Zum Inhalt springen

Californium(II)-iodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 08:39 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Californium(II)-iodid
Vorlage:Farbe Cf2+ 0 Vorlage:Farbe I
Kristallsystem

rhomboedrisch

Gitterparameter

a = 743,4 ± 1,1 pm

Allgemeines
Name Californium(II)-iodid
Andere Namen

Californiumdiiodid

Verhältnisformel CfI2
Kurzbeschreibung

tiefvioletter Feststoff<ref name="CfI2" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 504,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Gefahren- und Sicherheitshinweise
Datei:ISO 7010 W003.svg
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieser Stoff entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. </ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Californium(II)-iodid ist ein Iodid des künstlichen Elements und Actinoids Californium mit der Summenformel CfI2. Es ist ein tiefvioletter Feststoff<ref name="CfI2">J. F. Wild, E. K. Hulet, R. W. Lougheed, W. N. Hayes: Preparation of Californium Diiodide, Symposium Commemorating the 25th Anniversary of the Discovery of Elements 97 and 98; 20. Januar 1975; Berkeley, USA.</ref> und konnte in Mikrogramm-Mengen im Hochvakuum hergestellt werden.<ref name="STUDIES">J. F. Wild, E. K. Hulet, R. W. Lougheed, W. N. Hayes, J. R. Peterson, R. L. Fellows, J. P. Young: Studies of Californium (II) and (III) Iodides, in: J. Inorg. Nucl. Chem., 1978, 40 (5), S. 811–817 (doi:10.1016/0022-1902(78)80157-2).</ref> Es wird aus Californium(III)-iodid (CfI3) durch Reduktion mit hochreinem Wasserstoff (H2) bei 570 °C in einer Quarzkapillare dargestellt:<ref name="CfI2" />

<chem>2 CfI3 + H2 -> 2 CfI2 + 2 HI</chem>

Bei geringfügig höheren Temperaturen schmilzt es und reagiert mit dem Siliciumdioxid der Glaswände, wobei sich u. a. CfOI bildet.<ref name="STUDIES" />

Es besitzt zwei kristalline Modifikationen: eine rhomboedrische, bei Raumtemperatur stabile Struktur vom CdCl2-Typ mit a = 743,4 ± 1,1 pm und α = 35,83 ± 0,07°, und eine trigonale, metastabile Struktur vom CdI2-Typ (Polytyp 2H) mit a = 455,7 ± 0,4 pm und c = 699,2 ± 0,6 pm.<ref name="STUDIES" /> Die optischen Spektren zeigen Absorptionsbanden im Wellenlängenbereich von 300 bis 1100 nm, die die Anwesenheit von Cf(II) belegen.<ref name="STUDIES" />

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Richard G. Haire: Californium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 1499–1576 (doi:10.1007/1-4020-3598-5_11).