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Dulee Johnson

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Dulee Johnson
Datei:Dulee Johnson.JPG
Johnson im Training bei AIK (2010)
Personalia
Geburtstag 7. November 1984
Geburtsort MonroviaLiberia
Größe 176 cm
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–2000 Floda BoIF 62 (45)
2001–2005 BK Häcken 117 (11)
2006–2008 AIK Solna 64 0(2)
2008–2009 Maccabi Tel Aviv 27 0(1)
2009–2010 AIK Solna 35 0(4)
2010–2011 Panetolikos 4 0(0)
2011 De Graafschap 3 0(0)
2012 AmaZulu FC 4 0(0)
2013–2014 IK Brage 20 0(0)
2014 Săgeata Năvodari 15 0(0)
2014–2015 CSMS Iași 1 0(0)
2015–2016 Moss FK 8 0(5)
2016 Molde FK 0 0(0)
2016 Start Kristiansand 8 0(1)
2018 Lyn Oslo 17 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2001–2016 Liberia 15 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Dulee Johnson (* 7. November 1984 in Monrovia) ist ein liberianischer ehemaliger Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler bestritt den größten Teil seiner Karriere in Schweden.

Werdegang

Johnson kam während des Gothia Cup 1998 erstmals nach Schweden. Zunächst kehrte er anschließend in sein Heimatland zurück, wechselte aber 2000 zum schwedischen Klub Floda BoIF. An der Seite seines Landsmanns Jimmy Dixon spielte er für den unterklassig antretenden Verein und erzielte 16 Saisontore.

Johnson wechselte daraufhin in die Allsvenskan zu BK Häcken. Mit dem Klub stieg er am Ende der Erstliga-Spielzeit 2001 in die Superettan ab. An der Seite von Johan Lind, Dioh Williams, Tuomas Uusimäki und dem mittlerweile ebenfalls zu BK Häcken gewechselten Jimmy Dixon verpasste er mit der Mannschaft als Tabellenvierter lediglich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem Ortsrivalen Västra Frölunda IF den Relegationsplatz zur Allsvenskan. Im selben Jahr nahm er mit der von George Weah angeleiteten Landesauswahl an der Afrikameisterschaft 2002 in Mali teil. Hatte er mit dem Klub im folgenden Jahr in der Relegationsrunde gegen GIF Sundsvall den Aufstieg in die erste Liga verpasst, gelang in der Spielzeit 2004 unter Trainer Jörgen Lennartsson als Tabellen-Erster die Erstliga-Rückkehr.

Nach einer Spielzeit für BK Häcken in der schwedischen Eliteserie wechselte Johnson Anfang 2006 zu AIK und unterschrieb einen Drei-Jahres-Kontrakt.<ref>dn.se: „Dulee Johnson klar för AIK“ (abgerufen am 25. September 2010)</ref> Als Stammspieler im offensiven Mittelfeld des Klubs erreichte er mit seinem neuen Klub in der Spielzeit 2006 die Vizemeisterschaft hinter IF Elfsborg. Auch in den folgenden Jahren war er Stammspieler, ehe er im Sommer 2008 seinen Abschied vom Klub bekannt gab, um sich weiterentwickeln zu können, und nach Israel zu Maccabi Tel Aviv wechselte.<ref>svenskafans.com: „Officiellt: Dulee Johnson lämnar AIK“ (abgerufen am 25. September 2010)</ref> Zwar gewann er mit dem Klub den Ligapokal von Israel, blieb aber nur eine Spielzeit in Israel.

Im Juni 2009 gab Johnson seine Rückkehr zu AIK bekannt, bei dem er einen Vertrag mit zweieinhalb Jahren Laufzeit unterzeichnete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dn.se: „Dulee Johnson klar för AIK“ (Memento vom 18. Juni 2009 im Internet Archive) (abgerufen am 25. September 2010)</ref> Mit zwei Toren in 15 Spielen bis zum Ende der Spielzeit 2009 trug er an der Seite von Daniel Tjernström, Antônio Flávio, Nils-Eric Johansson und Kenny Pavey zum Gewinn des Lennart-Johansson-Pokals für den schwedischen Landesmeister bei. Unter Trainer Mikael Stahre stand er zudem im Endspiel um den schwedischen Landespokal, das gegen IFK Göteborg gewonnen wurde.

Im Laufe des Jahres 2010 kam es um Johnson immer wieder zu Abwanderungsgerüchten, da ihn Trainer Alex Miller unregelmäßig einsetzte. Hatte er im Juli des Jahres diese Meldungen noch dementiert und sein Bleiben bei AIK klargestellt<ref>eurosport.se: „Dulee dementerar rykten: "Jag stannar i AIK"“ (abgerufen am 9. Dezember 2010)</ref>, ließ er sich kurz vor Ende der Sommertransferperiode im August zitieren, dass er am liebsten vom Klub verliehen oder verkauft werden würde.<ref>eurosport.se: „Dulee vill lämna AIK“ (abgerufen am 9. Dezember 2010)</ref> Er blieb jedoch dem Klub treu und erkämpfte sich Mitte September einen Stammplatz. Im Oktober bezichtigte die Staatsanwaltschaft ihn der Vergewaltigung – im Mai des Jahres habe er eine 22-jährige Frau vergewaltigt –, woraufhin der Klub ihn nicht zuletzt wegen des Drucks des Hauptsponsors Åbro nach der Verhaftung suspendierte.<ref>svd.se: „AIK stänger av våldtäktsmisstänkte Johnson“ (abgerufen am 9. Dezember 2010)</ref> Nach längeren Verhandlungen mit den Vertretern des Spielers trennte sich der Klub Anfang Dezember von Johnson.<ref>svenskafans.com: „AIK sparkar Dulee Johnson!“ (abgerufen am 9. Dezember 2010)</ref>

Im Januar 2011 unterzeichnete Johnson einen Kontrakt beim griechischen Zweitligisten Panetolikos mit Vertragslaufzeit bis Sommer 2012.<ref>fotbolltransfers.com: „Officiellt: Dulee Johnson till Panaitolikos“ (abgerufen am 24. Januar 2011)</ref> Im Sommer 2011 wechselte er jedoch bereits erneut und schloss sich dem niederländischen Ehrendivisionär De Graafschap an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Johnson voelt zich op zijn gemak bij De Graafschap (Memento vom 28. August 2012 auf WebCite), Vereinshomepage von De Graafschap vom 3. Juli 2011</ref> Der Vertrag wurde vom Verein am 4. Oktober 2011 aufgelöst. Er war in der kurzen Zeit bereits mehrmals durch Fehlverhalten aufgefallen, zuletzt dadurch, dass er nach einem Autounfall einen Atemtest verweigerte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />De Graafschap en Dulee Johnson per direct uit elkaar (Memento vom 28. August 2012 auf WebCite), Vereinshomepage von De Graafschap vom 4. Oktober 2012</ref> Im Juli 2012 schloss Johnson einen Zweijahresvertrag beim südafrikanischen AmaZulu FC aus Durban ab. Doch auch hier wurde er nach weniger als fünf Monaten und nur sechs Einsätzen<ref>AmaZulu send Johnson packing, sport24.co.za vom 12. November 2012</ref> im November 2012 vorzeitig entlassen; der Verein gab einen „Vertragsbruch seitens des Spielers“ als Grund an, ohne sich zu Einzelheiten zu äußern.<ref>11 biggest player disappointments in the South African PSL 2012/12 season, kickoff.com</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks