Leoni Wirth
Leoni Wirth (* 6. August 1935 in Dresden; † 9. August 2012 in Berlin) war eine deutsche Bildhauerin und Architektin. Sie schuf vor allem Glasgestaltungen und Wasserspiele.
Leben
Leoni Wirth studierte zunächst zwei Jahre<ref name="SZ18">Birgit Grimm: Bekannte Unbekannte. In: Sächsische Zeitung. 11. Januar 2018 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive) [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref> Architektur an der TH Dresden und von 1954 bis 1959 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden,<ref>Ortstermin mit Leoni Wirth (PDF 566 KB), abgerufen am 27. Januar 2016</ref> unter anderem bei Walter Arnold und Hans Steger.<ref>Birgit Grimm: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sprühende, sprudelnde Ostmoderne ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive), Sächsische Zeitung, 5. Januar 2016, abgerufen am 25. Juli 2017</ref> Zu ihren Kommilitonen gehörten Wolfram Hesse, August Martin Hoffmann, Joachim Liebscher und Marianne Traub. Für ihr Diplom schuf sie die Skulptur Knabe mit Kalb.<ref>Knabe mit Kalb (Gedacht für den Garten einer Landschule). In: Bildindex der Kunst und Architektur. Abgerufen am 7. September 2024.</ref>
Leoni Wirth lebte und arbeitete bis etwa 2005 im von ihr entworfenen und 1964 erbauten Atelierhaus auf der Karpatenstraße 21 im Dresdner Stadtteil Rochwitz. Ab 1990 bis zu ihrem Weggang aus Dresden engagierte sie sich für den Tierschutz.
Ihre bekannteste Arbeit, der aus fünf Brunnen bestehende Pusteblumenbrunnen auf der Prager Straße in Dresden, wurde 2004 nach der Umgestaltung auf die drei kleineren Brunnen reduziert. Dagegen wehrte sich Leoni Wirth, da dies nach ihrer Meinung eine Verletzung des Urheberrechts darstellt.<ref>Tina Schneider: Müssen die Pusteblumen weg? Eine Künstlerin wehrt sich gegen die Verstümmelung ihres Brunnens. In: Sächsische Zeitung. 19. Februar 2004 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online ( vom 17. September 2012 im Internet Archive)).</ref> Die anderen Teile wurden von Alexander Bergmann, dessen Großvater Karl Bergmann bereits 1970 am Original mitarbeitete,<ref>Geschichte der Pusteblumenbrunnen von Dresden, fesselnderstahl.de, abgerufen am 11. Januar 2018.</ref> restauriert, komplettiert und 2009 auf dem Albert-Wolf-Platz in Prohlis installiert.<ref>Lars Herrmann: Albert-Wolf-Platz. In: dresdner-stadtteile.info. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref> Im „Neubaugebiet Prohlis“ gab es bereits seit den 1980er Jahren die Windfahne von Wirth,<ref>Leonie Wirth, dresden-rochwitz.de, Bild, abgerufen am 11. Januar 2018.</ref> welche 2016 abgebaut und im Bestand des Kunstfonds des Freistaates Sachsen eingelagert wurde.<ref>Windfahne, Online Collection der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, abgerufen am 11. Januar 2018.</ref>
Der sogenannte Schalenbrunnen auf der Prager Straße war bis zum Hochwasser 2002 in Betrieb und wurde anschließend demontiert und im Lapidarium Zionskirche eingelagert. Im Jahr 2017 wurde entschieden, den Brunnen 500 Meter entfernt von seinem ursprünglichen Standort am Dippoldiswalder Platz als Teil eines neuen Promenadenrings wieder aufzustellen.<ref name="SZ18" /> Im April 2021 wurde der aus zehn Schalen bestehende Brunnen am neuen Standort eingeweiht.<ref>Christoph Springer: Der Schalenbrunnen sprudelt wieder. In: Sächsische Zeitung, 27. April 2021, S. 18.</ref><ref>Schalenbrunnen sprudelt jetzt auf dem Dippoldiswalder Platz. In: dresden.de. Landeshauptstadt Dresden, 23. April 2021, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
Arbeiten im öffentlichen Raum
- Pusteblumenbrunnen (Dresden, Prager Straße)<ref name="pragerstrasse">Prager Straße / Bauten von 1963–1970. In: Das neue Dresden. Abgerufen am 7. Dezember 2014.</ref><ref>Pusteblumen Brunnen ☀️ Prohlis Magazin. 27. Januar 2023, abgerufen am 7. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Schalenbrunnen Wasserspiel (Dresden, Prager Straße)<ref name="pragerstrasse" />, seit 2021 Dippoldiswalder Platz
- Pusteblume (Rostock, Lütten Klein)
- Glasbrunnen (Dresden, Pirnaischer Platz)
- Sonnenuhr mit farbigen Gläsern (Dresden, Robert-Sterl-Straße)
- Windplastik (Dresden-Prohlis, Gamigstraße)
Literatur
- Künstler am Dresdner Elbhang. Erster Band. Elbhang-Kurier-Verlag, Dresden, 1999, S. 496
- Torsten Birne, Barbara Tlusty, Bettina Uppenkamp und Silke Wagler: Leoni Wirth: Spiel mit den Elementen. Brunnen. Objekte. Zeichnungen. Form+Zweck Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-947045-07-5.
- Tanja Scheffler: Pilz und Pusteblume. Leoni Wirth in Dresden. In: bauwelt.de (aus Bauwelt 44–45, 2015).
Weblinks
- Leoni Wirth auf dresden-rochwitz.de
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pusteblumenspringbrunnen ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf mediaserver.dresden.de
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausstellung: Leoni Wirths Entwürfe im Dresdner Kunsthaus ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive). In: Dresdner Neueste Nachrichten, 4. Februar 2016.
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sprühende, sprudelnde Ostmoderne ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive). In: Sächsische Zeitun, 5. Februar 2016, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bildnis ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive).
- Buchpräsentation: Leoni Wirth – Spiel mit den Elementen. In: kunsthausdresden.de, 14. Dezember 2017.
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bekannte Unbekannte. Leoni Wirth entwarf den Pusteblumenbrunnen für Dresdens Prager Straße und schuf eigenwillige Kunst in einigen Städten der DDR. ( vom 12. Januar 2018 im Internet Archive) In: Sächsische Zeitung, 11. Januar 2018.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wirth, Leoni |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bildhauerin und Architektin |
| GEBURTSDATUM | 6. August 1935 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 9. August 2012 |
| STERBEORT | Berlin |