Trafigura
| Trafigura Beheer B.V.
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Trafiguralogo.jpg | |
| Rechtsform | Privatunternehmen |
| Gründung | 1993 |
| Sitz | Datei:Flag of Singapore.svg Singapur |
| Leitung | Jeremy Weir (Chairman) Richard Holtum (CEO)<ref>Leadership. Abgerufen am 1. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 14.500<ref name=ar2025 /> |
| Umsatz | USD 240,3 Mrd. (2025)<ref name=ar2025>Financial reports. Abgerufen am 1. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Branche | Rohstoffhandel |
| Website | trafigura.com |
Trafigura ist ein international tätiges niederländisches Rohstoffhandelsunternehmen. Verwaltungssitz der Trafigura Group Pte. Ltd. ist Singapur. Sie wird von der Trafigura Beheer B.V. und der Farringford N.V. gehalten. Das Unternehmen ist hauptsächlich im Handel mit Erdöl- und Erdölprodukten, erneuerbaren Energien, Nichteisenmetallen, Erzen und Konzentraten für die Industrie aktiv. Im globalen Handel mit Nichteisenmetallen positioniert sich Trafigura als zweitgrößtes und im Handel mit Erdöl als drittgrößtes unabhängiges Unternehmen.
Trafigura beschäftigte 2024 rund 12.000 Mitarbeiter und verfügte über 50 Büros. Das Unternehmen ist in knapp 150 Ländern tätig. Die Hauptstandorte befinden sich in Singapur sowie in London, Amsterdam, Houston und Genf. Trafigura ist gemeinsam mit der angolanischen Sonangol Holdings Eigentümer der Puma Energy mit Sitz in Genf.<ref>Puma Energy. Ownership and shareholders, pumaenergy.com (abgerufen am 31. Dezember 2015)</ref><ref>BP-Nachfolger heißt „Puma Energy“, Allgemeine Zeitung, 16. November 2010 (abgerufen am 31. Dezember 2015)</ref>
Geschichte
Trafigura wurde 1993 von Claude Dauphin – einem früheren leitenden Mitarbeiter von Marc Rich – zusammen mit weiteren ehemaligen Rich-Spitzenkräften gegründet.<ref>Trafigura in brief. Abgerufen am 7. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Trafigura – Medienmitteilung vom 31. März 2010</ref>
Im Jahr 2003 gründete der Konzern seine Fondsverwaltungs-Tochtergesellschaft Galena Asset Management.<ref>gam.com: Galena Asset Management. Abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2010 erwarb Trafigura 8 % an Norilsk Nickel.<ref>Announcement relating to OJSC MMC Norilsk Nickel. Abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Februar 2013 investierte Trafigura 800 Millionen US-Dollar in den australischen Energiemarkt und erwarb im Rahmen von drei separaten Transaktionen über ihre Tochtergesellschaft Puma Energy mehr als 250 Tankstellen, zwei Ölimportterminals und fünf Kraftstofflager.<ref>Tatyana Shumsky: Trafigura's Puma Energy Snaps Up Central Combined Group. In: Wall Street Journal. 27. Februar 2013, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref><ref>Trafigura to Spend $68 Million on Australian Import Terminal. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Juli 2013; abgerufen am 11. April 2026.</ref> Im selben Monat ging das Trafigura-Joint-Venture DT Group eine Partnerschaft mit Angolas staatlichem Ölkonzern Sonangol ein, um ein neues Unternehmen namens Sonaci DT Pte Ltd zu gründen, das Angolas neue Flüssigerdgas-Exporte (LNG) vermarkten soll.<ref>CORRECTED-Angola, Trafigura JV form LNG trading group. In: Reuters. (reuters.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref>
Im März 2013 gab Trafigura eine Vereinbarung mit dem Südsudan über den Export von Rohöl über Port Sudan bekannt. Die Vereinbarung mit dem Südsudan war eine Fortsetzung der langjährigen Präsenz von Trafigura auf dem sudanesischen Ölmarkt und folgte auf die Beilegung eines Rechtsstreits zwischen dem Sudan und dem Südsudan über Transitgebühren und Öleinnahmen.<ref>Reuters Editorial: UPDATE 2-Trafigura signs oil export deal with South Sudan. In: Reuters UK. (reuters.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref>
Einen Monat später unterzeichnete Trafigura eine Vereinbarung mit dem in Dallas ansässigen Pipelinebetreiber Energy Transfer Partners über den Transport von Rohöl und Kondensat über eine teilweise umgerüstete, 82 Meilen lange Pipeline vom Eagle-Ford-Ölfeld im McMullen County, Texas, zum Tiefwasserterminal von Trafigura in der Corpus-Christi-Bucht nahe dem Golf von Mexiko.<ref>New crude pipeline provides more access to Gulf Coast for Eagle Ford. In: Fuel Fix. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Dezember 2013; abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juni 2015 gab Trafigura die Gründung eines 50:50-Joint-Ventures mit der Investmentgesellschaft Mubadala Development Company aus Abu Dhabi bekannt, um in den Abbau von unedlen Metallen zu investieren. Im Rahmen der Vereinbarung erwarb Mubadala zudem 50 % des Bergbaubetriebs „Minas de Aguas Teñidas“ (Matsa) von Trafigura, der drei Minen in Südspanien besitzt, in denen Kupfer-, Zink- und Bleikonzentraterz gefördert werden.<ref>Reuters Editorial: UPDATE 1-Abu Dhabi buys into Trafigura's Spanish mines as part of new venture. In: Reuters UK. (reuters.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref>
