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Tschingelfirn

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Tschingelfirn
Tschingelfirn im unteren Teil
Tschingelfirn im unteren Teil

Tschingelfirn im unteren Teil

Lage Kanton Bern, Schweiz
Gebirge Berner Alpen
Typ Talgletscher
Länge 3,5 km (2013)<ref name="bfs_2014">Die grössten Gletscher. (xlsx) Bundesamt für Statistik, Raum und Umwelt, 12. Dezember 2014, abgerufen am 7. November 2020.</ref>
Fläche 4,67 km² (2024)<ref name="GletschermessnetzVAW">Vorlage:GLAMOS</ref>
Eisvolumen 0,32 ± 0,08 km³ (1993)<ref name="Farinotti2009">Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB).</ref>
Koordinaten 631002 / 149934Koordinaten: 46° 30′ 0″ N, 7° 50′ 33″ O; CH1903: 631002 / 149934
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Entwässerung Tschingel-Litschina, Lütschine, Aare, Rhein
Datei:Tschingelhorn.jpg
Tschingelhorn, Ausgangspunkt des Wetterlückengletschers (links vom Berg) und des Tschingelfirns (rechts vom Berg)
Datei:Tschingelfirn.jpg
Tschingelfirn im oberen Teil von der alten Mutthornhütte her gesehen

Der Tschingelfirn ist ein Talgletscher am Nordabhang der Berner Alpen, im Kanton Bern der Schweiz. Er hat eine Länge von 3,5 km, ist bis zu 2 km breit und bedeckt eine Fläche von knapp 5 km².

Lage

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Tschingelfirn an der Nordwestflanke des Tschingelhorns auf über 3300 m. Zunächst fliesst der Gletscher nordwärts steil den Hang hinunter. Im Tal stösst ein weiterer Arm von der Ostflanke der Blüemlisalp hinzu. Danach bewegt sich der Tschingelfirn nach Osten, wobei er im Norden vom markanten Felsgrat des Gspaltenhorns und des Tschingelspitzes flankiert wird. Die Gletscherzunge befindet sich derzeit auf einer Höhe von rund 2200 m. Sie entwässert in die Tschingel-Lütschine, welche sich später mit einem weiteren Quellbach zur Weissen Lütschine vereinigt und durch das Lauterbrunnental zum Brienzersee fliesst.

Gegen Westen hat der Tschingelfirn nördlich und südlich des Mutthorns über firnbedeckte Pässe (Tschingelpass) Verbindung mit dem Kanderfirn.

Entwicklung

Während des Hochstadiums der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts war die Gletscherzunge des Tschingelfirns (auch Tschingelgletscher) mit derjenigen des Breithorngletschers verbunden.<ref>Topographische Karte 1878</ref><ref>Topographische Karte 1910</ref> Durch die Gletscherschmelze ist dieser westliche Teil des Breithorngletschers heute fast vollständig abgetrennt und wird Wetterlückengletscher genannt.<ref>Landeskarte der Schweiz</ref> Dieser Gletscher erstreckt sich über eine Länge von 2 km an der Ostflanke des Tschingelhorns.

Entwicklung des Gletschers<ref name="bfs_2014" />
Jahr 1850 1973 1999/2000 2013
Fläche (km²) 7,5 6,2 5,5 4,67 (2024)<ref name="GletschermessnetzVAW" />
Länge (km) 5,8 3,7 3,7 3,5

Vorlage:Chart

Weiteres

Auf einem Felsvorsprung des Mutthorns steht auf 2900 m die alte Mutthornhütte des Schweizer Alpen-Clubs SAC, die nur über Gletscher, entweder vom Gasterntal oder vom Lauterbrunnental her zu erreichen war.

Literatur

  • Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Hrsg.): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 6: Tavetsch Val – Zybachsplatte, Supplement – letzte Ergaenzungen – Anhang. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1910, S. 203, Stichwort Tschingelfirn  (Scan der Lexikon-Seite).

Weblinks

Commons: Tschingelfirn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />