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Wertpapierhandelsgesetz

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Basisdaten
Titel: Gesetz über den Wertpapierhandel
Kurztitel: Wertpapierhandelsgesetz
Abkürzung: WpHG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Handelsrecht
Fundstellennachweis: 4110-4
Ursprüngliche Fassung vom: 26. Juli 1994
(BGBl. I S. 1749)
Inkrafttreten am: 1. August 1994
bzw. 1. Januar 1995
Neubekanntmachung vom: 9. September 1998
(BGBl. I S. 2708)
Letzte Änderung durch: Artt. 4, 5 G vom 9. April 2026
(BGBl. 2026 I Nr. 97 vom 14. April 2026)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
teilweise 15. April 2026 (Artikel 16 S. 1 G vom 9. April 2026); teilweise 16. April 2026 (Artikel 16 S. 2 G vom 9. April 2026); späteres Inkrafttreten aufgrund früherer Änderungen: teilw. 5. Juni 2026
(Artikel 64 Abs. 4 G vom 4. Februar 2026); teilw. 10. Juli 2026
(Artikel 64 Abs. 5 G vom 4. Februar 2026); teilw. 4. Dezember 2026
(Artikel 64 Abs. 6 G vom 4. Februar 2026); teilw. 10. Januar 2028
(Artikel 64 Abs. 7 G vom 4. Februar 2026); teilw. 10. Januar 2030
(Artikel 64 Abs. 8 G vom 4. Februar 2026);
GESTA: D034
Weblink: Text des Gesetzes
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) reguliert in Deutschland den Wertpapierhandel. Es dient insbesondere der Kontrolle von Dienstleistungsunternehmen, die Wertpapiere handeln, sowie Finanztermingeschäften, und auch dem Schutz des Kunden.

Inhalt des Gesetzes

Ein wichtiger Bestandteil dieses Gesetzes ist die Stimmrechtsmitteilung nach § 33 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 1a WpHG. Ferner werden die Meldepflichten der an den Börsen notierten Unternehmen konkretisiert. Für die Verletzung dieser Pflichten bestehen dann Schadensersatzansprüche. Die erforderlichen Angaben nach § 102 WpHG werden in der Marktzugangsangabenverordnung (MarktAngV)<ref>Marktzugangsangabenverordnung (MarktAngV)</ref> geregelt.

Für die Kontrolle ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig.<ref> BaFin: Wertpapieraufsicht in Deutschland </ref>

Das WpHG verbietet Insidergeschäfte. Insiderstraftaten sind Offizialdelikte und werden daher von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Es besteht gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 WpHG eine Anzeigepflicht von Verdachtsfällen gegenüber der BaFin. Verstöße durch Insiderhandel werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder mit Geldstrafe bestraft. Das Wertpapierhandelsgesetz gehört damit zum Nebenstrafrecht.

Darüber hinaus verpflichtet das WpHG die Wertpapierdienstleistungsunternehmen zu einer anlage- und anlegergerechten Anlageberatung sowie zur Einholung und Dokumentation von Angaben des Kunden zu seinen Erfahrungen, Anlagezielen, Vermögensverhältnissen und seiner Risikobereitschaft. Dazu ist eine Geeignetheitserklärung nach § 64 Abs. 4 WpHG vor Abgabe einer Wertpapierorder dem Kunden zu übergeben. § 87 WpHG sowie die WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung – WpHGMaAnzV<ref>WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV)</ref> regeln das Beraterregister.

Siehe auch

Literatur

  • Andreas Fuchs, Martin Zimmermann: Wertpapierhandelsgesetz. WpHG. MAR. Kommentar. 3. Auflage. München 2024, Verlag C.H. Beck, ISBN 978-3-406-74550-8.
  • Heribert Hirte, Sebastian Mock, Simon Schwarz, hristoph Seibt (Herausgeber): Kölner Kommentar zum WpHG. 3. Auflage. Köln 2022, Verlag Heymanns, ISBN 978-3-452-29498-2.
  • Thomas M. J. Möllers / Thomas G. Wenninger: Das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG). Neue Juristische Wochenschrift 24/2011, 1697.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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