Im Oktober 2016 wurde bekannt gegeben, dass Trafigura und die russische Investmentgruppe United Capital Partners jeweils einen Anteil von 24 Prozent an Essar Oil übernehmen würden, dem Unternehmen, das Indiens zweitgrößte private Raffinerie im westlichen Bundesstaat Gujarat sowie ein Netz von 2.700 Tankstellen besitzt.<ref>Rosneft leads $13bn purchase of Essar Oil". Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Januar 2017; abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juli 2019 erwarb Trafigura den Mehrheitsanteil an dem operativen Geschäft von Nyrstar.<ref>Nyrstar restructuring completed. Abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Jahr 2022 erhielt die Lobito Atlantic Railway (LAR), ein Joint Venture zwischen Trafigura, dem portugiesischen Unternehmen Mota-Engil und dem unabhängigen belgischen Bahnbetreiber Vecturis, eine 30-jährige Konzession für den Betrieb des Lobito-Eisenbahnkorridors, der durch Angola bis in die Demokratische Republik Kongo (DRK) verläuft. Das neue Unternehmen hat sich verpflichtet, die Infrastruktur und die Dienstleistungen zu modernisieren, und investiert dafür 455 Millionen US-Dollar in Angola sowie bis zu 100 Millionen US-Dollar in der Demokratischen Republik Kongo. Geplant ist außerdem der Bau einer Verlängerung der Strecke nach Sambia.<ref>Presidents of Angola, Zambia and DRC get together to launch Lobito corridor – Medafrica Times. Abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Transfer Commences Of The Concession Of Railway Services And Support Logistics Of The Lobito Corridor In Angola To The Lobito Atlantic Railway. Abgerufen am 11. April 2026.</ref>
Von der durch die russische Invasion der Ukraine ausgelöste Energiekrise profitierte das Unternehmen und verzeichnete einen Rekordgewinn in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar, was ermöglichte 1,7 Mrd. US-Dollar an Dividenden auszuschütten.<ref>Alex Lawson, Alex Lawson Energy correspondent: Trafigura hands out $1.7bn in dividends on profits fuelled by Ukraine war. In: The Guardian. 8. Dezember 2022, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref>
Am 11. Januar 2023 verkaufte das Unternehmen seinen Anteil von 24,5 % an dem indischen Unternehmen Nayara Energy, einem Joint-Venture mit Rosneft. Der Anteil wurde von Hara Capital Sarl, einer Tochtergesellschaft der Mareterra Group Holding, erworben.<ref>Trafigura sells out of Russia-backed Indian refiner Nayara Energy. In: Reuters. (reuters.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref>
Der Vorstandsvorsitzende Claude Dauphin, der letzte noch in einer Führungsposition tätige Gründer, hielt bei seinem Tod im September 2015 weniger als 20 Prozent des Konzernkapitals, während mehr als 700 Führungskräfte den Rest kontrollierten.<ref>Riding Glencore Wave, Commodity Trader Claude Dauphin Becomes a Billionaire Forbes</ref> Dauphins Nachfolger wurde Jeremy Weir, der im Jahr 2025 das Amt des Konzernvorsitzenden übernehmen wird, während Richard Holtum neuer CEO wurde.<ref>Trafigura names Richard Holtum as new CEO Reuters</ref>
Im Januar 2026 sicherte sich Trafigura eine der ersten beiden von den Vereinigten Staaten erteilten Sonderlizenzen für die Verhandlung von Verkäufen und den Export von venezolanischem Öl. Bei einem Treffen im Weißen Haus mit Präsident Donald Trump erklärte Unternehmenschef Richard Holtum, Trafigura rechne damit, noch in derselben Woche die erste Ladung zu verladen.<ref>Trading houses beat US majors to first deals for Venezuelan oil Reuters</ref>
Geschäft
Trafigura ist nach Vitol und Glencore der drittgrößte Rohstoffhandelskonzern der Welt. Trafigura beschafft, lagert, mischt und transportiert Rohstoffe wie Öl, raffinierte Erdölprodukte, Nichteisenmetalle, Eisenerz und Kohle. In jüngerer Zeit wurde auch der Handel mit Erdgas aufgenommen und 2019 eine Sparte für erneuerbare Energie gegründet.<ref>Trafigura opens renewables division in energy transition push Reuters</ref> Zur Unterstützung seines auf Arbitrage basierenden Geschäftsmodells sichert sich Trafigura über industrielle Tochtergesellschaften ein gewisses Maß an Kontrolle über Versorgung, Lagerung und Logistik: z. B. über das Öl-Lager- und Vertriebsunternehmen Puma Energy, an dem Trafigura einen Anteil von 49 % hält.<ref>Trafigura hands $885m to top executives via buyback. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. März 2025; abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trafigura ist über ihre Tochtergesellschaft Galena Asset Management, die 2003 gegründet wurde, um in Rohstofffonds zu investieren, im Handel mit Wertpapieren tätig.
