Space Dream
Space Dream ist ein Schweizer Musical von Harry Schärer und Peter Schwinger. Es wurde acht Jahre lang in Baden und Winterthur aufgeführt. Es ist das bekannteste und erfolgreichste Musical der Schweizer Geschichte.
Die Uraufführung fand 1994 anlässlich der Gewerbeausstellung MEGA in Berikon statt. Aufgrund des Erfolgs brachten die Produzenten Guido Schilling und Darko Soolfrank das Musical ein Jahr darauf in Baden in einer professionellen Version auf die Bühne. Nach über 830 Vorstellungen wurde das Musical am 18. Juni 2000 zum letzten Mal in Baden aufgeführt. Während der Spielzeit von fünf Jahren sahen über 540’000 Personen die Produktion.<ref>News: Endgültiges Ende für Schweizer Musical Space Dream. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Space Dream wurde 1997 auch im Hangar II des Flughafens Berlin-Tempelhof und ab 2001 in der City Halle auf dem Sulzer-Areal in Winterthur aufgeführt.
Am 2004 wurde in Winterthur mit dem zweiten Teil Space Dream SAGA II – Mystarium das erfolgreiche Musical fortgesetzt. Schliesslich folgte 2006 mit Space Dream SAGA III – Das Geheimnis von Nenyveh auch der dritte Teil wiederum in der City Halle Winterthur. Nach 14 Jahren und über 1500 Shows fand am 26. April 2008 die letzte Vorstellung von Space Dream statt. Die Weltraum-Trilogie kann mit über einer Million Besucher als die erfolgreichste Schweizer Produktion bezeichnet werden. Von Oktober 2010 bis Mai 2011 wurde Space Dream – das Original wieder in der City Halle Winterthur aufgeführt. Der Veranstalter Think Musicals AG musste danach Konkurs anmelden.<ref>«Space Dream» ausgeträumt. In: Neue Zürcher Zeitung. 25. Juni 2011.</ref>
Im Jahr 2021 war eine Neuauflage in Mundart geplant, wurde aber wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Die Premiere der Neuinszenierung fand schliesslich am 10. März 2022 statt.<ref name="az">Erfolgsgeschichte Space Dream. In: Aargauer Zeitung. 7. März 2022, abgerufen am 23. Februar 2025.</ref> Das Musical unter der Regie von Rolf Sommer, das bis 15. Mai 2022 lief, wurde erstmals in Schweizerdeutsch aufgeführt.<ref>«Space Dream»: das Musical in einer Neuinszenierung in Zürich. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. März 2022, abgerufen am 19. Juni 2022.</ref> Sommer war auch für die Übersetzung von Deutsch und Englisch in Mundart besorgt. Der bekannteste Song «Look to the Stars» wurde so zu «Flüg eifach los». Space Dream wurde erstmals in Zürich aufgeführt; als Spielstätte diente die Maag Halle. Hinter dem Musical standen die <ref name="az" />
Aufführungsorte Space Dream Trilogie
- 1994/1995: Space Dream
Aufführungen:
– Berikon (anlässlich der Gewerbeausstellung Mega): (nicht professionelle) Uraufführung 15. April 1994<ref>Space Dream. Harry Schärer Musicals, abgerufen am 23. Februar 2025.</ref>
– Baden (in einer leerstehenden Industriehalle der ABB): Premiere 1. März 1995 (bis 18. Juni 2000)
– Berlin (in einem umgebauten Hangar des Flughafens Tempelhof): 1997<ref>Space Dream (Winterthur 2010). In: unitedmusicals.de. 21. Oktober 2010, abgerufen am 23. Februar 2025.</ref>
– Winterthur, City Halle: 2001 bis 2011 (mit Unterbrüchen)<ref>«Space Dream» am Ende – Produzent in Konkurs geraten. In: Tages-Anzeiger. 26. Juni 2011, abgerufen am 23. Februar 2025.</ref>
– Zürich, Maag-Halle: Premiere 10. März 2022 (bis 15. Mai 2022), auf Schweizerdeutsch - 2004: Space Dream – Mystarium (Saga 2)
Uraufführung: 14. Oktober 2004
Winterthur, City Halle - 2006: Space Dream – Das Geheimnis von Nenyveh (Saga 3)
Uraufführung: 9. November 2006
Winterthur, City Halle
Original-Besetzung Schweiz (Original Cast Switzerland)
- Roman Riklin (Rodin)
- Monica Quinter (Reachel)
- Stephan Bollinger (Roboto) / Patrick Biagioli (Roboto)
- Izabela Baran (Macchina)
- Gabriela Urben (Solara)
- Daniel Stüssi + Jürg Peter (Könige)
Premiere-Besetzung Berlin, Deutschland (Premiere Cast Berlin Germany)
- Roman Riklin (Rodin)
- Monica Quinter (Reachel)
- Stephan Bollinger (Roboto) / John Davis (Roboto)
- Judy Weiss (Macchina)
Besetzung Mundartfassung (Schweizerdeutsch)
- Adrian Burri (Rodin)
- Laura Aubert (Reachel)
- Lucca Kleimann (Roboto)
- Deliah Stuker (Macchina)
- Sandra Bitterli (Sira)
- Marc Früh (Kai)
- Patrick Imhof (Aquilon)
- Patricia Hodell (Rava)
- Sarah Madeleine Kappeler (Solara)
- Sandra Leon (Mega)
- Jochen Schaible (WD40)
Im Ensemble: Nadine Zemp, Olivia Limina, Kim Lemmenmeier, Nicole Matter, Anja Quinter, Lars Wandres, Davide Romeo, Nathanaël Mägli, Sven Geiger, Tim Hunziker, Maja Xhemaili-Luthiger, Maura Oricchio
Auszeichnungen
1995: Prix Walo in der Kategorie Theater & Musical-Produktionen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spartensieger seit 1994 ( vom 10. Januar 2014 im Internet Archive). Prix Walo, abgerufen am 20. November 2011.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />