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Matthias Wiegand

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-S0106-0021, D. Stein, H. Bartels, G. Mortag, M. Wiegand.jpg
Matthias Wiegand (r.) mit Gerald Mortag beim Winterbahn-Rennen in der Werner-Seelenbinder-Halle 1977

Matthias Wiegand (* 22. April 1954 in Plauen) ist ein ehemaliger Radrennfahrer aus der DDR. 1980 gewann er eine olympische Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung.<ref name=":0">Neues Deutschland, 22. August 1980, S. 4</ref>

Sportliche Laufbahn

Wiegand begann mit dem Radsport bei der BSG Handwerk Plauen nachdem er einen Wettbewerb für Tourenfahrer gewonnen hatte. Er wechselte später zum SC Karl-Marx-Stadt. 1970 gewann er in der Klasse Jugend B auf der Straße bei der Kinder- und Jugendspartakiade das Einzelrennen, 1972 siegte er auf der Straße und in der Einerverfolgung.<ref>Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 32/1972. Berlin 1972, S. 2.</ref> Sein großes Potenzial wurde mit dem Sieg bei der Internationalen Sternfahrt für Junioren 1972 deutlich. 1973 belegte er bei der DDR-Meisterschaft im Querfeldeinrennen den zweiten Platz hinter Günter Mosch.<ref>DDR-Meisterschaften im Querfeldein</ref> Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal trat Wiegand mit dem Bahnvierer der DDR bei seiner ersten großen Meisterschaft an, zusammen mit Norbert Dürpisch, Thomas Huschke und Uwe Unterwalder belegte er den vierten Platz in der Mannschaftsverfolgung.

Bei der Weltmeisterschaft 1977 in San Cristóbal gewann der DDR-Vierer erstmals einen großen Titel, das Team mit Norbert Dürpisch, Gerald Mortag, Matthias Wiegand und Volker Winkler besiegte im Finale den Vierer aus der Bundesrepublik Deutschland. Ein Jahr später bei der Weltmeisterschaft in München konnten Mortag, Unterwalder, Wiegand und Winkler den Erfolg durch einen Finalsieg über den sowjetischen Vierer wiederholen. 1979 gehörte Wiegand nicht zum DDR-Vierer bei der Weltmeisterschaft, er gewann aber seinen ersten DDR-Meistertitel in der Mannschaftsverfolgung.<ref>DDR-Meisterschaften in der Verfolgung</ref> 1980 wiederholte der Vierer vom SC Karl-Marx-Stadt seinen Erfolg bei der DDR-Meisterschaft. Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau unterlagen Mortag, Unterwalder, Wiegand und Winkler im Finale dem sowjetischen Vierer in der Mannschaftsverfolgung.

Berufliches

Matthias Wiegand ist Diplom-Sportlehrer. Zu DDR-Zeiten war er wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Zwickau, seit 1997 ist er als Rehabilitationsberater bei einem Reha-Dienst tätig.

Ehrungen

Nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Moskau wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.<ref name=":0" />

Literatur

  • Volker Kluge: Lexikon Sportler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01759-6.

Weblinks

Commons: Matthias Wiegand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1962 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Rudolph / Rohr / May / Claesges | 1963 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Belgardt / Tereschtschenkow / Moskwin / Romanow | 1964 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Claesges / Link / Henrichs / Streng | 1965 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Moskwin / Tereschtschenkow / Koljuschew / Wukolow | 1966 Vorlage:ITA-1946 Chemello / Castello / Roncaglia / Pancino | 1967 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Moskwin / Koljuschew / Bykau / Lācis | 1968 Vorlage:ITA-1946 Chemello / Bosisio / Morbiato / Roncaglia | 1969 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Moskwin / Kusnezow / Bykau / Kuskow | 1970 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Haritz / Hempel / Vonhof / Claußmeyer | 1971 Vorlage:ITA-1946 Algeri / Bazzan / Morbiato / Borgognoni | 1973 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Schumacher / Vonhof / Lutz / Haritz | 1974 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Schumacher / Vonhof / Lutz / Thurau | 1975 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Schumacher / Vonhof / Lutz / Braun | 1977 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Dürpisch / Mortag / Wiegand / Winkler | 1978 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Unterwalder / Mortag / Wiegand / Winkler | 1979 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Haueisen / Mortag / Grosser / Winkler | 1981 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Macha / Dittert / Grosser / Winkler | 1982 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Chrabzow / Krasnow / Mowtschan / Nikitenko | 1983 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Gölz / Günther / Strittmatter / Marx | 1985 Vorlage:ITA-1946 Amadio / Brunelli / Grisandi / Martinello | 1986 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Soukup / Trčka / Buchta / Černý | 1987 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jekimow / Krasnow / Manakow / Chmelinin | 1989 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Blochwitz / Wolf / Liese / Fulst | 1990 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Baturo / Bersin / Neljubin / Hontschenkow | 1991 DeutschlandDeutschland Glöckner / Steinweg / Lehmann / Walzer

Weitere Ergebnisse siehe unter Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung (Elite)

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