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Hans Mahlich

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Hans Mahlich (* 1. November 1912<ref name="Filmarchiv">Daten lt. Filmarchiv Kay Weniger</ref> als Johannes Mahlich; † 5. Juni 1986<ref>Traueranzeige Neues Deutschland vom 24. Juni 1986, S. 7</ref>) war ein deutscher Filmproduktionsleiter bei der DEFA.

Leben und Wirken

Über Johannes ‘Hans’ Mahlichs frühen Jahre ist derzeit nichts bekannt. Er kam am 1. Oktober 1950 zur DEFA.<ref name="Filmarchiv" /> Zunächst wurde Mahlich als Aufnahmeleiter eingesetzt, unter anderem bei den beiden Ernst Thälmann-Filmen Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse und Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse des Regisseurs Kurt Maetzig.

Seit 1956 als Produktionsleiter aktiv, leistete er seine wichtigsten Arbeiten für Maetzig und dessen Kollegen Frank Beyer. So war er an der Entstehung des ersten DEFA-Science-Fiction-Films Der schweigende Stern ebenso beteiligt wie an Beyers Liebes- und Kriegsfilm Königskinder und dessen für seinen Realismus gepriesenen KZ-Drama Nackt unter Wölfen.

1965 initiierte Mahlich mit Die Söhne der großen Bärin die beim DDR-Publikum populäre DEFA-Indianerfilmreihe, eine Reaktion auf den überwältigenden Erfolg der bundesrepublikanischen Karl-May-Verfilmungen, und machte den jugoslawischen Schauspieler Gojko Mitić zum Star.<ref>Bärbel Beuchler: Die Kanus kippten immer gleich um. Gojko Mitic. Superillu, 3. Januar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2013; abgerufen am 15. Dezember 2021.</ref> Die folgenden Indianerfilme wurden allerdings zunächst von Dorothea Hildebrandt, später auch von anderen DEFA-Produktionsleitern hergestellt.

Bereits 1959 wurde Mahlich zum Produktionschef der Künstlerischen Arbeitsgruppe (KAG) 'Roter Kreis' berufen und diente dort 1964 auch als deren kommissarischer Leiter bzw. Hauptdramaturg.<ref>Günter Jordan: (VEB) DEFA-Studio für Spielfilme (6. /7.1952; 1.1953-1990). In: Film- und Lichtspielwesen in der DDR. Strukturgeschichte der Filminstitutionen. DEFA-Stiftung, 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2021; abgerufen am 15. Dezember 2021.</ref> In dieser Funktion war Hans Mahlich auch infolge der Beschlüsse des 11. Plenums des ZK der SED an den Zensurvorgängen rund um die DEFA-Jahresproduktion 1965/66 beteiligt. Belegt sind seine Stellungnahmen zu dem 'Plenum-Film' Jahrgang 45 Jürgen Böttchers, den Böttchers Kollege Egon Günther aufgrund vermeintlich 'antisozialistischer‘ Passagen massiv attackiert hatte.<ref>Astrid Hartmann: Filmzensur und -politik in der DDR - Untersuchung an ausgewählten Filmen von Jürgen Böttcher in den sechziger Jahren. GRIN Verlag, München 2002, ISBN 978-3-638-72498-2, urn:nbn:de:101:1-201008251088 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. – Lizenzpflichtig. - Vom Verlag als Druckwerk on demand angeboten.).</ref> Auch Jahrgang 45 kam, wie viele andere 'Plenum-Filme', erst nach dem Niedergang der SED-Diktatur in die Kinos und erlebte seine Uraufführung acht Tage nach der Wiedervereinigung, am 11. Oktober 1990.<ref>Frank-Burkhard Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-349-7. S. 282.</ref>

Mahlichs letzte Arbeiten als Produktionsleiter waren zwei DFF-Produktionen, die 1984 ausgestrahlt wurden. Am 1. September 1984<ref name="Filmarchiv" /> schied Mahlich aus der DDR-Staatsfirma wieder aus und ging in den Ruhestand. Seine letzte Wohnadresse war in Kleinmachnow.

Hans Mahlich war mit der Synchronregisseurin Irene Mahlich verheiratet. Der gemeinsame Sohn Holger Mahlich sowie dessen Ehefrau Micaëla Kreißler und Sohn Leonhard Mahlich sind Schauspieler und Synchronsprecher.

Filmografie

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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