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Micaëla Kreißler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Micaëla Kreißler (* 16. Juni 1941 in Innsbruck; † 9. August 2017 in Hamburg;<ref>Private Traueranzeige in der Berliner Zeitung vom 19./20. August 2017, S. 19</ref> mit bürgerlichem Namen Michaela Ursula Mahlich) war eine deutsche Schauspielerin, Synchron- und Hörspielsprecherin.

Leben

Datei:Grabstätte Micaela Kreißler.jpg
Grabstätte auf dem Waldfriedhof Wohldorf

Kreißler wurde nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich in der so genannten Ostmark geboren und kam mit ihren Eltern, die für die DEFA tätig waren, nach dem Krieg nach Potsdam-Babelsberg. Durch diese Verbindung begann sie schon früh ihre Filmkarriere.<ref>Micaëla Kreißler. 1. Juni 2023, abgerufen am 13. Januar 2025.</ref> Ihre Mutter war die Filmregisseurin und Regieassistentin Ursula Pohle, ihr leiblicher Vater der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Liebeneiner.

Kreißler wirkte als Schauspielerin vor der Kamera bis zum Jahr 2006 in über 70 Film-und-Fernsehproduktionen mit.<ref>Micaela Kreißler - deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin - DDR Personen. Abgerufen am 13. Januar 2025.</ref><ref>OFDb - Micaela Kreißler (Darstellerin / Synchronsprecherin). Abgerufen am 13. Januar 2025.</ref><ref>Micaëla Kreißler | filmportal.de. Abgerufen am 13. Januar 2025.</ref> Daneben war sie auch als Bühnendarstellerin an verschiedenen Theaterhäusern tätig, wie beispielsweise am Maxim Gorki Theater.

Zunächst war Kreißler mit dem Schauspieler Peter Sindermann verheiratet, der am 17. Oktober 1971 bei einem Flugzeugabsturz starb. 1962 wurde in dieser Ehe ihr erster Sohn geboren, der spätere Schauspieler Andreas Sindermann. Ihr Schwiegervater war Horst Sindermann, der zeitweilige Vorsitzende des Ministerrats der DDR. Kreißler war in zweiter Ehe mit dem Schauspieler und Synchronsprecher Holger Mahlich verheiratet, 1979 wurde ihr zweiter Sohn Leonhard Mahlich (ebenfalls Synchronsprecher) geboren. Mit ihrem Ehemann arbeitete sie in mehreren Produktionen (u. a. Zentrale Bangkok) zusammen. In der Serie Nicht von schlechten Eltern spielten zwar beide mit, hatten jedoch keinen gemeinsamen Auftritt. Das Paar verließ im Jahr 1982 die DDR und lebte seitdem in Hamburg.<ref name="ha19821216"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Hamburger Abendblatt vom 16. Dezember 1982</ref>

Micaëla Kreißler fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof Wohldorf im Hamburger Stadtteil Wohldorf-Ohlstedt.<ref>Klaus Nerger: Das Grab von Micaëla Kreißler. In: knerger.de. Abgerufen am 27. Februar 2023.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Synchronarbeiten (Auswahl)

Micaëla Kreißler war bis zu ihrem Tod in mehr als 150 Rollen als Synchronsprecherin tätig.<ref>Micaëla Kreißler. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 23. Februar 2023.</ref>

Kath Soucie

Kirsten Walther

Filme

Serien

Theater

Hörspiele

Sortiert nach der Erstsendung.<ref>Quelle: ARD-Hörspieldatenbank</ref>

  • 1966: Bertolt Brecht: Das Verhör des Lukullus (Königin) – Regie: Kurt Veth (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 26. Dez. 1966
  • 1967: Günther Rücker: Alle meine Bräute (Seelchen) – Regie: Günther Rücker (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 1. Jan. 1967
  • 1969: Lew Mitrofanow: Das Meer liebt die Kühnen (Simeida) – Regie: Alexej Schipow (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 6. Apr. 1969
  • 1968: Euripides: Medea (Frauen von Korinth) – Regie: Edgar Kaufmann (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 15. Feb. 1970
  • 1971: Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre – Die Vollendung des Königs Henri Quatre (Teil 1: Die Jugend des Königs Henri Quatre) (Catherine) – Regie: Fritz Göhler (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 11. Mär. 1971
  • 1971: Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre – Die Vollendung des Königs Henri Quatre (Teil 2: Die Jugend des Königs Henri Quatre) (Catherine) – Regie: Fritz Göhler (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 18. Mär. 1971
  • 1971: Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre – Die Vollendung des Königs Henri Quatre (Teil 4: Die Vollendung des Königs Henri Quatre) (Catherine) – Regie: Fritz Göhler (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 6. Mai 1971
  • 1971: Erwin Sylvanus: Der 50. Geburtstag (Trude Gönner) – Regie: Helmut Hellstorff (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 27. Mai 1971
  • 1978: Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline (Maria) – Regie: Werner Grunow (Rundfunk der DDR) – Erstsendung: 2. Juni 1978
  • 1986: Uwe Kraemer: Aus der neuen Welt – oder: von Lokomotiven und Dampfschiffen (Mutter Dvorak) – Regie: Michael Weckler (Deutsche Welle) – Erstsendung: 10. Apr. 1988

Darüber hinaus war Kreißler regelmäßig in Hörspielen wie TKKG und Die drei ??? zu hören.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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