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Carl Ebbinghaus

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Carl Ebbinghaus, auch Karl Ebbinghaus, (* 2. Juni 1872 in Hamburg; † 21. Oktober 1950 Schloss Neuburg am Inn) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Datei:Schmied-von-Kochel-Denkmal Muenchen-2.jpg
Schmied-von-Kochel-Denkmal
Datei:Phantasie (Reiterin auf steigendem Pferd), von Carl Ebbinghaus, Bavariapark Muenchen-1.jpg
Reiterin auf steigendem Pferd im Bavariapark in München
Datei:Grabstätte Carl Ebbinghaus.jpg
Grabstätte auf dem Alten Friedhof Bonn
Datei:Rheinbabenallee 44.jpg
Wohnhaus von Ebbinghaus in Berlin, unter Denkmalschutz
Datei:Carl Ebbinghaus - Kopf der Minerva.jpg
Kopf der Minerva am Otto-Suhr-Institut in Berlin

Leben

Carl Ebbinghaus studierte an der Münchner Kunstakademie bei Adolf von Hildebrand.

Zu seinen bekanntesten Werken in München gehören das Denkmal für den Schmied von Kochel (1906–1910) in der Lindwurmstraße in Sendling<ref>Zeitungsbericht von der Grundsteinlegung für das Denkmal</ref> sowie die Allegorie der Phantasie, auch: Reiterin auf steigendem Pferd, (1907/1908) im Bavariapark im Bezirk Schwanthalerhöhe. Bei dem Sendlinger Brunnendenkmal und später noch mehrfach arbeitete Ebbinghaus mit dem Münchner Architekten Carl Sattler zusammen.

Als frühes Mitglied des Deutschen Künstlerbundes findet sich Ebbinghaus bereits 1906 im Mitgliederverzeichnis der 3. Jahresausstellung im Großherzoglichen Museum Weimar, wo er die Bronzeplastik Der Riese und eine silberne Statuette zeigte.<ref>s. ausstellende Plastiker im Katalog 3. Deutsche Künstlerbund-Ausstellung. Weimar 1906. S. 31: Ebbinghaus, Carl, München. Katalognr. 305, 306 Textarchiv – Internet Archive</ref> 1906 und 1908 stellte er in der Kunsthalle Bremen aus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Inhalt der Ausstellungskataloge 1900-1949 (Memento vom 12. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>

In den 1920er Jahren wohnte Ebbinghaus in Berlin-Dahlem (heute zu Berlin-Schmargendorf gehörend; Rheinbabenallee 44)<ref>Ebbinghaus, C. In: Berliner Adreßbuch, 1927, Teil 4, Dahlem, S. 1481. „Rheinbabenallee 44“.</ref> in einem von Alfred Breslauer & Paul Salinger errichteten Wohnhaus. In seiner Berliner Zeit wurde Ebbinghaus der Freien Secession Berlin zugerechnet.<ref>Erich Waskes Beiträge zur 1. Ausstellung der Freien Sezession. Erich Waske, abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>

Am 1926–1927 erbauten Institutsgebäude des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dahlem (heute durch das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin genutzt), findet sich Ebbinghaus’ Büste Kopf der Minerva, auch als Göttin Athene mit Helm bezeichnet, für die ihm die populäre Schauspielerin Henny Porten Modell gesessen haben soll.<ref>Kleine Chronik der FU Berlin: Das Otto-Suhr-Institut in der Ihnestraße 22. Freie Universität Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref><ref>Marika Bent: UNI-ORTE 1810 bis 2010. In: Berliner Zeitung. 10. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>

Ebbinghaus schuf als Medailleur die Erstfassung der 1925 gestifteten Karmarsch-Denkmünze der Hannoversche Hochschulgemeinschaft (heute: Leibniz Universitätsgesellschaft Hannover e. V.).<ref>Satzung zur Karmarsch-Denkmünze. Leibniz Universität Hannover, 15. Juni 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Juli 2007; abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref> Von ihm geschaffene Münzen sind regelmäßig im Handel zu finden.

Carl Ebbinghaus wurde auf dem Alten Friedhof Bonn beigesetzt.

Archivalien

  • Ebbinghaus’ Personenakte der Landesleitung Berlin der Reichskammer der bildenden Künste ist im Landesarchiv Berlin nachgewiesen:
    Landesarchiv Berlin, Findbuch A Rep. 243-04 Reichskammer der bildenden Künste – Landesleitung Berlin; landesarchiv-berlin.de (PDF; 3,6 MB) S. 260, Nr. 1701.

Literatur

Weblinks

Commons: Carl Ebbinghaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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