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Molenfeuer Sassnitz

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Vorlage:Infobox Leuchtturm+

Die Molenfeuer von Sassnitz stehen an den Molenköpfen des Sassnitzer Stadthafens auf der Insel Rügen. Die Molenfeuer haben die Funktion, Aufgabe, den einlaufenden Schiffen die Fahrrinne zu weisen.

Molenfeuer Ost

Mit dem Hafenausbau 1889 und der Errichtung der ersten Mole befand sich auf dem Molenkopf eine Leuchtbake. Von 1901 bis 1909 wurde die Ostmole erweitert um das Hafenbecken weiter abzusichern.<ref>Vorlage:ZeitschrBauwesen</ref> Die kleinere Westmole war für den Kreideumschlag erbaut worden.<ref name="Rügen A-Z" /> Seit 1903 stand auf der damals 350 m kürzeren Ostmole der erste Leuchtturm

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  }}, ein weißer Rundturm mit schwarzem Laternenhaus. 1937 wurde die Mole erneut verlängert und war mit 1444 Metern bis 2013 die längste Außenmole Europas. Das erforderte, dass der alte Turm durch einen neuen Leuchtturm ersetzt wurde. Dieser Leuchtturm ist ein achteckiger Stahlturm mit auskragendem, umlaufenden Balkon am Laternenhaus.<ref>Schutz und Wahrzeichen zugleich. In: Rügen-Aktuell. 1. Dezember 2019, abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref> Der über 15 m hohe Leuchtturm ist grün mit weißem Band und zeigt sich für einlaufende Schifffahrt auf der Steuerbordseite. Seit 1982 gilt für die Betonnung der Seewege international die Regelung im Lateralsystem Region A der IALA. Der Feuerträger befindet sich in 12 m Höhe über NHN und ermöglicht die Feuerhöhe von 15 Metern. Ein roter Lichtsektor in Richtung Nordost warnt die Schifffahrt nachts vor einer gefährlichen Annäherung an die berühmten Kreidefelsen von Rügen.<ref name="bund">Wasserstrassen. (PDF) In: gdws.wsv.bund.de. Abgerufen am 15. September 2022.</ref>

Das Molenfeuer bzw. der Leuchtturm steht als Bestandteil des ehemaligen des Stadthafens unter Denkmalschutz und wurde als Baudenkmal in die Kreisdenkmalliste des Landkreises Vorpommern-Rügen aufgenommen.

Der Sassnitzer Leuchtturm wurde 1957 – blasoniert – in stilisierter Form als Stadtwappen von Sassnitz festgelegt, allerdings in damaliger weißer Farbgebung mit roten Band. Entsprechen dem lateralen Bezeichnungssystem ist die Tageskennung auf weiß mit grünem Band geändert worden.

Die Verantwortlichkeit für die Leuchttürme (Wartung und Unterhaltung) liegt seit 2020 beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee<ref name="wsa" /> in Stralsund.

Historische Ansichten

Alte Ansichten des Molenfeuers Sassnitz zeigt Michel Forand auf seinem Fotostream<ref>Michel Forand: Molenfeuers Sassnitz. In: www.flickr.com. 2008;.</ref> und Klaus Hülse.<ref>Klaus Hülse: Molenfeuer um 1900. In: Meine Leuchtturm Seite. 2001;.</ref>

Molenfeuer West

Das Molenfeuer an der Westseite erscheint unattraktiv. Es handelt sich um eine stählerne, 12-seitige Laterne im Trommelstil, die von vier X-förmigen Stahlbeinen getragen wird. Das gesamte Bauwerk ist rot lackiert und enthält auch das Unterfeuer einer Richtfeuerlinie.<ref name="rrg4" /> Es ersetzte 1977 das alte Molenfeuer von 1911.

Als erstes deutsches Seezeichen wurde 2016 das Toppzeichen des Oberfeuers Sassnitz auf den neuen IALA-Standard umgestellt.<ref>Neues Oberfeuer. baken-net.de, 2016</ref>

Leuchtturm [[Datei:Vorlage:SeitenKoordinaten|24px]] Bau­jahr/e Höhe in m Kennung Reich­weite Nummer<ref name="rrg4" />
Bau Feuer
Molenfeuer West
Unterfeuer West
Datei:Sassnitz Leuchtturm Molenfeuer West 1.jpg 54° 30′ 30″ N, 13° 38′ 12″ O
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1909
1977
11
10
7 F.R.
Oc.(2)R.10s
sm (16,7 km)
3 sm (5,6 km)
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Oberfeuer West Kurt Eigler, 1951-1956 54° 30′ 40″ N, 13° 38′ 13″ O
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1969
2016
10 14 Oc.(2)R.10s sm (16,7 km) Vorlage:NGAlist

Galerie

Philatelistische Würdigung

Vorlage:Externes Bild Die erste Briefmarke, die den Leuchtturm Molenfeuer Sassnitz zeigt, erschien am 13. Mai 1975 von der Deutschen Post der DDR.<ref>Sammelgebiet Deutsche Demokratische Republik 1975. briefmarken-sammlung.com; abgerufen am 1. Februar 2023</ref> Die Marke gehört zur Serie Leuchttürme, Leit-, Leucht- und Molenfeuer (MICHEL-Nr.: 2047) mit dem Wert von 20 Pfennig. Der Entwurf, der den damals noch rot-weißen Leuchtturm abbildet, stammt vom Grafiker Jochen Bertholdt aus Rostock. Die Auflage betrug 8 Millionen Stück.

Siehe auch

Literatur

  • Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: Leuchttürme der deutschen Küsten auf Briefmarken, 2021 (Online PDF; 6,3 MB)
  • Griebens Reiseführer, Band 65, 1908, 1908 Professor Dr. Karl Albrecht. 85 Seiten: Die Insel Rügen, Sassnitz Beschreibung des Leuchtturms (Online PDF, Seite 44)
  • Zur Geschichte von Saßnitz, 1934 Herausgegeben von Max Koch. 139 Seiten und Fotos, Selbstverlag V. Der Hafenbau, Beschreibung der Leuchttürme. (Online Seite 78, Pomorska Biblioteka, Gdansk University of Technology.)

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="ng2"> Registrierungen:

</ref> <ref name="wsa"> Startseite. In: wsa-ostsee.wsv.de. WSA Ostsee, 29. September 2021, abgerufen am 26. September 2022. </ref> <ref name="Rügen A-Z"> Horst Lehmann, Renate Meyer: Rügen A–Z. Wähmann Verlag, Schwerin 1977, S. 75. </ref> <ref name="rrg4"> Russ Rowlett: Lighthouses of Germany: Vorpommern - Rügen. In: The Public's Library and Digital Archive. University of North Carolina at Chapel Hill. 2024;. </ref> </references>

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Navigationsleiste Leuchtturmlisten Deutschland