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Sonja Leidemann

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Datei:Portrait Sonja Leidemann.jpg
Sonja Leidemann (2024)

Sonja Leidemann (* 16. April 1960 in Winz-Niederwenigern, heute Hattingen) ist eine ehemalige deutsche Kommunalpolitikerin (SPD). Sie war von 2004 bis 2020 Bürgermeisterin der Stadt Witten; in der Stichwahl vom 27. September 2020 unterlag sie Lars König (CDU).

Leben

Vorlage:Hinweisbaustein Sonja Leidemann besuchte die Luisenschule Essen und studierte danach Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft.<ref name="image">Die Oberbürgermeister und Bürgermeister ab 1946. In: Image Magazin für Witten, Sprockhövel und Hattingen. Abgerufen am 30. März 2026.</ref> Später absolvierte sie in Dortmund ein berufsbegleitendes Studium im Graduierten-Studiengang Organisationspsychologie. Beruflich war Leidemann zunächst in der politischen Bildungsarbeit tätig.

Werdegang

Sonja Leidemann leitete von 1998 bis 2004 die VHS Witten/Wetter/Herdecke.<ref name="image" /> Im Jahr 2004 wurde sie zur Bürgermeisterin der Stadt Witten gewählt und war damit die erste Frau in diesem Amt,<ref name="image" /><ref name="waz1">Sonja Leidemann gewinnt die Bürgermeisterwahl in Witten. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 27. September 2015, abgerufen am 30. März 2026.</ref> das sie bis 2020 bekleidete. Seit 2020 ist sie Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr<ref>Sonja Leidemann. In: RVR SPD. Abgerufen am 30. März 2026.</ref> und seit 15. Mai 2023 Mitglied des Vorstands der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung.<ref>Vorstand | Gremien. In: Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung. Abgerufen am 30. März 2026.</ref>

Im November 2025 wurde sie zur Ausschussvorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Sport, Bildung und Wissenschaft des Ruhrparlaments des RVR in Essen gewählt.<ref>Ratsinfosystem. In: ruhrparlament.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Seit März 2026 ist Sonja Leidemann Aufsichtsratsvorsitzende der RuhrFutur gGmbH in Essen.<ref>Gemeinsam Wirken für mehr Bildungsgerechtigkeit im Ruhrgebiet. In: Ruhrfutur. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Politik

Im Jahr 2004 wurde Sonja Leidemann (SPD) erstmals zur Bürgermeisterin der Stadt Witten gewählt. Im ersten Wahlgang erhielt sie 43,2 % der Stimmen und setzte sich in der anschließenden Stichwahl am 10. Oktober 2004 mit 57,5 % gegen den CDU-Kandidaten Klaus Noske durch.

Bei der folgenden Kommunalwahl am 30. August 2009 wurde Leidemann im Amt bestätigt. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Änderung des Wahlrechts<ref>Wahlsystem der Bundestagswahl 2009 in Deutschland – Wahlrecht und Besonderheiten. In: wahlrecht.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref> genügte die relative Mehrheit, sie gewann die Wahl mit 47,7 % der Stimmen erneut gegen Klaus Noske (38,2 %).

Zur Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 kandidierte Leidemann als Einzelbewerberin, nachdem die SPD nicht sie, sondern gemeinsam mit der CDU den ersten Beigeordneten Frank Schweppe (SPD) als Kandidaten aufgestellt hatte.<ref name="waz1" /> Im ersten Wahlgang erreichte sie 44,32 % der Stimmen und zog damit in die Stichwahl ein. Die Stichwahl gewann sie am 27. September 2015 mit 63,64 % der Stimmen.<ref>Bürgermeisterstichwahl - Kommunalwahlen 2015 in Witten, Universitätsstadt an der Ruhr, - Gesamtergebnis. Stadt Hagen, abgerufen am 31. März 2026.</ref> Als Reaktion auf ihre Kandidatur gegen den von der eigenen Partei aufgestellten Kandidaten beantragte der SPD-Ortsverein Witten-Heven ihren Parteiausschluss wegen parteischädigenden Verhaltens.<ref>Jürgen Augstein: SPD Witten-Heven will Bürgermeisterin aus der Partei werfen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 16. März 2015, abgerufen am 8. Juni 2018.</ref> Diesem Antrag wurde vom Schiedsgericht des SPD-Unterbezirks Ennepe-Ruhr-Kreis zunächst stattgegeben.<ref>Wittener Bürgermeisterin Sonja Leidemann aus SPD ausgeschlossen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 23. April 2015, abgerufen am 10. Januar 2017.</ref><ref>Witten: Bürgermeisterin aus Partei ausgeschlossen. In: Westdeutscher Rundfunk. 23. April 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Dezember 2015; abgerufen am 10. Januar 2017.</ref> Gegen ihren Parteiausschluss legte Leidemann mehrfach Berufung ein.<ref>Jürgen Augstein: Wittens Bürgermeisterin scheitert mit Berufung in Düsseldorf. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 9. August 2015, abgerufen am 8. Juni 2018.</ref> Die Bundes-Schiedskommission hob die Entscheidungen der Vorinstanzen auf, nachdem Leidemann die Bürgermeisterwahl gewonnen hatte.<ref>Thomas Meißner: Stichwahl gewonnen: Sonja Leidemann bleibt Bürgermeisterin von Witten. In: Lokalkompass. Funke Mediengruppe, 27. September 2015, abgerufen am 8. Juni 2018.</ref><ref>Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann darf Mitglied der SPD bleiben. In: Radio Ennepe Ruhr. 16. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Dezember 2015; abgerufen am 10. Januar 2017.</ref>

Bei der Kommunalwahl 2020 trat sie erneut an, unterlag jedoch in der Stichwahl (40 %) dem CDU-Kandidaten Lars König (60 %).<ref>Ergebnis Witten, Stadt. In: Die Kommunalwahl im WDR. 27. September 2020, abgerufen am 31. März 2026.</ref><ref>Kommunalwahl Witten: Die Wahlergebnisse im Überblick. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 28. September 2020, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Klaus LohmannBürgermeisterin von Witten
2004–2020
Lars König

Vorlage:Hinweisbaustein