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Fjodor Fjodorowitsch Raskolnikow

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Datei:Fjodor Raskolnikov.jpg
Fjodor Raskolnikow

Fjodor Fjodorowitsch Raskolnikow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); eigentlich F. F. Iljin; * 28. Januarjul. / 9. Februar 1892greg. in Sankt Petersburg; † 12. September 1939 in Nizza, Frankreich) war ein sowjetischer KP-Funktionär, Flottenkommandeur und Diplomat.

Biographie

Fjodor Raskolnikow wurde als Sohn der Generalstochter A. W. Iljin und des orthodoxen Priesters F. A. Petrow<ref name="CPSU">Online Biographie basiert auf V.S. Zaytsev: Voprosy Istorii KPSS. N12. 1963.</ref> (anderen Quellen zufolge Erzpriester Serguschenkow<ref name="veche">Zalessky K.A. Stalin Imperia Moscow, Veche, 2002 zitiert nach Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Раскольников Федор Федорович.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Mai 2007 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) geboren. Alternativ dazu „… war sein Vater Fjodor Iljin, ein fortschrittlicher St. Petersburger Kirchenmann, ein Witwer, der nicht wieder heiraten durfte und dessen Söhne daher formal unehelich waren. Das Leben der Familie Iljin war ziemlich normal …“<ref>Norman F. Saul: Fedor Rashkolnikov, a "Seconday Bpolshevik." In: Russian Review v.32. Nr. 2. April 1973. S. 131.</ref> Er absolvierte das Fürst-Oldenburger-Waisenhaus<ref name="CPSU" />, studierte am Polytechnischen Institut Sankt Petersburg und anschließend am gleichen Ort an der Fähnrichsschule.<ref name="veche" />

Im Dezember 1910 trat er der bolschewistischen Fraktion der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands bei, fühlte sich von den Artikeln der Zeitung Zvezda inspiriert und arbeitete anschließend für die bolschewistische Zeitung Prawda, in die die Zvezda später eingegliedert wurde. Er wurde verhaftet und durfte zunächst in das Deutsche Reich auswandern. Nachdem er jedoch Ärger mit der deutschen Polizei bekommen hatte, kehrte er illegal nach Russland zurück. Er wurde erneut verhaftet und nach Archangelsk verbannt. 1913 wurde er jedoch im Rahmen der Amnestie zum 300. Jahrestag der Romanow-Dynastie freigelassen.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei Kriegsausbruch meldete er sich bei der Marine und erhielt 1917 den Marinerang eines Fähnrichs, nahm jedoch nicht am Ersten Weltkrieg teil.<ref name="veche" />

Während des Juliaufstands 1917 war er einer der Anführer der Kronstädter Matrosen. Er wurde in die Russische konstituierende Versammlung gewählt. Am 29. Januar 1918 wurde er stellvertretender Volkskommissar für „Marineangelegenheiten“.<ref name="veche" /> Im Sommer 1918 hatte er das Kommando über die rote Wolga-Flottille, die bei der Erstürmung der Stadt Kasan eine wichtige Rolle spielte (→Kasaner Operation).

Raskolnikow wurde am 2. September 1918 in den Revolutionären Kriegsrat der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik aufgenommen. Ende 1918 wurde er stellvertretender Kommandeur der 7. Armee und Kommissar der Baltischen Flotte.<ref name="veche" />

Datei:Фёдор Раскольников на яхте «Межень».jpg
Raskolnikow auf dem Schiff Meschen, 1920.

Während er eine Flotte aus einem Schlachtschiff, einem Kreuzer und zwei Zerstörern befehligte, die der britischen Flotte entgegentreten sollte, geriet er im Dezember 1918 in Kriegsgefangenschaft, als sein Zerstörer Spartak vor der Küste Estlands von der Royal Navy geentert wurde.<ref name="veche" /> Er wurde bis zum 27. Mai 1919 im Gefängnis von Brixton festgehalten, bevor er gegen 17 britische Kriegsgefangene ausgetauscht wurde. Als Kommandeur der Kaspischen Flottille<ref name="veche" /> führte er am 18. Mai 1920 den Angriff auf den britischen Stützpunkt Enzeli<ref>F.F. Raskolnikov: Die Einnahme von Enzeli.</ref> an, bei dem die Überreste der dort stationierten weißrussischen Marine und britischen Garnison erobert wurden. Im Norden des Iran wurde die kurzlebige Sozialistische Sowjetrepublik Iran gegründet.

Im August 1920 verfasste Raskolnikow einen Bericht, in dem er warnte, dass die Schiffbauanlagen in Petrograd während des Bürgerkriegs so stark an technischen Fachkräften gelitten hätten, dass sie nicht einmal in der Lage seien, beschädigte Schiffe zu reparieren. Er forderte eine Rekrutierungsoffensive, ein auf Akkordarbeit basierendes Lohnsystem und ein Ende der „Einmischung“ der Metallarbeitergewerkschaft.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 31 августа 1920 г. – Рапорт командующего Балтийским флотом Ф. Ф. Раскольникова в Совет военной промышленности о мерах по воссозданию военного судостроения (31 August 1920 – Report of the Commander of the Baltic Fleet F. F. Raskolnikov to the Council of the Military Industry on measures to restore military shipbuilding).] In: Исторические Материалы. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Während der Gewerkschaftsdebatte von 1920 bis 1921 unterstützte Raskolnikow Leo Trotzkis Position, eine harte Linie gegenüber der staatlichen Kontrolle der Gewerkschaften zu verfolgen. Von Juni 1920 bis Januar 1921 kommandierte Raskolnikow die Baltische Flotte. Während seiner Amtszeit verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den Kommandanten und den Seeleuten, und die Spannungen gipfelten wenige Wochen später im Kronstädter Aufstand im März 1921.<ref name="veche" />

1921 wurde Raskolnikow Botschafter in Afghanistan, dem ersten Land, das diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufnahm.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Raskolnikows Vorgehen führte zu einem diplomatischen Zerwürfnis mit Großbritannien, und die britische Regierung bestand auf seiner Absetzung. 1923 wurde er ersetzt.<ref name="veche" />

1930 übernahm er Botschafterposten in Estland und Dänemark und ab 1934 in Bulgarien.

Im März 1938 wurde er aus Sofia in die UdSSR zurückberufen, weigerte sich jedoch am 1. April, zurückzukehren. Er zog mit seiner Familie nach Frankreich. 1939 veröffentlichte er seinen berühmten Offenen Brief an Stalin<ref>Raskolnikovs offener Brief an Stalin</ref>, in dem er Stalins Repressionen während des Großen Terrors und das entstehende deutsch-sowjetische Bündnis kritisierte.

Kurz nach der Unterzeichnung des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts wurde Raskolnikow in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, da die Unterzeichnung des Pakts einen schweren Schock für ihn darstellte. Er starb während des Krankenhausaufenthalts durch einen „Fenstersturz“, vermutlich durch Agenten des NKWD. Der Schriftstellerin Nina Berberova zufolge beging Raskolnikow Selbstmord. Diese Darstellung wurde von Raskolnikows damaliger Frau bestritten, die behauptete, ihr Mann sei an einer Lungenentzündung gestorben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Потерял голову из-за Сталина": загадка гибели любимца Троцкого.] In: Газета.Ru. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Laut dem Historiker Roi Medwedew könnte Raskolnikow von NKWD-Agenten ermordet worden sein. Es gibt Theorien, dass der Attentäter Sergei Efron, der Ehemann der Dichterin Marina Zwetajewa, gewesen sein könnte.<ref name="CPSU" />

Raskolnikow wurde 1963 posthum rehabilitiert.<ref name="veche" /> Doch „gegen Ende des Jahrzehnts verschwanden seine Fotografien aus den Nachschlagewerken, und Redakteure, die ihn positiv erwähnten, wurden gerügt oder entlassen. Schließlich stufte ihn das Parteiorgan ‚Kommunist‘ im Februar 1969 als ‚Überläufer zum Feind und Verleumder der Partei und des Sowjetstaates‘ ein“.<ref>Robert Conquest: We & They. Maurice Temple Smith. London. 1980. S. 127.</ref> Sein Ruf wurde während der Glasnost-Ära mit der Veröffentlichung seines Offenen Briefes an Stalin in der sowjetischen Presse wiederhergestellt.<ref>Roy Medvedev: Let History Judge: The Origins and Consequences of Stalinism. Columbia University Press. New York. 1989. S. 484.</ref>

Privates

Raskolnikow war in erster Ehe ab 1918 mit Larissa Reissner verheiratet, in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Musa Kaniwes.

Sein Bruder Alexander Iljin war ein bekannter Schachspieler.

Weblinks

Commons: Fyodor Raskolnikov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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