vielen physiologischen Abläufen, unter anderem in der Gewebsreparatur, der Embryogenese, der Hämostase sowie in der Zellmigration und -adhäsion eine wichtige Rolle spielt. Es fördert auch als unspezifisches Opsonin die Bindung von Antigenen an Phagozyten<ref>Vaheri A Fibronectin (cold-insoluble globulin): role in defence. Schweiz Med Wochenschr. 1980 Oct 4;110(40):1437–1440.</ref>. Es kommt auch intrazellulär (in Thrombozyten) vor. Mutationen im FN1-Gen können zu einer Glomerulopathie (GFND2) oder zum Ehlers-Danlos-Syndrom Typ X führen.<ref>UniProt P02751</ref>

Struktur

Fibronektin ist ein Heterodimer aus zwei stabförmigen Polypeptidketten, welche nahe am C-terminalen Ende durch Disulfidbrücken zusammengehalten werden. Bisher wurden mehr als 20 verschiedene Isoformen gefunden, die durch Alternatives Spleißen der mRNA eines einzigen Gens erzeugt werden. Eine einzelne Fibronektin-Polypeptidkette (~ 230 kDa) besteht aus einer Vielzahl von Domänen (ca. 40–90 Aminosäuren), die aufgrund ihrer Homologie in die Strukturtypen I, II, und III eingeteilt werden. Um seine Funktionen (siehe unten) erfüllen zu können, enthält Fibronektin Bindungsregionen für Fibrin, Heparin und Kollagen sowie eine Zellbindungsregion.

Expression und Funktion

Fibronektin wird im Wesentlichen an zwei Orten und zwei Arten gebildet:

In der neueren Forschung gibt es Hinweise, dass Fibronektin auch bei der Anheftung von Metastasen beteiligt sein könnte.

Fetales Fibronektin

Fetales Fibronektin (fFN) ist eine der Isoformen des Fibronektins. Es wird von den Trophoblasten sezerniert<ref>Wolfgang Heinrich Die Bedeutung der transvaginalen Zervixsonographie für die Vorhersage einer Frühgeburt im low-Risk und high-Risk Kollektiven Habilitationsschrift Berlin 2003.</ref> und dient dem Verkleben von Chorion und Dezidua.

Während in der Frühschwangerschaft der Nachweis von fetalem Fibronektin als normal gilt, kann es den späteren Schwangerschaftsphasen eine bevorstehende Geburt oder Frühgeburt anzeigen.<ref>Fetal fibronectin test auf Majoclinic.com</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks