Ingmar Jung
Ingmar Ludwig Jung (* 4. April 1978 in Wiesbaden-Sonnenberg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit dem 18. Januar 2024 ist er Hessischer Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat im Kabinett Rhein II. Von 2010 bis 2017 war er Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Von 2017 bis 2024 war er als direkt gewählter Abgeordneter für den Bundestagswahlkreis Wiesbaden Mitglied des Deutschen Bundestages.
Leben und Ausbildung
Jung wuchs in Eltville-Erbach als Sohn eines Winzers auf. Er machte im Jahr 1998 Abitur.<ref name=":1">Ingmar Jung | CDU. In: Innenministerkonferenz. Abgerufen am 17. März 2025.</ref> 1998/99 leistete Jung seinen Grundwehrdienst in Lahnstein und Mainz ab.<ref name=":0">Bundesrat - Mitglieder - Ingmar Jung. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Januar 2025; abgerufen am 17. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das er 2005 mit dem ersten Staatsexamen abschloss. Nach dem Rechtsreferendariat bestand er 2007 das zweite juristische Staatsexamen.<ref>Ingmar Jung. 4. April 1978, abgerufen am 25. Januar 2024.</ref> Von 2007 bis zu seiner Ernennung zum Staatssekretär zum 1. September 2010 war er als selbständiger Rechtsanwalt in Eltville am Rhein tätig.<ref name=":1" />
Jung ist verheiratet und hat einen Sohn.<ref>VITA – Ingmar Jung. In: ingmar-jung.de. Abgerufen am 3. November 2021.</ref> Er ist der Neffe des ehemaligen Bundesministers Franz Josef Jung.<ref>Dr. Franz Josef Jung und Ingmar Jung für Verdienste um „coole Hochschule“ ausgezeichnet. 16. November 2018, abgerufen am 20. März 2025.</ref>
Jung war bis 2016 1. Vorsitzender des Sportvereins Erbach/Rheingau 1913 mit den Abteilungen Fußball und Tischtennis.
Politik
Partei
Ingmar Jung ist seit 2000 Mitglied der CDU.<ref name=":0" /> Von 2007 bis 2016 war er stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Rheingau-Taunus, bevor er in den Kreisverband der CDU Wiesbaden wechselte. Von 2009 bis 2013 war Jung Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen.<ref name=":1" /> Seit 2009 gehört er dem Landesvorstand der CDU Hessen an. Im Jahr 2020 wurde Jung zum Vorsitzenden des Kreisverbandes der CDU Wiesbaden gewählt.<ref>Deutscher Bundestag - Ingmar Jung. Abgerufen am 24. Mai 2022.</ref>
Kommunalpolitik
Jung war von 2001 bis 2016 Stadtverordneter in Eltville, seit 2011 auch Vorsitzender der CDU-Fraktion.<ref>Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 16. Juli 2020.</ref>
Abgeordneter
Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte er erfolgreich für die Wiesbadener CDU als Direktkandidat im Wahlkreis 179.<ref>Christina Oxfort: Wiesbadener CDU nominiert Ingmar Jung einstimmig zum Direktkandidaten. In: Wiesbadener Kurier. 4. November 2016 (Online).</ref>
Im 19. Deutschen Bundestag war Jung ordentliches Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Unterausschuss Europarecht.<ref>Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 16. Juli 2020.</ref> Hier wirkte er als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für den gewerblichen Rechtsschutz und das materielle Strafrecht. Zu seinen Schwerpunkten zählten die Vereinfachung und Modernisierung des Patentrechts, der Persönlichkeitsschutz bei Bildaufnahmen (Upskirting) und der Kampf gegen Hasskriminalität im Internet. Darüber hinaus gehörte Jung in der 19. Wahlperiode als stellvertretendes Mitglied dem Sportausschuss, dem Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, sowie dem Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung an.<ref>Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 16. Juli 2020.</ref>
Bei der Bundestagswahl 2021 konnte er das Direktmandat im Wahlkreis Wiesbaden erfolgreich verteidigen.<ref>VRM GmbH & Co KG: CDU-Kandidat Ingmar Jung verteidigt Wiesbadener Wahlkreis. 27. September 2021, abgerufen am 24. Mai 2022.</ref> Im 20. Deutschen Bundestag war Jung ordentliches Mitglied im Rechtsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.<ref>Deutscher Bundestag - Ingmar Jung. Abgerufen am 24. Mai 2022.</ref> Im Zuge seiner Ernennung zum Landesminister legte er sein Bundestagsmandat am 25. Januar 2024 nieder. Für ihn rückte Astrid Mannes in den Bundestag nach.<ref>Deutscher Bundestag - Ausgeschiedene Abgeordnete und deren Nachfolger. Abgerufen am 20. März 2025.</ref>
Öffentliche Ämter
Seit dem Antritt der Regierung Bouffier I am 31. August 2010 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag war Jung Staatssekretär im – zunächst von Eva Kühne-Hörmann, danach von Boris Rhein geführten – Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.<ref>Deutscher Bundestag - Ingmar Jung. Abgerufen am 24. Mai 2022.</ref>
Am 18. Januar 2024 wurde Jung zum Hessischen Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat im Kabinett Rhein II ernannt.<ref>Ingmar Jung neuer Minister für Landwirtschaft. Abgerufen am 18. März 2025.</ref> Er ist seit November 2024 der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach.<ref>Kloster Eberbach: Konstituierende Sitzung des neuen Kuratoriums der Stiftung Kloster Eberbach – Kloster Eberbach. Abgerufen am 18. März 2025.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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Ministerpräsident: Rhein (Stellvertreter: Mansoori)
Staatsminister: Poseck (Inneres, Sicherheit und Heimatschutz) | Lorz (Finanzen) | Heinz (Justiz und Rechtsstaat) | Hofmann (Arbeit, Integration, Jugend und Soziales) | Schwarz (Kultus, Bildung und Chancen) | Gremmels (Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur) | Jung (Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat) | Pentz (Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung) | Mansoori (Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlicher Raum) | Sinemus (Digitalisierung und Innovation) | Stolz (Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege)
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Peter Hauk (Baden-Württemberg) | Michaela Kaniber (Bayern) | Felor Badenberg (Berlin) | Hanka Mittelstädt (Brandenburg) | Henrike Müller (Bremen) | Katharina Fegebank (Hamburg) | Ingmar Jung (Hessen) | Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) | Miriam Staudte (Niedersachsen) | Silke Gorißen (Nordrhein-Westfalen) | Daniela Schmitt (Rheinland-Pfalz) | Petra Berg (Saarland) | Georg-Ludwig von Breitenbuch (Sachsen) | Michael Richter (Sachsen-Anhalt) | Cornelia Schmachtenberg (Schleswig-Holstein) | Colette Boos-John (Thüringen) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Thekla Walker (Baden-Württemberg) | Thorsten Glauber (Bayern) | Ute Bonde (Berlin) | Hanka Mittelstädt (Brandenburg) | Henrike Müller (Bremen) | Katharina Fegebank (Hamburg) | Ingmar Jung (Hessen) | Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) | Christian Meyer (Niedersachsen) | Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) | Katrin Eder (Rheinland-Pfalz) | Petra Berg (Saarland) | Georg-Ludwig von Breitenbuch (Sachsen) | Armin Willingmann (Sachsen-Anhalt) | Tobias Goldschmidt (Schleswig-Holstein) | Tilo Kummer (Thüringen) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Werner Best (1970–1973) | Hans Krollmann (1973–1974) | Willi Görlach (1974–1980) | Karl Schneider (1980–1984) | Armin Clauss (1984–1985) | Joschka Fischer (1985–1987) | Karlheinz Weimar (1987–1991) | Joschka Fischer (1991–1994) | Rupert von Plottnitz (1994–1995) | Iris Blaul (1995) | Margarethe Nimsch (1995–1998) | Priska Hinz (1998–1999) | Wilhelm Dietzel (1999–2009) | Silke Lautenschläger (2009–2010) | Lucia Puttrich (2010–2014) | Priska Hinz (2014–2024) | Ingmar Jung (seit 2024)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jung, Ingmar |
| ALTERNATIVNAMEN | Jung, Ingmar Ludwig (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 4. April 1978 |
| GEBURTSORT | Wiesbaden-Sonnenberg |
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