Zum Inhalt springen

Xenomorph

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Oktober 2024 um 17:27 Uhr durch imported>Georg Hügler (Etymologie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Quarz xenomorph.JPG
Xenomorpher Quarz (grau) in einem Gestein neben Feldspat (weiß) und mafischen Mineralen (schwarz).
Datei:Quarz idiomorph.JPG
Im Gegensatz dazu idiomorphe Quarzkristalle.

Xenomorph (auch allotriomorph) ist ein Begriff aus der Mineralogie und bezeichnet Minerale, die nicht in ihrer kristallographisch bedingten Eigengestalt vorliegen, die also nicht über ausgeprägte Kristallflächen und die für das jeweilige Mineral typische Geometrie verfügen (siehe auch Kristallmorphologie).

Xenomorphe Minerale entstehen, wenn diese im Wachstum räumlich eingeengt werden. Dies ist beispielsweise bei mehr oder weniger gleichzeitigem Wachstum verschiedener Minerale während der Erstarrung einer Gesteinsschmelze (Magma) der Fall, wo sich die einzelnen Minerale gegenseitig in ihrem Wachstum behindern. Dadurch können sie ihre Eigengestalt nicht entwickeln und werden als xenomorph bezeichnet.

Kristalle, die ihre volle Eigengestalt entwickelt haben, werden als idiomorph bezeichnet und diejenigen, die sie nur teilweise entwickeln konnten, als hypidiomorph. Pseudomorphosen sind dagegen Minerale, die die äußere Form einer anderen Mineralart angenommen haben.

Etymologie

Der Begriff xenomorph setzt sich zusammen aus altgriechisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [xénos] für „Fremder“ oder „fremd“ und μορφή [morphé] für „Gestalt“ oder „Form“. Der synonyme Begriff allotriomorph leitet sich aus der altgriechischen Vorsilbe {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [allótrios] für „fremd(artig)“ ab.<ref name="Murawski" />

Literatur

  • Rudolf Graubner: Lexikon der Geologie, Minerale und Gesteine. Emil Vollmer Verlag GmbH, München 1980, ISBN 3-87876-327-1, S. 416.
  • Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S. 6.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Murawski"> Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S. 211/18, 213/222 u. 233. </ref> </references>