Ciudad de la Paz
| Ciudad de la Paz | ||||||
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| Koordinaten | 1° 35′ N, 10° 49′ O
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dim=20000 | globe= | name= | region=GQ-DJ | type=city
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | ||||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | [[|]] | |||||
| Höhe | 454 m | |||||
| Die Stadt befindet sich im Bau. Sie ist seit 2017 Regierungssitz Äquatorialguineas. | ||||||
Bauschild am Rio Wele (2010)
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Ciudad de la Paz (spanisch, „Stadt des Friedens“), bis 2017 Oyala (auch Djibloho)<ref name="BN051111">Boas Notícias: Atelier luso desenha futura capital da Guiné Equatorial (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, veröffentlicht 5. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2013</ref> ist eine Planstadt in Äquatorialguinea. Am 2. Januar 2026 wurde sie zur Hauptstadt des Landes erklärt.<ref>r16: President of Equatorial Guinea declares Ciudad de la Paz the new capital. In: African Initiative - news agency. 4. Januar 2026, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Lage
Die Stadt entsteht am Rio Wele im Hinterland von Äquatorialguinea, 180 km ostsüdöstlich der Hafenstadt Bata und 78 km nördlich von Bidjabidjan in der Provinz Wele-Nzas.<ref>Angabe nach TrueKnowledge</ref> Sie liegt 454 m über dem Meeresspiegel.<ref>Geographische Koordinaten</ref><ref>MapLandia: Oyala Map — Satellite Images of Oyala</ref>
Planung und Bau
Die Regierung plant und erbaut mitten im unerschlossenen Dschungel eine neue Großstadt als Regierungssitz.<ref name="ORF040213">ORF: Eine Traumhauptstadt im Dschungel Afrikas, Der Traum des Diktators, erschienen und gesichtet am: 4. Februar 2013</ref><ref name="BBC171212">Stephen Sackur: BBC News: Equatorial Guinea: Obiang's future capital, Oyala. 17. Dezember 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.</ref><ref name="ABC261212">ABC: Oyala, una nueva capital para la megalomanía de Obiang, erschienen: 26. Dezember 2012, gesichtet 5. Februar 2013</ref> Sie soll Amtssitz von Präsident, Regierung, Verwaltung, Polizei und Militärführung werden<ref name="BBC171212" /> und somit die frühere Hauptstadt Malabo ablösen. In Ciudad de la Paz sollen auf einer Fläche von 81,5 km² später 160.000 bis 200.000 Menschen leben können.<ref name="BN051111" /><ref name="ORF040213" /> Das entspricht etwa einem Viertel der äquatorialguineischen Bevölkerung; die genaue Einwohnerzahl ist nicht bekannt.<ref>Regierung Äquatorialguineas: Ver más datos de Guinea Ecuatorial. Guinea Ecuatorila en cifras (Evolución de la población de Guinea Ecuatorial). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Januar 2019; abgerufen am 5. Februar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Weltbank: Population, total. Abgerufen am 5. Februar 2013.</ref><ref>Auswärtiges Amt: Länderinformationen. Äquatorialguinea. Abgerufen am 5. Februar 2013.</ref><ref>CIA: The World Fact Book Online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. August 2020; abgerufen am 5. Februar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Ein Golfplatz, eine Universität und ein Luxushotel sowie sechsspurige Autobahnen waren 2013 fast fertig.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /><ref name="ABC261212" /> Der Regierungspalast und eine große Basilika waren 2019 fertiggestellt. In Planung befinden sich ein Finanzdistrikt und Wohnsiedlungen.<ref name="ORF040213" /> 2010 waren nur drei „innerstädtische“ Brücken und mehrere Autobahnen teilweise fertig oder in Bau (siehe Bild links). Sie sollen die Stadt mit dem neuen Flughafen bei Mengomeyén (der Heimat des Präsidenten) verbinden und die strategische Bedeutung der Hafenstadt Bata für das benachbarte Gabun und ganz Zentralafrika erschließen. Für die Autobahnen wurden riesige Dschungelgebiete gerodet und Schneisen in die Granithügel gesprengt (siehe Bild). Die portugiesische Außenhandelskammer (AICEP) gab an, die Stadt solle erneuerbare Energien nutzen und nachhaltig sein.<ref name="BN051111" /> Die Energieversorgung wird durch den Djibloho-Damm, welcher den Wele-Fluss staut, sichergestellt.<ref>Die grösste Baustelle Afrikas: Hier entsteht die neue Hauptstadt Oyala watson.ch, 4. Februar 2015, abgerufen am 28. Juni 2020</ref>
Die Finanzierung erfolgt über die AICEP.<ref name="BN051111" /> Die Planungen entstammen einem portugiesischen Architekturbüro.<ref name="BN051111" /><ref>http://www.archdaily.com/tag/idf-ideias-do-futuro/</ref> Ein Bericht der BBC vermutet Kosten in Höhe mehrerer Milliarden.<ref name="BBC171212" /> Bis 2020 soll die Stadt fertiggestellt werden.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /> Die Bauarbeiten werden aus Polen, Brasilien und Nordkorea unterstützt.<ref name="BBC171212" /> Zu Bauverzögerungen kommt es angeblich immer wieder auch deshalb, weil Präsident Obiang Gebäude abreißen lässt, deren Aussicht ihm nicht gefällt.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /> Zudem werden alle Baustoffe importiert.<ref name="BBC171212" />
Im Februar 2017 verlegte die Regierung ihren Sitz von Malabo in die noch unfertige Stadt, um der Entwicklung der Region neue Impulse zu geben. Die Regierung wurde schon mehrmals in Städte auf dem Festland verlegt (hauptsächlich Bata), was jeweils zu administrativen Problemen führte.<ref>El Gobierno de Guinea Ecuatorial se muda de Malabo A Oyala guineainfomarket.com, 11. Februar 2017 (spanisch)</ref> Anfang 2026 wurde Ciudad de la Paz zur Hauptstadt des Landes ernannt.
Kritik am Bauvorhaben
Das Projekt einer neuen Hauptstadt wird der obsessiven Angst des Diktators Teodoro Obiang Nguema Mbasogo vor Aufständen und Angriffen zugeschrieben.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /> Außerdem profitiert einer seiner Söhne, Vizepräsident Teodorín Obiang, von dem Projekt, dessen Bauunternehmen Abayak ein Monopol auf den Zementmarkt des Landes besitzt.<ref>Tom Collins: Flashy façade hides abuse, poverty mg.co.za, 27. September 2019 (englisch)</ref> Da die breite Bevölkerung vom eigentlich immensen Reichtum des Landes (Erdöl, Erdgas) nicht profitiert, wird der Plan in der internationalen Presse und von der äquatorialguineischen Opposition kritisiert.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /><ref name="ABC261212" /> Außerdem gilt der Bedarf für eine solch große Stadt tief im Landesinneren als fraglich, weil ein Großteil der Bevölkerung am Meer lebt.<ref name="ORF040213" /><ref name="BBC171212" /> Die Nachhaltigkeit der Stadt, die die portugiesische Außenhandelskammer<ref name="BN051111" /> betont, stimmt möglicherweise nicht mit den Dschungelrodungen überein.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references responsive />
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