Tauchersreuth
Tauchersreuth Stadt Lauf an der Pegnitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(94)&title=Tauchersreuth 49° 33′ N, 11° 12′ O
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| Höhe: | 436 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 94 (1. Sep. 2022)<ref>Die Laufer Ortsteile. In: Lauf an der Pegnitz. Abgerufen am 2. April 2025.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91207 | |||||
| Vorwahl: | 09126 | |||||
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Tauchersreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Lauf an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Tauchersreuth liegt in der Gemarkung Beerbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt auf einem langgestreckten Höhenzug des Schwarzen Jura (Lias), der einen Teil des fränkischen Schichtstufenlandes bildet, auf einer Höhe von 436 m ü. NHN und ist damit der höchstgelegene Gemeindeteil der Stadt Lauf. Der knapp einen Kilometer östlich des Ortes gelegene Höhenrücken Ochsenkopf ist mit einer Höhe von 440 m ü. NHN der höchste Punkt im Stadtgebiet.
Der Ort liegt 7 km nordwestlich von Lauf und wird von einer Gemeindeverbindungsstraße durchquert, die 3 km nordwestlich in die Bundesstraße 2 mündet. 7 km südwestlich verläuft die A 3.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Namensgeber des 1109 erstmals urkundlich erwähnen Ortes (als Tuchanesruit) war wohl ein gewisser Tuchanъ, ein Siedler, der das Waldgebiet rodete und nutzbar machte. Der slawische Name "Tuchanъ" deutet darauf hin, dass auch slawische Siedler in der Gegend ansässig waren.<ref>Ewald Glückert: Und einiges fiel auf gutes Land. Hrsg.: Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach. T. Lindemann, Offenbach, S. 14,15.</ref><ref>Janka, Wolfgang: Zur flexivischen Integration slawischer Personennamen in Nordbayern, in: Peter Anreiter/Ivo Hajnal/Manfred Kienpointner (Hrsg.): In Simplicitate Complexitas. Festgabe für Barbara Stephan zum 70. Geburtstag, Wien 2012 (Studia Interdisciplinaria Ænipontana, Bd. 17), S. 146.</ref> Tauchersreuth hatte, wie fast jeder Ort, der zum ehemaligen Reichsamt Heroldsberg gehörte, im 14. Jahrhundert eine bewegte Pfandschaftsgeschichte durchzustehen. Es wurde 1279 von König Rudolf an Ulrich von Schlüsselberg verpfändet und 1347, nach dem erbenlosen Tod Konrads von Schlüsselfeld, an die Burggrafen von Nürnberg.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769668698 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
Einen weiteren Hinweis auf die Existenz des Ortes finden wir in einem Dokument, in welchem König Sigmund im Jahre 1422 das Nutzungsrecht einiger Wiesen in der Flur „Kronberg“ am Nordhang des Gschaidter Berges an „Otto Tewrl“ (heutiger Familienname Deuerlein) in Tauchersreuth beurkundete.<ref>Ewald Glückert: Und einiges fiel auf gutes Land. Hrsg.: Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach. T. Lindemann, Offenbach, S. 23.</ref>
Ein Lexikon beschreibt 1799 den Ort:
„… ein zwischen Neunhof und Heroldsbergen auf dem Berge gelegenes Dorf. Es gehört mit allen hohen und niederen Gerechtsamen zu der denen Freyherren von Welser zuständigen freyen Herrschaft von Neunhof.“<ref>J. K. Bundschuh, Bd. 5, Sp. 510.</ref>
Zusammen mit Beerbach war Tauchersreuth eine Patronatsgemeinde der Familie Welser von Neunhof und zu Beerbach. Im späten Mittelalter waren mehr und mehr Nürnberger Bürger Grundherren. Bis 1806 waren beide Orte Bestandteil des Neunhofer Territoriums. Seit 1806 bildete Beerbach mit Tauchersreuth eine Gemeinde. Im Zuge der Gebietsreform wurden sie 1972 dem Landkreis Erlangen (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Erlangen-Höchstadt) zugeschlagen und nach erheblichen Protesten der Bevölkerung am 1. Juli 1976 in die Stadt Lauf an der Pegnitz eingegliedert.<ref>lauf.de: Stadtteile (abgerufen am 8. Juli 2015)</ref><ref> </ref>
Baudenkmäler
- Wasserhochbehälter und historische Wasserversorgung Tauchersreuth
- Die zentrale Wasserversorgung Tauchersreuth löste 1907 die Dorfbrunnen ab. Im frühen 20. Jahrhundert war dies eine technische Meisterleistung. Eine etwa einen Kilometer vom Ort und 55 Meter tiefer liegende Quelle versorgte durch eine nur mit dem Fließdruck des Wassers arbeitende Pumpe (Widder) den Hochbehälter mit Wasser. Dessen Fassungsvermögen beträgt 40 Kubikmeter. 1976 wurde die Anlage stillgelegt und 1979 mit einer Sanierung begonnen, die 1989 abgeschlossen wurde. Seitdem ist die Anlage wieder voll funktionsfähig und ein Denkmal der Technikgeschichte.<ref>Private Website zum Wasserturm Tauchersreuth</ref>
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Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Tauchersreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 510 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Meyer Landkreis Lauf an der Pegnitz
Weblinks
- Die Laufer Ortsteile > Beerbach mit Drosselhof und Tauchersreuth. In: lauf.de. Abgerufen am 27. Oktober 2024.
- Tauchersreuth. In: neunhofer-land.jimdo.com. Abgerufen am 27. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Tauchersreuth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Tauchersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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