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Irrebach

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Irrebach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(50)&title=Irrebach 49° 12′ N, 10° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(50) 49° 12′ 10″ N, 10° 36′ 23″ O
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Höhe: 427 m ü. NHN
Einwohner: 50 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Postleitzahl: 91746
Vorwahl: 09826
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Datei:Irrebach-Ortsschild.JPG
Historisches Ortsschild und Wegweiser

Irrebach ist ein Gemeindeteil des Marktes Weidenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Irrebach liegt in der Gemarkung Leidendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Durch das Dorf fließt der Irrebach, ein linker Zufluss der Altmühl, und es münden dort der Weiher- und Waldgraben als rechte Zuflüsse und der Straßenwiesenbach als linker Zufluss in den Irrebach. Im Südosten liegt das Flurgebiet Steinhärdlein, 0,5 km nördlich liegt das Starenfeld. Der Ort liegt an der Staatsstraße 2220, die nach Weidenbach (2,7 km östlich) bzw. nach Kleinried führt (2 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Irrebach hat sich um ein Mühlenanwesen entwickelt, das wahrscheinlich aus dem Erbe der Dornberger stammt und das die Herren von Heideck als eine der beiden Erben der Dornberger als Lehen vergaben. Die urkundlichen Nachrichten beginnen ab 1388.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 195.</ref>

Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 11 Untertansfamilien, von denen eines ansbachisch war, drei hatten das eichstättische Stadtvogteiamt Ornbau als Grundherrn.<ref>Johann Bernhard Fischer: Irrebach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 34.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Irrebach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weidenbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Weidenbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Irrebach in die neu gebildete Ruralgemeinde Esbach umgemeindet.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 45 (Digitalisat).</ref> Spätestens 1846 ging diese Gemeinde in der Ruralgemeinde Leidendorf auf, wie aus dem Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken hervorgeht. Im selbigen Werk wird erwähnt, dass es im Ort einen Gastwirt, einen Schmied, einen Brandweinbrenner, eine Ölmühle, einen Weber sowie ein nach Sommersdorf gehörendes Hirtenhaus gab.<ref name="OV 1846"/> Sechs Familien des Ortes unterstanden bis 1848 der Patrimonialgerichtsbarkeit der Herren von Sommersdorf und Thann.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 959.</ref>

Am 1. Juli 1971 wurde Irrebach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Weidenbach eingegliedert.<ref>Weidenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. März 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 3 aufgeführt, ein zweigeschossiges Wohnstallhaus, dessen Türsturz mit „18 JMZ 34“ bezeichnet ist.<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 85. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.</ref>
  • In der Ortsmitte steht ein Ortsschild und Wegweiser nach Niederoberbach, um 1860/70 aus Gusseisen gefertigt.<ref>Denkmalliste für Weidenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Michael Petzet (Hg.): Denkmäler in Bayern. Bd. 5, Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München 1986, S. 285.</ref>

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Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 72 71 77 72 65 66 57 105 61 49 50
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 15 12 12 12 11 11 13 13
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 45 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 159 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1190, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1121 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 172 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 332 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Weidenbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Jakobus (Ornbau) zuständig.<ref>Pfarrverband Obere Altmühl-Heide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref>

Vereine

Literatur

Weblinks

Commons: Irrebach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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