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Heinz-Josef Durstewitz

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Heinz-Josef Durstewitz (* 26. März 1945 in Birkenfelde, Thüringen) ist ein deutscher römisch-katholischer Priester. Er war ein Vertreter der katholischen Oppositionsbewegung in der DDR.

Leben

Durstewitz wurde 1970 zum Priester geweiht und war danach Kaplan in Niederorschel, Eisenach und Apolda. Als Pfarrer der Katholischen Studentengemeinde in Jena (1975 bis 1982) wurde er vom MfS überwacht (Operative Personenkontrolle „Wanderer“). 1982 bis 1990 war er Sekretär der Pastoralkonferenz bei der Berliner Bischofskonferenz und Herausgeber des Theologischen Bulletins, in dem Artikel westdeutscher Autoren für den innerkirchlichen Dienstgebrauch publiziert wurden. Daneben betätigte er sich als Autor für Samisdat-Zeitungen der oppositionellen Szene und gehörte der Initiativgruppe „Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung“ an, aus der später die Bürgerbewegung Demokratie Jetzt entstand. Er war der einzige katholische Amtsträger in der DDR, der einen Aufruf gegen die Wahlfälschungen bei den Wahlen im Mai 1989 mitunterzeichnete. Vorübergehend war er für den DA in Berlin aktiv.

1991 bis 1995 war Durstewitz Oberpfarrer im Bundesgrenzschutz, 1995 wurde er Propst in Heilbad Heiligenstadt, Bischöflicher Geistlicher Kommissarius und nichtresidierender Domkapitular des Bistums Erfurt.

Am 10. Januar 2006 überreichte der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus, Durstewitz das Bundesverdienstkreuz am Bande.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verdienstkreuze für engagierte Katholiken: Bundespräsident hat Propst Heinz Josef Durstewitz und Kurt Neumann ausgezeichnet. (Memento vom 30. Oktober 2007 im Internet Archive) In: bistum-erfurt.de. 10. Januar 2006, abgerufen am 1. April 2026.</ref> Am 4. Dezember 2011 trat Propst Durstewitz in den Ruhestand.<ref>Gerlinde Sommer: Eichsfelder Propst Heinz-Josef-Durstewitz geht in Ruhestand. In: Thüringische Landeszeitung. 7. Dezember 2011, abgerufen am 1. April 2026.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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