Kontroversen
Skandal um Verklappung hochgiftigen Schlamms
2006 charterte Trafigura den Frachter Probo Koala, um mehr als 500 Tonnen hochgiftigen Schlamms einer ordnungsgemäßen Entsorgung in Amsterdam zuzuführen. Es handelte sich um Reste, die bei der Erdölverarbeitung zurückbleiben, d. h. eine Mischung aus Benzin- und Rohölresten sowie Reinigungschemikalien. Nach Angaben der Auftraggeber scheiterte die Entsorgung, da eines der Unternehmen einen höheren Preis forderte als abgemacht.<ref>Einigung im Giftmüll-Skandal. 10. Mai 2010, abgerufen am 1. Februar 2025.</ref> Daraufhin suchte der Frachter wochenlang erfolglos in Europa nach einem Hafen, der ihm seine giftige Fracht abgenommen hätte; im westafrikanischen Abidjan wurde der Giftmüll schließlich in Tankfahrzeuge umgepumpt. Diese verteilten ihn in der Nacht auf den 18. August 2006 in Bäche rund um den als Müllhalde bekannten Stadtteil Akuedo.<ref>Europas Giftmüll, Afrikas Tote – DW – 16.08.2016. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref>
Die Abfälle setzten sofort große Mengen des hochgiftigen Gases Schwefelwasserstoff frei. In der Folge starben mindestens 15 Menschen sofort. Über 30.000 Menschen erlitten akute Vergiftungen. Viele leiden bis heute an chronischen Atemwegserkrankungen, Hautausschlägen und Sehbehinderungen. Seit 2006 wird in Akuedo zudem ein starker Anstieg an Fehlgeburten und Krebserkrankungen beobachtet.<ref>Der Giftmüllskandal von Abidjan – DW – 26.07.2010. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref>
Ein Teil des Giftschlamms ist nach einem Monat wieder abtransportiert worden, um in Frankreich in einer Sondermüllanlage behandelt zu werden.<ref name="guardian20091220" /> Dennoch ist der Stadtteil bis heute so schwer kontaminiert, dass er 2021 in die UN-Liste der 50 schlimmsten Opferzonen aufgenommen wurde.<ref>Boyd, D.R.; Hadley-Burke, M.: Sacrifice zones: 50 of the most polluted places on Earth. Based on a report presented to the Human Rights Council. The University of British Columbia, 2021 (PDF; 5,8 MB)</ref>
Ein niederländisches Gericht hatte das Unternehmen im Juli 2010 bereits für schuldig befunden, den giftigen Müll illegal aus Amsterdam exportiert, sowie den wahren Inhalt der Fracht verborgen zu haben.<ref>Trafigura found guilty of exporting toxic waste. In: BBC News. 23. Juli 2010 (bbc.co.uk [abgerufen am 1. Februar 2025]).</ref> Trafigura erklärte sich bereit, eine Entschädigung von 150 Millionen Euro zu zahlen.<ref>Einigung im Giftmüll-Skandal. 10. Mai 2010, abgerufen am 1. Februar 2025.</ref> Es wird berichtet, dass große Teile dieser Entschädigung nicht bei den Betroffenen angekommen sind.<ref>Europas Giftmüll, Afrikas Tote – DW – 16.08.2016. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref>
In dem am 25. September 2012 veröffentlichten Bericht The Toxic Truth hatten Greenpeace und Amnesty International das Vereinigte Königreich aufgefordert, Ermittlungen gegen den Konzern aufzunehmen.<ref>afrika.info. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref><ref>Amnesty International and Greenpeace Netherlands: The Toxic Truth - About a company called Trafigura, a ship called the Probo Koala, and the dumping of toxic waste in Côte d’Ivoire. 1. Auflage. Amnesty International Publications, London 2012, ISBN 978-0-86210-478-8 (PDF).</ref>
Öl-für-Lebensmittel-Programm im Irak
Das Unternehmen wurde im Zusammenhang mit dem irakischen „Öl-für-Lebensmittel“-Skandal genannt, wo Trafigura 500.000 Fass Öl am Uno-Hilfsprogramm für den Irak vorbeigeschmuggelt und an Ölunternehmen in Houston, Texas, verkauft hatte. 2006 wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 20 Millionen US-Dollar verurteilt.<ref>rel: Rohstoffhändler mit Hauptsitz in Luzern verurteilt | NZZ. 26. Mai 2006, abgerufen am 11. April 2026.</ref>
