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Frisia V

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Frisia V
Datei:Frisia V Norderney 2.jpg
Frisia V vor Norderney (2013)
Frisia V vor Norderney (2013)
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Schiffstyp Fähre
Rufzeichen DCSB<ref name="gl">Germanischer Lloyd AG: Technische und administrative Daten der "Frisia V". Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. April 2016; abgerufen am 27. Oktober 2011.</ref>
Heimathafen Norderney
Eigner AG Reederei Norden-Frisia
Bauwerft Meyer Werft, Papenburg
Baunummer 529
Kiellegung 23. Dezember 1964
Stapellauf 11. Juni 1965
Übernahme 1. August 1965
Außerdienststellung Februar 2016
Verbleib 2017 verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 63,75<ref name="gl" /> m (Lüa)
61,78 m (Lpp)
Breite 12,0 m
Tiefgang (max.) 1,75 m
Vermessung 1.007 BRZ / 451 NRZ
Maschinenanlage
Maschine dieselmechanisch
Dieselmotor (KHD SBA 12M816), je 366 kW
Dieselmotor (Volvo Penta TAMD 163A), 397 kW<ref name="gl" />
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 1.129 kW (1.535 PS)
Propeller Schottel SRP 300
1× Festpropeller<ref name="SuT">Peter Pospiech: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verjüngungskur für FRISIA V auf der Traditionswerft in Oldersum – Schiffswerft Diedrich gut im Geschäft (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive), Schifffahrt und Technik, Nr. 1/2008, S. 54–55 (PDF, 7,4 MB).</ref>
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 220 tdw
Zugelassene Passagierzahl 1450
Fahrzeugkapazität 52 PKW
Sonstiges
Klassifizierungen Germanischer Lloyd
Registrier­nummern IMO-Nr.: 8827181

Die Frisia V war eine Auto- und Passagierfähre der Reederei Norden-Frisia, die im Linienverkehr zwischen der Ostfriesischen Insel Norderney und Norddeich eingesetzt wurde.

Geschichte

Die Frisia V wurde 1965 unter der Baunummer 529 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut. Die Kiellegung fand am 23. Dezember 1964, der Stapellauf am 1. Juni 1965 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 1. August 1965 und die Indienststellung am 12. August 1965. Zunächst war die Frisia V eine Kombination aus Autofähre und Fahrgastschiff. Die Pkw konnten über eine Bugrampe auf den vorderen Teil der Fähre gefahren werden. Somit konnte das Schiff anfangs 25 Pkw und 800 Passagiere transportieren. Wegen des einseitigen Aufbaus erhielt das Schiff den Spitznamen Flugzeugträger.

Datei:Frisia V IMO 8827181 F Norddeich 08-1975.jpg
Frisia V 1975 mit seitlich angebrachter Brücke in Norddeich

1972 wurde die Fähre auf der Meyer-Werft von ursprünglich 44 Meter auf 53,7 Meter und 1984 auf letztendlich 63,7 Meter verlängert.<ref>Weihnachtsausgabe Badekurier 1984. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Dezember 2016; abgerufen am 4. März 2025.</ref> Nach dem Umbau konnte die Fähre 52 Fahrzeuge und 1450 Passagiere aufnehmen. Hintergrund der Umbauarbeiten waren die bis heute gebräuchlichen Fährbrücken in Norddeich und auf Norderney, die ein An- und Vonbordfahren der Autos über Bug und Heck der Fährschiffe ermöglichen. 1991 wurde das Schiff einem letzten Umbau unterzogen. Dabei wurde das Promenadendeck über das Autodeck verlegt sowie das Ruderhaus über die gesamte Breite des Schiffs verbreitert. Diese Änderung wurde bei allen Fähren der Reederei vollzogen. Zuvor befand sich das Ruderhaus auf der Steuerbordseite. Das alte Ruderhaus dient heute als Aufenthaltsraum im Norderneyer Jachthafen.<ref>Dirk Kähler: Ein Schiff im Wandel der Zeit. In: Norderneyer Morgen Extra. Nr. 7, Juli 2015, S. 32 ff. (Online-Ausgabe [PDF; 6,8 MB]).</ref>

Am 16. Juni 2015 kollidierte das Schiff in Norddeich mit der Kaimauer.<ref>Sieben Verletzte bei Fährunfall in Norddeich. Emder Zeitung, 17. Juni 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Juli 2015; abgerufen am 4. März 2025.</ref> Dabei wurden sieben Passagiere verletzt.<ref>Untersuchungszwischenbericht zu dem Untersuchungsbericht 225/15, Schwerer Seeunfall, Kollision der Fähre FRISIA V mit der Kaianlage in Norddeich am 16. Juni 2015. (PDF) Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung, 3. Juni 2016, abgerufen am 27. November 2016.</ref> Der entstandene Bugschaden wurde bei der Emder Werft und Dock GmbH repariert.<ref>Fähre nach Unfall zur Reparatur in Emden. Emder Zeitung, 19. Juni 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Juli 2015; abgerufen am 4. März 2025.</ref>

Im November 2016 wurde das Schiff an DA Schiffsverwertung in Papenburg verkauft, wo es abgewrackt werden sollte.<ref>„Frisia V“ zum Abbruch nach Papenburg, THB – Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 22. November 2016.</ref> Der Betrieb wurde jedoch geschlossen.<ref>Christoph Assies: DA Schiffsverwertung stellt Betrieb im Papenburger Hafen ein, Ems-Zeitung, 31. Januar 2017.</ref> Anschließend wurden in Groningen die Aufbauten entfernt und das Schiff bei Ship and Offshore Recycling Holland in Kootstertille, Provinz Friesland, verschrottet.

Technik

Die Frisia V wurde von insgesamt drei Hauptmaschinen angetrieben. Ein Sechszylinder-Viertaktmotor des Herstellers Volvo Penta (Typ: TAMD 163 A-A) mit einer Leistung von 397 kW wirkte über Getriebe und Wellenanlage auf einen Festpropeller. Zwei Zwölfzylinder-Viertaktmotoren des Herstellers Klöckner-Humboldt-Deutz (Typ: SBA 12 M 816) mit einer Leistung von jeweils 366 kW trieben jeweils einen Ruderpropeller des Typs Schottel SRP 300 an.

Darüber hinaus verfügte die Frisia V über ein Veth-Jet Querstrahlruder im Vorschiff, das von einem Dieselmotor des Typs Scania DSI 1457 M40V angetrieben wurde. Für die Stromversorgung an Bord waren zwei Generatorenanlagen eingebaut, bei denen jeweils ein Achtzylinder-Dieselmotor des Typs MWM D234 mit einem 140-kVA-Generator (Hersteller: A.v.Kaick) gekoppelt waren.<ref name="SuT" />

Siehe auch

Weblinks

Commons: Frisia V – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />