Wasentegernbach
Wasentegernbach Stadt Dorfen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(494)&title=Wasentegernbach 48° 16′ N, 12° 13′ O
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| Fläche: | 9,08 km² | |||||
| Einwohner: | 494[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Eingemeindet nach: | Tegernbach | |||||
| Postleitzahl: | 844 | |||||
| Vorwahl: | 08082 | |||||
Wasentegernbach war bis 31. Dezember 1971 eine eigenständige Gemeinde und ist seit dem 1. Mai 1978 einer der größten Ortsteile der oberbayerischen Stadt Dorfen im Landkreis Erding.
Lage und ehemalige Gemeinde
Der etwa 500 Einwohner zählende Ortsteil liegt je zur Hälfte auf den Abhängen des Schellenberg/Hangerleite und im Tal der Isen, nur getrennt von der Bahnstrecke München–Simbach. Bis 1972 gehörten zur damaligen Gemeinde außer den Weilern Großkatzbach, Loh, Bergham, Polding und Kraham noch neun Einöden.
Geschichte
Das Kirchdorf wird mit den Edlen von Tegernbach 1104/22 und ihrer Wasserburg erstmals urkundlich genannt. Von diesen wurde das Kloster Raitenhaslach gegründet. Nach mehrmaligen Herrschaftswechseln kommt das Dorf an Erasmus von Laiming zu Amerang, dessen Familie die Burg nach und nach zum Schloss Wasentegernbach umbaute. 1483 wird Wasentegernbach zur Hofmark, die ab 1582 an die Fürstpropstei Berchtesgaden unter Jakob II. Pütrich ging.<ref name="Sternfeld136">Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2. Joseph Lindauer, Salzburg 1815, ab S. 131 f.; für „Wassentegernbach“ S. 136 (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Schloss Wasentegernbach diente den fürstpröpstlichen Pflegern, von denen einige in Wasentegernbach oder Schwindkirchen begraben sind, als Verwaltungszentrum der Hofmarken Wasentegernbach, Eibach, Haus und Breitenloh, später auch Grüntegernbach, die heute allesamt Ortsteile der Stadt Dorfen sind. Im Zuge der Säkularisation wurde das Schloss bis auf einen kleinen Teil abgerissen und der Ort zu einer Gemeinde.<ref name="histKr"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schloss Wasentegernbach ( vom 2. April 2015 im Internet Archive). In: historischer-kreis.de. Historischer Kreis Dorfen e. V., 25. August 2010.</ref> Das Wappen dieser Hofmark, siehe auch im Abschnitt Sehenswertes den Kupferstich von Michael Wening, war das der Fürstpropstei mit einem Mittelschild des jeweils gerade amtierenden Fürstpropstes,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Wappen ( vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: wasentegernbach.de.</ref> der in dem Kupferstich deshalb nicht den Erwerber der Hofmark Jakob II. Pütrich, sondern den über die Entstehung des Kupferstichs hinaus noch viele Jahre amtierenden kurkölnischen Administrator der Fürstpropstei Joseph Clemens von Bayern repräsentieren sollte.
Bis zum 31. Dezember 1971 war Wasentegernbach eine eigene Gemeinde und bildete anschließend zusammen mit Grüntegernbach die Gemeinde Tegernbach,<ref></ref> die wiederum im Zuge der Gebietsreform am 1. Mai 1978 in die Stadt Dorfen eingemeindet wurde.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.</ref>
Von 1898 bis 1988 hatte Wasentegernbach eine eigene Bahnstation an der Bahnstrecke München–Simbach.<ref>Karl Bürger: München–Mühldorf–Simbach. Glanz, Niedergang und Renaissance einer königlich bayerischen Eisenbahn. Bewegte Verkehrsgeschichte mit umwälzender Zukunft. Selbstverlag, Walpertskirchen 2017, ISBN 978-3-00-056474-1, S. 255, 258.</ref> Das Postamt wurde bereits 1969 verlegt.
Seit 1994 existiert südöstlich von Wasentegernbach das Ultraleichtfluggelände Wasentegernbach.
Sehenswertes
- Die kleine Dorfkirche St. Johannes ist ein spätgotischer Bau des späten 15. Jahrhunderts mit einem hohen schlanken Turm, der 1768 barockisiert wurde. Im Innern besitzt sie einen Frührokoko-Hochaltar und am Netzrippengewölbe freigelegte Renaissance-Fresken.
- Vom Schloss Wasentegernbach, in das wiederum die Reste einer vermutlich Ende des 11. Jahrhunderts errichteten Wasserburg verbaut wurden,<ref name="histKr" /> ist nur noch ein dreigeschossiger, erst zum Wohn- später zum Gästehaus umgebauter Rest des Hauptgebäudes erhalten geblieben.<ref>Schloss Wasentegernbach in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref><ref>Tahir Chaudhry: Konzentrierte bayerische Geschichte. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 4. September 2016, abgerufen am 12. Mai 2017.</ref>
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rechts: Kirche St. Johannes von Süden
Persönlichkeiten
- Georg Lohmeier (1926–2015), in Loh geborener Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler
- Franz Weilnhammer (1938–2002), in Wasentegernbach geborener Pianist und künstlerischer Leiter der „Internationalen Herbsttage für Musik“ und Musikdirektor der Musikschule Iserlohn
Literatur
- Eugen Press: Im Zeichen des Pferdes: ein Buch vom Landkreis Erding. Münchener Zeitungsverlag, München 1963.
- Dorfener Heimatbuch. Von der Stadterhebung bis ins 3. Jahrtausend. Band 1, Druckerei Präbst, Dorfen 2006.
Weblinks
- Wasentegernbach Ortsteilbeschreibung auf der Website zur Stadt Dorfen, online unter dorfen.de
- Ortsplan von Wasentegernbach im BayernAtlas, online unter geoportal.bayern.de
- Vorlage:Bavarikon Ort
Einzelnachweise
<references />
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