Verbindungen nach Russland
Trafigura hatte enge Geschäftsverbindungen nach Russland und besonders zum russischen Staatskonzern Rosneft.<ref>Trafigura Signs $1.5B Prepayment Deal For Rosneft Supply. (wsj.com [abgerufen am 11. April 2026]).</ref> Im Mai 2015 berichtete die Financial Times, dass Trafigura trotz der Sanktionen zu einem bedeutenden Exporteur von Rosneft-Rohöl aus Russland geworden sei. Das Unternehmen verzeichnete einen sprunghaften Anstieg dieser Exporte auf fast neun Millionen Barrel Rohöl im April 2015, die größtenteils für asiatische Märkte bestimmt waren und durch Vorauszahlungsgeschäfte in Form von kurzfristigen Krediten finanziert wurden, die nicht unter die Sanktionen fallen.<ref>Swiss Trafigura now largest exporter of Russian oil amid sanctions regime. (unian.info [abgerufen am 11. April 2026]).</ref> Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 war Trafigura weiterhin in Geschäfte mit Russland verwickelt, die Insider im Kreml begünstigten.<ref>Tom Rogan: Why is the Biden administration helping Trafigura make money for a Kremlin kingpin? In: Washington Examiner. 18. April 2023, abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Verurteilungen wegen Korruption
Laut Anklage der Schweizer Justiz soll Trafigura zwischen April 2009 und Oktober 2011 in Korruptionszahlungen an einen angolanischen Amtsträger verwickelt gewesen sein.<ref>Trafigura - Anklage gegen Rohstoff-Unternehmen wegen Korruption. In: srf.ch. 6. Dezember 2023, abgerufen am 30. Januar 2025.</ref><ref>Isabel Pfaff: Rohstoffkonzern im Zwielicht - Was der Strafprozess gegen Trafigura enthüllt hat. In: srf.ch. 30. Januar 2025, abgerufen am 30. Januar 2025.</ref> Am 31. Januar 2025 wurden im Urteil des Bundesstrafgerichts hochrangige Mitarbeiter und Mittelsmänner des Konzerns verurteilt. Auch Trafigura selbst wurde verurteilt, da man zu wenig getan habe, um die Korruption zu verhindern. Es sei das erste Mal gewesen, dass ein Schweizer Rohstoffkonzern wegen Korruption verurteilt wurde. Da der Weg zur Berufung offen steht, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.<ref>Trafigura vor Gericht - Erstmals Schweizer Rohstoffkonzern wegen Korruption verurteilt. In: srf.ch. 31. Januar 2025, abgerufen am 31. Januar 2025.</ref>
Im März 2024 erklärte sich Trafigura bereit, sich schuldig zu bekennen und eine Geldstrafe in Höhe von rund 127 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Vorwürfe der Bestechung von Regierungsbeamten in Brasilien durch ehemalige Mitarbeiter oder Vertreter in den vergangenen Jahrzehnten beizulegen, nachdem das US-Justizministerium eine Reihe von Ermittlungen zu Praktiken in der Ölindustrie durchgeführt hatte.<ref>Trafigura pleads guilty, agrees to pay about $127 million to settle US probe Reuters</ref>
Im Juni 2024 einigte sich Trafigura mit der Commodity Futures Trading Commission auf einen Vergleich und zahlte eine Zivilstrafe in Höhe von 55 Millionen US-Dollar, um Vorwürfe wegen Betrugs, Marktmanipulation und Behinderung von Hinweisgebern im Zusammenhang mit dem Benzinmarkt in Mexiko zwischen 2014 und April 2019 beizulegen.<ref>CFTC Orders Trafigura to Pay $55 Million for Fraud, Manipulation and Impeding Communications with the CFTC | CFTC. Abgerufen am 11. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einzelnachweise
<references> <ref name="guardian20091220"> Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig How UK oil company Trafigura tried to cover up African pollution disaster.] The Guardian, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Official local autopsy reports on 12 alleged victims appeared to show fatal levels of the poisonous gas hydrogen sulphide, one of the waste's lethal byproducts.“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> </references>