Zum Inhalt springen

Markus Poschner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. Dezember 2025 um 17:48 Uhr durch imported>Nadi2018 (Klammerfehler wl).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Markus Poschner.tif (cropped).jpg
Markus Poschner, 2010

Markus Poschner (* 1. Februar 1971 in München<ref>Salzburg24: Markus Poschner wird neuer Linz Opern- und Orchesterchef. 22. Februar 2015, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref>) ist ein deutscher Dirigent. Er ist seit 2015 Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana und seit 2017 Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz.

Leben

Markus Poschner studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Hermann Michael. Zu seinen Mentoren und Förderern gehörten Roger Norrington, Colin Davis und Jorma Panula.

Von 2000 bis 2006 war Poschner Chefdirigent des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Anschließend bekleidete er das Amt des 1. Kapellmeisters der Komischen Oper Berlin. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Hans Neuenfels, Peter Konwitschny, Andreas Homoki und Sebastian Baumgarten zusammen. 2007 wechselte Poschner als Generalmusikdirektor zu den Bremer Philharmonikern und dem Theater Bremen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Theater Bremen, Ensemble. (Archivierte Kopie, bei Abruf am 25. Juli 2022 nur Rahmen dargestellt) (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref><ref>Markus Poschner geht als GMD nach Bremen. nmz - neue musikzeitung, 11. Dezember 2006, abgerufen am 25. Juli 2022</ref> Seit 2015 ist er Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana.

Seit 2017 leitet er das Bruckner Orchester Linz.<ref>orf.at – Poschner folgt Dennis Russell Davies. Artikel vom 22. Februar 2015, abgerufen am 22. Februar 2015.</ref> Am Landestheater Linz übernahm er in der Spielzeit 2022/2023 die Opernproduktionen Die tote Stadt von Korngold<ref>Landestheater Linz: Die tote Stadt. Abgerufen am 28. März 2023.</ref> und Wagners Meistersinger von Nürnberg.<ref>Landestheater Linz: Die Meistersinger von Nürnberg. Abgerufen am 28. März 2023.</ref> 2023 wurde bekanntgegeben, dass Poschner ab 2025 das Sinfonieorchester Basel als Chefdirigent leiten wird und einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet hat.<ref>nmz - neue musikzeitung: Markus Poschner neuer Chefdirigent des Basler Symphonieorchesters. Abgerufen am 29. März 2023.</ref> Im Januar 2024 gab er bekannt, seinen bis 2027 laufenden Vertrag mit dem Bruckner Orchester nicht zu verlängern.<ref>Chefdirigent Markus Poschner verlässt 2027 Bruckner Orchester Linz. In: DerStandard.at. 26. Januar 2024, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Im November 2024 wurde bekanntgegeben, dass er mit Beginn der Spielzeit 2027/28 Chefdirigent des Utah Symphony werden soll.<ref>Linzer Chefdirigent Poschner wechselt 2027 nach Utah. In: DerStandard.at/APA. 19. November 2024, abgerufen am 20. November 2024.</ref> Im Februar 2025 wurde Poschner als Nachfolger von Marin Alsop als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien (RSO Wien) ab 2026 präsentiert.<ref>Ljubiša Tošić: Markus Poschner wird neuer Chefdirigent des RSO Wien. In: DerStandard.at. 18. Februar 2025, abgerufen am 18. Februar 2025.</ref>

Bei den Bayreuther Festspielen 2022 dirigierte Poschner die Neuinszenierung von Tristan und Isolde als Einspringer für Cornelius Meister.<ref>Umbesetzung Dirigate Tristan und Ring. Abgerufen am 23. Juli 2022.</ref> Auch für die Festspiele 2023 war er in Bayreuth für die musikalische Leitung dieses Werkes vorgesehen.<ref>Aufführungsdatenbank: Markus Poschner. In: Bayreuther Festspiele. Abgerufen am 23. Februar 2023.</ref>

Gastauftritte führten ihn nach Argentinien, Frankreich, Österreich, Japan und China. Er ist regelmäßiger Gast u. a. der Münchner Philharmoniker und der Dresdner Philharmonie und dirigierte Orchester wie das Kölner Gürzenich-Orchester, die Bamberger Symphoniker, die Staatskapelle Halle, das Bruckner Orchester Linz, das Berliner Konzerthausorchester, die Orchester des Hessischen Staatstheaters und des Staatstheater am Gärtnerplatz. Außerdem ist er ständiger Gastdirigent des Orquesta Sinfonica de Chile und dirigiert regelmäßig bei renommierten deutschen Musikfestivals, z. B. Schleswig-Holstein Musikfestival, Richard-Strauss-Tage Garmisch-Partenkirchen, Europäisches Klassikfestival Ruhr und Rheingau Musik Festival.

Poschner ist auch als Jazzpianist bekannt und arbeitete mit Künstlern wie Klaus Maria Brandauer, Natalia Gutman, Giora Feidman, Bruno Jonas, Baiba Skride und Maximilian Schell zusammen.

Seit 2011 ist er Honorarprofessor an der Universität Bremen<ref>Universität Bremen: Hon.-Prof. Markus Poschner. Abgerufen am 23. Februar 2023.</ref> und seit 2020 an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.<ref>Land Oberösterreich - Markus Poschner zum Honorarprofessor an der Bruckneruniversität ernannt. Abgerufen am 24. November 2024.</ref>

Auszeichnungen

Diskografie (Auswahl)

Das Bruckner Orchester Linz und das Radio-Symphonieorchester Wien spielen unter der Gesamtleitung von Markus Poschner bis zum 200. Geburtstag Anton Bruckners im Jahr 2024 alle Sinfonien des Komponisten erstmals in allen Fassungen ein. Bisher erschienen die Nullte (1869), die Dritte (1873), die Vierte (1876; 1878–1880), die Sechste (1881) und die Achte (1887; 1890) beim Label Capriccio.<ref>#Bruckner2024 – Anton Bruckner (1824–1896) The Complete Versions Edition. Abgerufen am 28. März 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein